Ach die Wiesel… sie können einem ganz schön auf die Nerven gehen. Das tierische Exemplar in dem es Dir die Autokabel zerfrisst! Und das Maskottische des MNK Kuna Futsal Küssnacht, das an deinen Gehirnkabeln frisst und Dir mal Frust und mal Freude bereitet.
Zwei Mal frustrierten die Wiesel sich und ihre Zuschauer, doch gaben sie Ihnen auch Drei Mal Grund zur Freude, und so überwog dieses Verhältnis von Freude und Frust mit 3:2. Am Ende eines schönen Novembertages siegten die Innerschweizer in der heimischen Ebnethalle gegen den Aufsteiger aus Zürich, Dinamo US Avellino Zurigo, mit 7:4.
Die Wiesel haben sich für ihre 11. Saison, ihre Fünfte In der NLA, viel vorgenommen. Doch die Wiesel, wären nicht die Wiesel, wenn sie nicht zwischendurch mal die Orientierung verwieseln. Zuerst mussten alle Wiesel eingefangen werden, damit sie pünktlich loswieseln konnten. Doch einige wurden erst später eingefangen und kamen so etwas später zur Wieselparty. Andere wiederrum hatten sich gut in den warmen Motorräumen versteckt und blieben so der Wieselparty fern.
Die ersten 7 Wiesel
Doch der Reihe nach… die Wiesel welche zuerst gefangen wurden, gingen durch Wieselcaptain Henrique Bem nach einem strammen Freistoss mit 1:0 in Führung. Gespielt waren da 1 Min. 17 Sek.! Guter Start wollte man meinen. Doch diese erstgefangenen Wiesel waren noch von der Jagt etwas gestresst und verwirrt und gaben innerhalb von 2 Min. 57 Sek., nach einem Doppelpack von Pablo Giacobbo, die Führung aus der Hand. 1:2 aus Sicht der Innerschweizer. So ein Mist, dachte sich da schon der ein oder andere. Doch es hätte auch gut und gerne schon höher stehen können, hätte Wieseltorspieler Alessio Procopio sich nicht ein ums andere Mal auszeichnen können…
Die zwei neuen Wiesel
…das auf die Jagd entsandte verletzte Wiesel Balu Ndoy, schaffte es noch zwei wieselflinke junge Wiesel irgendwo draussen im Grosstadtdschungel von Zürich einzufangen und mit an die Party der Küssnachter Wiesel zu bringen. 13 Min. 52 Sek. der 1. Halbzeit waren gespielt, als die zwei Wiesel-Neuzugänge Lewis Tavares und Joe Mukinisa den Küssnachter Hallenboden betraten. Es war noch genug Zeit, um die Wende vor der Halbzeitsirene herbeizuführen, und so wieselten sie nun also los, die Wiesel. Nachdem Tavares und Mukinisa gut kombinierten, fand Bem den freistehenden Magnum Paulino frei vor dem Tor, der zum 2:2 Ausgleich treffen konnte. 13 Sek. vor dem Halbzeitpfiff setzte erneut Kapitän Bem, den sich freilaufenden Mukinisa mustergültig in Szene, der auf 3:2 erhöhte und so wieder den alten Abstand herstellte. PAUSE!! Huuuhhh…
Die Gäste schlagen zurück
Zurück aus der Kabine waren den Wieseln die Jagdstrapazen immer noch anzumerken. 2 Min. 58 Sek. waren in der Zweiten Halbzeit gespielt, da hatte Avellino das Spiel wieder zu seinen Gunsten gedreht. Marin Wiskemann verwertete einen Pass in die Tiefe kaltschnäuzig zum 3:3 Ausgleich, ehe 38 Sek. danach eben dieser Wiskemann für Jonathan Truninger zur 4:3 Führung für die Gäste auflegte. Wieder Frust beim Küssnachter Anhang. Doch muss man auch bemerken, dass die Zürcher die wieselschen Unaufmerksamkeiten clever ausnutzten. Beide Tore fielen nach Einkicks!
Bem drückt dem Spiel den Stempel auf
Die Wiesel rauften sich wieder zusammen und waren nicht immer mit den Entscheidungen der Unparteiischen einverstanden, doch erging es den Gästen gleich und so stellte man sich drauf ein und konzentrierte sich wieder aufs Spiel. Es dauerte bis zur Schlussphase der Zweiten Hälfte, als die Wiesel nochmals aufdrehten und die Zürcher in Schwierigkeiten brachten. In den letzten Fünf Minuten fanden die Wiesel wieder zu ihrer Spielfreude und erfreuten so nochmals ihre kritischen Zuschauer. Wieselcaptain Bem liess, nach einer wunderbaren Kombination über Mukinisa und Tavares, seinen Doppelpack zum 4:4 Ausgleich folgen. Beim 5:4 durch Gabriel Teixeira war es Bem, der die Ecke ausführte. Doch für seinen Hattrick, liess er sich was ganz besonderes einfallen. Ein Torpedo aus halblinker Position hoch in den ersten Winkel, erzielt mit der „Picke“, brachte die Ebnethalle zum Beben. Ein herrlicher Treffer zum 6:4. Drei Treffer innerhalb von 54 Sek. Die Vorentscheidung! Darum lohnt es sich am Wochenende in die Halle zu kommen!!! Und als ob Bem nicht schon oft genug an diesem Sonntag seine Füsse in den entscheidenden Momenten im Spiel hatte, schickte er zum Schluss nochmal Mukinisa auf die Reise, der sich den Ball ausgezeichnet vorlegte und Avellinos Torspieler Federico Verri mit einem frechen Chip düpierte. Der Debütant glänzt gleich in seinem ersten Spiel für Kuna Futsal Küssnacht mit einem Doppelpack. Schöner kann ein Einstand nicht sein.
Fazit
Die Wiesel setzen sich am Ende durch ihre individuelle Stärke durch. Doch besteht noch Potenzial nach oben bei ruhenden Bällen und vor allem bei den Umschaltmomenten von Offensive nach Defensive.
Nächstes Spiel
Am kommenden Sonntag 18.11.2018 geht es für die Wiesel nach Herrliberg in die Sporthalle Langacker. Es kommt zum Derby auf Zürcher Boden gegen den Nachbarn aus Luzern. Anpfiff ist um 11 Uhr.
Die Luzerner verloren ihr Auftaktspiel gegen die Futsal Löwen Zürich mit 2:6. Dinamo US Avellino Zurigo empfängt um 13 Uhr die AS Jogaleros aus Lugano, welche ihr erstes Spiel Forfait 0:3 verloren. Gastgeber Union 7 Futsal Club Zürich, welche von diesem Forfait profitierten, messen im Zürcher Derby ab 15 Uhr ihre Kräfte gegen die Futsal Löwen Zürich. Für Spannung ist somit bestimmt gesorgt.
Telegramm MNK Kuna Futsal Küssnacht – Dinamo US Avellino Zurigo 7:4 (3:2)
Sonntag 11.11.2018, Sporthalle Ebnet, Küssnacht am Rigi; SR: Julian Müller, Nicolas Morf.
Tore: 2. Bem (Freistosstor) 1:0; 7. Giacobbo 1:1; 9. Giacobbo 1:2 (Truninger); 19. Paulino (Bem) 2:2; 20. Mukinisa (Bem) 3:2; 23. Wiskemann (Wyss) 3:3; 23. Truninger (Wiskemann) 4:3; 35. Bem (Tavares) 4:4; 35. Teixeira Machado (Bem) 5:4; 36. Bem 6:4; 40. Mukinisa (Bem) 7:4.
Verwarnungen: 14. Teixeira Machado (Gelb/Foul); 33. Zeba (Gelb/Reklamieren).
MNK Kuna Futsal Küssnacht: Procopio; Teixeira Machado; Zeba, Destani; Bem; Paulino, Tavares, Mukinisa, Matijevic.
Dinamo US Avellino Zurigo : Verri; Wyss; Truninger, Wiskemann; Rende; Giacobbo, Krummenacher, Chieffo, Miccoli, Racioppi, Leichtle.
Bemerkungen: Kuna Futsal ohne Figueiredo Dias (Gesperrt), Ndoy, Nabarro und Lustenberger (alle Verletzt), Mavembo, Pes Campello und Alcantara (alle Ferien), Hönger und Gregorio Cappellini (Privat).






























