
Zug 94 – FC Münsingen 1:2
Zug 94 meldet sich zurück und holt sich in Münsingen drei wichtige Punkte. Nach einer umkämpften ersten Halbzeit sorgten Flavio Caserta und Jan Tröster mit einem Doppelschlag innert vier Minuten für die Vorentscheidung. Trotz eines späten Gegentreffers vom Elfmeterpunkt brachten die Zuger den 2:1-Auswärtssieg über die Zeit und verschafften sich damit etwas Luft im Tabellenkeller.
Die Ausgangslage war klar: Nach zuletzt schwierigen Wochen wollte Zug 94 in Münsingen unbedingt ein Erfolgserlebnis feiern. Entsprechend ambitioniert gingen die Zuger in die Partie. Grosses Abtasten gab es nicht, stattdessen wurde von Beginn an um jeden Ball gekämpft. Spielerisch blieb die erste Halbzeit allerdings über weite Strecken zerfahren. Beide Mannschaften bemühten sich um Kontrolle, doch im letzten Drittel fehlte zunächst die Durchschlagskraft. Die beste Möglichkeit der Zuger hatte Flavio Caserta in der 21. Minute, als er nach einem Eckball zum Abschluss kam. Münsingens Torhüter Nietlispach war jedoch zur Stelle und verhinderte die Führung. So ging es torlos in die Kabinen.
Caserta zündet den Turbo
Nach dem Seitenwechsel übernahm zunächst Münsingen etwas mehr das Zepter und kam zu mehreren Abschlüssen. Die Gastgeber fanden jedoch nicht die nötige Präzision, um die Zuger Defensive ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der 62. Minute schlug dann die Stunde von Flavio Caserta. Der auf der linken Aussenverteidigerposition eingesetzte Zuger erhielt den Ball knapp vor der Mittellinie, nahm Fahrt auf und zog aus rund 25 Metern ab. Der Abschluss sass perfekt und schlug im rechten unteren Eck ein. Ein Sonntagsschuss mit bemerkenswerter Präzision, der bei den Zugern für grosse Erleichterung sorgte.
Viel Zeit zum Durchatmen blieb den Gastgebern nicht. Nur vier Minuten später legte Caserta nach. Diesmal brachte er den Ball von der Seite gefährlich in die Mitte, wo Jan Tröster goldrichtig stand und per Kopf auf 0:2 erhöhte. Innert kürzester Zeit hatten die Zuger die Weichen auf Auswärtssieg gestellt.
Doch Münsingen gab sich noch nicht geschlagen. In der 80. Minute verwandelte Joel Fuhrer einen Penalty zum 1:2 und machte die Schlussphase nochmals spannend. Die Gastgeber warfen alles nach vorne, während Zug 94 den knappen Vorsprung mit vereinten Kräften verteidigte. Auch eine letzte Möglichkeit in der Nachspielzeit änderte nichts mehr am Resultat.
Der Schlusspfiff brachte die Erlösung: Zug 94 feiert einen wichtigen Auswärtssieg und klettert auf den zehnten Tabellenrang. Nach den zuletzt enttäuschenden Resultaten ist dieser Erfolg ein willkommener Befreiungsschlag. Nun gilt es, das gewonnene Selbstvertrauen mitzunehmen, denn bereits am kommenden Wochenende steht die Cup-Qualifikation an.
































