
Die Muotatdörfler verlieren gegen den direkten Konkurrenten Kickers Luzern mit 3:1 und rutschen damit wieder unter den Strich.
Etwas überraschend stand Camenzind bereits wieder in der Startformation. Ibachs junger Offensivspieler beendete vor kurzem seine Rekrutenschule und er ersetzte den verletzten Jurca im Sturm.
Beiden Team merkte man in der Startphase an, dass eine Niederlage unter allen Umständen vermieden werden sollte. Das Spiel fand vor allem im Mittelfeld statt und keiner der Akteure spielte risikoreich. Es waren die Gäste aus dem Muotadorf, welche durch Osella und Auf der Maur nach einem Eckball ein erstes Mal gefährlich vor dem Tor agierten – keine der beiden konnte den Ball aber über die Linie drücken.
Führung für die Kickers
In der Folge wurden die Luzerner offensiver und versuchten, das Zepter in die Hand zu nehmen. Ibach stand in dieser Phase viel zu tief und kassierte in der 18. Minute mit dem 1:0 prompt die Quittung. Würmli schoss das Heimteam nach einem schönen Angriff in Führung. Die Blau-Weissen reagierten kurz darauf mit dem Ausgleich. Camenzind lenkte einen strammen Schuss von Gonçalves unhaltbar für Strässle zum 1:1 in die Maschen.
Das Gegentor schockte Kickers nicht sonderlich und der Absteiger hätte bis zum Pausentee eigentlich in Führung gehen müssen. Koller behielt sein Team mit guten Paraden aber weiter im Spiel. In der 50. Minute hatte Ibach ein weiteres Mal grosses Glück. Bijelic konnte einen Flankenball im Strafraum mutterstellenallein mit der Brust annehmen und sich die Ecke aussuchen – aber auch dieser Schuss zischte am Pfosten vorbei.
Die Blau-Weissen zeigten in dieser Phase ebenfalls aussichtsreiche Aktionen nach vorne und kamen durch Gonçalves in der 55. Minute zu einer guten Chance. Kurz darauf hätten die Ibächler in Führung gehen müssen. Camenzind dribbelte sich im Strafraum herrlich frei. Sein Schuss wurde von Keeper Strässle geblockt und auch Schlegel konnte seinen Nachschuss nicht im Netz unterbringen.
Heimteam mit der Entscheidung
Die Luzerner waren auch in der zweiten Halbzeit das aktivere Team und gingen in der 68. Minute wieder dem Spielverlauf entsprechend in Führung. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung der Gäste konterte das Heimteam blitzschnell und Würmli vollendete alleine vor Koller zum verdienten 2:1.
Ibach wirkte geschockt, hatte Mühe eine Reaktion zu zeigen und wirkte ideen- und konzeptlos. Auch die vorgenommenen Einwechslungen brachten nicht den erhofften Effekt, denn Kickers Luzern wirkte an diesem Nachmittag schlichtweg wacher, williger und wurde in der 84. Minute mit dem 3:1 belohnt. Antes vollendete einen schönen Angriff alleine vor dem Tor und sorgte damit für die endgültige Entscheidung.
Mit dieser Niederlage rutscht die Stöckli-Elf wieder unter den Strich und es benötigt nun in den letzten drei Partien eine klare Steigerung. Zwei Siege sind gefordert, will man den Verbleib in der 2. Liga interregional noch schaffen.
Telegramm FC Kickers Luzern – FC Ibach 3:1 (1:1)
Sportplatz Tribschen, Luzern. – 310 Zuschauer. – SR: Jerkic. – Tore: 18. Würmli 1:0, 21. Camenzind 1:1, 68. Würmli 2:1, 85. Ates 3:1. – FC Kickers Luzern: Strässle; Mamo Kidane, Glatt, Kokanovic, Munduki; Fischer, Brzovic, Villiger; Marinkovic (59. Paluishi); Würmli, Bijelic (79. Ates). – FC Ibach: Koller; Lüönd, Osella, Schelbert; Pastva, Matoshi (87. Schäuble), Manuel Reichmuth, Auf der Maur (78. Tim Reichmuth), Gonçalves; Camenzind (78. Weickert), Schlegel (67. Etemi). – Bemerkungen: Ibach ohne Annen (Ausland), Sejdiji (gesperrt) und Jurca (verletzt). – Verwarnungen: 29. Matoshi, 76. Brzovic (beide wegen Foulspiel).



























