
Nach starkem Saisonauftakt begann Altdorf I zu schwächeln und befindet sich zur Halbzeit in gefährlicher Nähe der Abstiegszone.
Die Unsicherheit war gross vor dem ersten Meisterschaftsspiel, denn hinter dem Hauptortverein lag eine durchzogene Vorbereitung. So reiste das Altdorfer Fanionteam mit wenig Kredit zur ersten Partie der Saison, zum Tessiner 2. Liga regional Aufsteiger FC Paradiso. Ein 2-2 war das in der Nachbetrachtung sehr positive Resultat. Denn was damals viele noch nicht ahnen konnte, es war lediglich eines von drei Unentschieden, welche der alles dominierende FC Paradiso (aktueller Leader mit 7 Punkten Vorsprung) in dieser Saison bislang zu verzeichnen hatte.
Was folgten waren zwei spielerisch starke und selbstbewusste Auftritte gegen den FC Eschenbach und Kickers Luzern. Altdorf I schnupperte so nach drei Spielen mit 7 Punkten gar an den Spitzenplätzen. Als Lohn folgte der Spitzenkampf gegen den FC Sursee, eine Mannschaft, die ganz andere Ziele verfolgt als die Urner Hauptörtler. Und auch dort, war Gelb/Schwarz ebenbürtig, erst im letzten Spieldrittel zollte die Mannschaft von Samuel Lustenberger, Dominic Herger und Simon Lustenberger dem hohen Tempo etwas Tribut und wurde prompt mit einer unglücklichen 0-1 Niederlage bestraft. Auch wenn die Niederlage zu diesem Zeitpunkt alles andere als dramatisch war, wurden an diesem Sonntag wohl die Weichen für einen anderen Saisonverlauf gestellt. Das Altdorfer Fanionteam holte in den letzten 8 Spielen genau gleich viele Punkte, wie in den ersten drei und befindet sich dadurch zur Saisonhalbzeit statt im sicheren Mittelfeld, mitten im Abstiegskampf auf Platz 10, punktgleich mit Kickers Luzern und dem auf dem Abstiegsplatz klassierten FC Ibach.
Um die Ursachen dieser Trendwende zu finden, braucht es einen genaueren Blick auf die vergangenen Spiele. Einerseits belohnte Altdorf I sich in Partien wie gegen den AC Taverne oder den FC Sarnen nicht für den grossen Aufwand, andererseits machten sich die Urner mit zu vielen Eigenfehler – vor allem in den letzten Partien – das Leben oft unnötig selber schwer. Dass man sich dann in Spielen wie gegen den FC Hergiswil, den FC Brunnen oder auch den AS Novazzano nach Gegentoren teilweise fast komplett hängen lies, vereinfacht die Ausgangslage auch nicht wirklich. Was jedoch positiv herauszustreichen ist, war der Cupauftritt gegen den FC Liestal. Auch da kam zweimal der Rückstand und mit viel Charakter und Einsatz kämpfte sich das Team zurück und bog gar auf die Siegesstrasse ein. Diese Cupeinstellung wird es auch für die zweite Meisterschaftshälfte brauchen. Die Spiele in Runde 2 und 3 gegen Eschenbach und Kickers Luzern werden kapital sein für die weitere Meisterschaft. Eben Spiele mit richtigem Cupcharakter.
Apropos Cup: Dort ist der FC Altdorf nach Spielabbruch (111. Minute, Stand 3-2 für Altdorf) und anschliessendem Forfaitsieg weiter voll im Rennen. Am Samstag, 20. April 2019 trifft Altdorf I auswärts auf den FC Sarnen, gewinnen die Urner dieses Spiel, werden sie im Frühsommer zu Hause gegen den FC Uster oder Perlen-Buchrain die Finalissima um den Einzug in den Schweizer Cup bestreiten. Doch nun steht erstmals die Winterpause auf dem Programm. Ob der FC Altdorf auf dem Transfermarkt tätig wird oder nicht, dazu wollte die sportliche Leitung zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage machen. Man werde nun zuerst einmal die Vorrunde intensiv analysieren. Ein fixer Abgang ist aber schon bekannt. Joël Ndombele verlässt den FC Altdorf nach zwei Jahren aus schulischen Gründen, er wird im Frühling in Neuenburg sein Studium fortsetzen. Für Altdorf I startet die Vorbereitung Mitte Januar, fortgesetzt wird die Meisterschaft am Sonntag, 17. März zu Hause gegen den Spitzenreiter FC Paradiso.






























