Spielbericht FC Schüpfheim:
In der 2. IFV-Cup-Runde gastierte der Drittligist aus Dagmersellen auf dem Moosmättili. Zwar konnte der Underdog aus Schüpfheim vor der Pause gut mithalten und in Führung gehen – doch der Favorit bäumte sich in Halbzeit zwei auf und kehrte die Partie. Die erfahrene Truppe aus dem Wiggertal setzte sich schlussendlich mit 3:1 durch.




















Schüpfheim mit verdienter Führung zur Pause
Der FCS konnte sich bereits früh ein erstes Mal sehenswert vor das Dagmerseller Tor kombinieren. Nick Bieri schloss die Hereingabe direkt ab – sein Abschluss verfehlte das Tor nur knapp. Auch in der Folge war der Viertligist aus Schüpfheim die gefährlichere Mannschaft und hatte das Geschehen über weite Strecken im Griff. Dagmersellen gelang es in Halbzeit eins kaum, aus dem Spiel heraus gefährliche Torchancen zu kreieren. Und falls die Gäste einmal zum Abschluss kamen, warf sich im letzten Moment noch ein Schüpfheimer Akteur in die Schusslinie.
Der Führungstreffer der Hausherren liess jedoch noch auf sich warten. Manuel Studer und auch Kilian Wicki hatten gute Gelegenheiten, ihre Farben in Führung zu bringen doch erst kurz vor der Pause gelang der Führungstreffer. In der 43. Minute erzielte Tim Lochmann mit einem sehenswerten Distanzschuss das 1:0 – dieses ging zu diesem Zeitpunkt absolut in Ordnung. Schüpfheim war summa summarum das bessere Team in der ersten Halbzeit. Dagmersellen hatte unmittelbar im Gegenzug nach einer Standardsituation noch die Gelegenheit zum Ausgleich. Der Kopfball eines Dagmerseller Akteurs prallte jedoch nur an die Latte. Mit einer 1:0-Führung ging es somit in die Pause.
Dagmersellen dreht die Partie bis zur 60. Minute
Die zweite Halbzeit verlief aus Schüpfheimer Sicht insgesamt enttäuschend. Vor allem in der Phase unmittelbar nach dem Seitenwechsel verlor der FCS den Zugriff auf die Partie. Schüpfheim fand nicht mehr richtig in die Zweikämpfe, liess Dagmersellen entscheidend zu viel Platz und agierte zunehmend ungeduldig. Innert weniger Minuten drehte der Drittligist die Partie. Zuerst entwischte Pascal Schwizer der Schüpfheimer Hintermannschaft und schob zum 1:1-Ausgleich ein. Besonders bitter: Abwehrchef Patrick Emmenegger hatte den Ball bereits in den eigenen Füssen, wurde dann aber vom Torschützen entscheidend von den Beinen geholt. Der Unparteiische hielt dieses Vergehen jedoch nicht für regelwidrig.
Das wiederum erklärte nicht, weshalb Schüpfheim in dieser Phase gar nicht mehr ins Spiel fand. Nur wenige Sekunden später traf Dario Rölli zum 2:1. Dagmersellen hatte die Partie gedreht und Schüpfheim war bedient. Bis zur 60. Minute hatte der Favorit das Spiel damit komplett zu seinen Gunsten gewendet. Auch danach blieb die zweite Halbzeit aus Schüpfheimer Sicht insgesamt zu schwach. Man fand nur noch selten zurück zum eigenen Spiel und konnte offensiv nur vereinzelt Akzente setzen. Die Entscheidung fiel dann in der 73. Minute, als Andrin Fischer aus spitzem Winkel zum 3:1 einschob. Schüpfheim raffte sich nochmals auf, doch Dagmersellen war zu abgeklärt, als dass hier noch etwas hätte anbrennen können.
Einzig durch Standardsituationen hatte Schüpfheim noch zwei, drei Aktionen, die aufhorchen liessen. Insgesamt kam aber gerade aus dem Spiel heraus in Halbzeit zwei zu wenig. Schade, wenn man bedenkt, dass man das Geschehen in der ersten Spielhälfte noch so gut im Griff hatte und dann nach dem Seitenwechsel – insbesondere in der entscheidenden Phase bis zur 60. Minute – zu ungeduldig agierte und dem eigenen Plan nicht mehr treu bleiben konnte.
Nun ist nach der ärgerlichen Niederlage Wiedergutmachung angesagt. Am Samstag folgt ein Spitzenkampf um die oberen beiden Tabellenränge in der 4. Liga. Auswärts geht es gegen den FC Knutwil. Anpfiff dieser spannenden Affiche ist um 18:00 Uhr. Dort will man wieder zum Siegen zurückkehren und den Drive aus der Meisterschaft mitnehmen.
Spielbericht FC Dagmersellen: Dagmersellen dreht Cup-Fight in Schüpfheim und steht im Achtelfinale
Nur zwei Tage nach dem überzeugenden Derbysieg gegen Wauwil-Egolzwil wartete auf den FCD bereits die nächste Herausforderung. Im 1/16-Finale des IFV-Cups trafen die Wiggertaler auf den ambitionierten und kampfstarken FC Schüpfheim. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit mit einem Traumtor der Gastgeber drehte Dagmersellen nach dem Seitenwechsel mächtig auf. Mit viel Moral, Wille und einer starken Teamleistung kehrte der FCD die Partie und zog mit einem verdienten 3:1-Erfolg ins Achtelfinale ein.
Auf der schönen und gut bespielbaren Anlage Moosmättili entwickelte sich von Beginn an ein intensiver und schneller Cup-Fight. In den ersten Minuten tasteten sich beide Teams ab, wobei die Defensivreihen kaum etwas zuliessen. Schüpfheim versuchte, mit aggressivem Spiel und hohem Pressing Druck aufzubauen, kam zunächst aber nicht zu zwingenden Möglichkeiten. Die ersten gefährlichen Aktionen gehörten dann dem FCD: In der 17. und 23. Minute legte jeweils Dario Rölli auf, doch sowohl Pascal Schwizer als auch Raphael Taudien verpassten die Führung. Danach kam auch das Heimteam, das mit viel Schwung spielte, ebenfalls zu einigen vielversprechenden Situationen, doch wenn etwas aufs Tor kam, war Dominik Schüpbach stets zur Stelle. Manuel Weber glänzte zudem auf neuer Position aus der Abwehr mit Übersicht und vielen guten Zuspielen in die Tiefe.
Die Partie bewegte sich auf gutem Niveau, wurde mit zunehmender Dauer jedoch immer ruppiger. Gerade die robust auftretenden Gastgeber führten einige Zweikämpfe äusserst hart. Die aufgeheizte Stimmung wurde zusätzlich durch Zurufe und Einwirkungen von der Trainerbank der Gastgeber angeheizt. Auch David Bernet bekam dies bei einem starken Vorstoss zu spüren. In dieser Phase liess die Spielleitung leider die nötige Konsequenz vermissen. Als vieles bereits auf ein torloses Remis zur Pause hindeutete, fiel dann doch noch der Führungstreffer für das couragiert aufspielende Schüpfheim. Nach einem Prellball kam Lochmann an den Ball und hämmerte diesen aus rund 18 Metern unhaltbar ins Lattenkreuz – ein Sonntagsschuss zum 1:0.
Der FCD reagierte umgehend und hätte beinahe noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielt. Nach einer Freistossflanke von Weber setzte Noah Tschopp einen Kopfball an die Lattenunterkante. So ging es mit einer knappen Führung der Gastgeber in die Kabinen. Bitter war zudem, dass David Bernet nach jenem harten Einsteigen mit Verdacht auf eine Hirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste. An dieser Stelle wünschen wir ihm gute Besserung und eine rasche Genesung.
Trainer Diethelm reagierte mit einem Dreifachwechsel und brachte frische Kräfte ins Spiel. Was danach folgte, war bemerkenswert. Trotz der harten Gangart und der aufgeheizten Atmosphäre liess sich der FCD nicht aus dem Konzept bringen und trat mit enormem Vorwärtsdrang auf. Bereits in der 49. Minute kam Schwizer zur ersten guten Möglichkeit. Drei Minuten später fiel der verdiente Ausgleich. Livio Rölli lancierte Marc Leuppi, der wiederum Pascal Schwizer perfekt in Szene setze. Dieser umkurvte den herauslaufenden Torhüter Emmenegger und schob den Ball souverän zum 1:1 ins Netz. Der FCD blieb nun am Drücker und kam zu weiteren Chancen. Mike Blum verpasste per Kopf die Führung, ehe Emmenegger gleich zweimal in extremis gegen Schwizer und Leuppi rettete. In der 58. Minute scheiterte Leuppi mit einem starken Freistoss, den Nachschuss von Dario Rölli verfehlte das Tor nur knapp.
Nur eine Minute später war es dann so weit. Zwar scheiterte Schwizer zunächst an Emmenegger, doch Dario Rölli reagierte gedanklich schneller als die Schüpfheimer Abwehr und erzielte im zweiten Anlauf entschlossen den umjubelten Führungstreffer. Spiel gedreht! Und der FCD hatte noch nicht genug. In der 72. Minute legte Dario Rölli per Kopf auf den gut ins Spiel gekommenen Andrin Fischer auf, der sich durchtankte und den Ball herrlich ins lange Eck zum 1:3 schob. Schüpfheim spielte nun nicht mehr mit dem gleichen Elan wie in der ersten Halbzeit und versuchte es vermehrt mit langen Bällen. Diese wurden jedoch von der aufmerksamen Defensive des FCD souverän abgefangen. Auch Ersatzkeeper Schüpbach strahlte grosse Sicherheit aus. Einzig bei einem Eckball kurz vor Schluss wurde es noch einmal brenzlig, doch auch diese Situation überstanden die Wiggertaler. Auf der Gegenseite hätte Leandro Zurdo mit einem Pfostenschuss sogar noch auf 1:4 erhöhen können. So blieb es beim hochverdienten 1:3.
Hut ab vor dieser Leistung: Nach nur einem Ruhetag und mit einigen Veränderungen im Team bewies der FCD enorme Moral und liess sich auch von der harten Spielweise nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer beeindruckenden Steigerung nach der Pause drehte die Diethelm/Roth-Elf den Cup-Fight und steht damit im Achtelfinale, das Ende Oktober ausgetragen wird. Erfreulich war zudem das Comeback von Abwehrpatron Flavio Accola, der nach langer Verletzungspause erste Einsatzminuten sammeln konnte.
Weiter geht es am kommenden Sonntag in der Meisterschaft beim formstarken FC Nottwil (Anpfiff 14 Uhr, Bühlwäldli). Dort will der FCD seinen guten Lauf fortsetzen und hofft auf zahlreiche Unterstützung der FCD-Familie.
Telegramm FC Schüpfheim – FC Dagmersellen 1:3
Spielort: Moosmättili, Schüpfheim – Zuschauer: 150
Tore: 43. Tim Lochmann 1:0, 52. Pascal Schwizer 1:1, 59. Dario Rölli 1:2, 73. Andrin Fischer 1:3
Schüpfheim: Daniel Emmenegger, Nathan Stalder, Tim Lochmann, Patrick Emmenegger, Thomas Schumacher (60. Gian Rölli), Noel Hodel, Elias Dubler (65. Maurice Balmer), Manuel Studer, Kilian Wicki (42. Julian Eicher), Leon Gojani (78. Raphael Lustenberger), Nick Bieri
Dagmersellen: Dominik Schüpbach, Bernet, Blum, Weber, Stäuble, Tschopp, Taudien, Nexhipi, Dario Rölli, Scheidegger, Schwizer (Livio Rölli, Leuppi, Sampaio, Fischer, Zurdo, Kerlein, Accola).


























