Altdorfer Rückschlag im Abstiegskampf gegen Eschenbach

Eschenbachs Kevin Arnold (links) im Laufduell gegen Altdorfs Toni Pavic (Bild: Philipp Schmidli, Luzerner Zeitung).

Eschenbachs Kevin Arnold (links) im Laufduell gegen Altdorfs Toni Pavic (Bild: Philipp Schmidli, Luzerner Zeitung).

Gegen ein vor allem physisch besseres Eschenbach kam der FC Altdorf zu keinen Punkten. Eschenbach schuf sich über das ganze Spiel gesehen eine klare Feldüberlegenheit, schuf sich mehr Torgelegenheiten und siegte deshalb verdient.

Doppeltorschütze Sandro Zimmermann entscheidet das Spiel für Eschenbach. Die Seetaler gewinnen gegen die in Unterzahl spielenden Urner mit 2:1.

Es lief sehr wenig für den FC Altdorf an diesem Fussballabend, gilt es nach dieser Niederlage festzustellen. Von Anfang an wurden die Gäste von den Luzernern hinten hineingedrückt. Eschenbach zeigte sich schon in der Anfangsphase bissiger, robuster und präsenter. Die Gastgeber kamen dann in der zweiten und zehnten Minute folgerichtig zu hochkarätigen Chancen, aber zuerst rettete Kevin Epp mit einer guten Parade, danach verzog ein Luzerner aus bester Position knapp. Altdorf kam in dieser Startphase kaum einmal hinten heraus und bei den ersten zögerlichen Angriffen verletzte sich Simon Lustenberger und musste durch Lars Zgraggen ersetzt werden. Dieser zeigte dann in der Folge zwar eine durchaus gute Leistung, lief viel, kämpfte gut und konnte durch seine Spritzigkeit ab und zu einen Akzent setzen. Ein Abnehmer für die hohen weiten Bälle aus der Altdorfer Deckung konnte er jedoch naturgemäss nicht sein.

So dominierte Eschenbach die Partie weiterhin, kam aber gegen die nun besser stehende Urner Abwehr kaum mehr zu guten Torchancen. Doch gerade als sich der Abwehrblock als ganzes immer besser auf die Eschenbacher Angriffe eingestellt hatte, von hinten heraus die Angriffe besser eingeleitet wurden und sich das Spielgeschehen ausgeglichen hatte, musste André Gnos in der 35. Minute verletzt ausgewechselt werden und Nachwuchsspieler Nino Poletti übernahm seinen Platz. Aber wie eingangs erwähnt, es lief wenig für den FC Altdorf an diesem Tag. Kaum auf dem Platz, sprang Poletti der Ball vor dem eigenen Sechzehner an die Hand und obwohl weder eine Absicht erkennbar war und auch weit und breit kein Eschenbacher stand, dem durch diese Aktion eine Torchance genommen worden wäre, schickte der Schiedsrichter den Altdorfer mit rot vom Platz. Altdorf musste sich wieder neu sortieren, brachte aber immerhin das 0:0 in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte machte dann Eschenbach wieder Druck und Altdorf konnte sich nur vereinzelt hinten lösen. In der 56. Minute fiel dann nach einer guten Kombination der verdiente Eschenbacher Führungstreffer. Altdorf versuchte zwar zu reagieren, aber als in der 61. Minute ein Prellball im Urner Strafraum einem Eschenbacher vor die Füsse fiel und dieser aus kurzer Distanz einschiessen konnte, war eine Vorentscheidung gefallen. In der Folge nutzte Eschenbach nämlich die numerische Überlegenheit geschickt, hielt den Ball meiste in den eigenen Reihen und so die Gefahr vom eigenen Tor fern. Trotzdem – ab der 80. Minute gab es für den FC Altdorf nochmals kurz Hoffnung trotz aller Widerwärtigkeiten noch wenigstens einen Punkt zu holen. Dann pfiff der Schiedsrichter nach einem Rencontre im Luzerner Sechzehner Penalty für Altdorf. Zwar nicht ein so klarer Fehlentscheid wie die rote Karte, aber auch etwas zweifelhaft. Wie dem auch sei. Samuel Lustenberger schoss sicher zum Anschlusstreffer ein.

In der Schlussphase liess dann Eschenbach nichts mehr anbrennen und brachte den knappen Vorsprung über die Runden. Für Altdorf gilt es nun sich wieder aufzurappeln und mit neuem Elan das Glück wieder auf seine Seite zu zwingen.

Telegramm FC Eschenbach – FC Altdorf 2:1 (0:0)
Weiherhus. – 170 Zuschauer. – SR Louis. – Tore: 56. Zimmermann 1:0. 61. Zimmermann 2:0. 81. Samuel Lustenberger (Foulpenalty) 2:1. – Eschenbach: Bachmann; Emmenegger, Duss (32. Arnold), Stauber, Sager; Bächler, Mazoll, Stocker, Walker (82. Barmet); Felder, Zimmermann (92. Müller). – Altdorf: Epp; Gnos (35. Poletti), Pavic, Dario Zgraggen, Ndombele; Kartal Gil (78. Markus Zurfluh); Gisler, Samuel Lustenberger, Pirmin Baumann; Simon Lustenberger (10. Lars Zgraggen), Mavembo. – Bemerkung: 44.Platzverweis Poletti (absichtliches Handspiel).