Spielbericht FC Ibach
Ibach schlägt den FC Sursee knapp mit 1:0. Dieser Sieg bedeutet eine Runde vor Schluss den definitiven KJlassenerhalt in der 2. Liga interregional.
Vor Anpfiff des letzten Heimspiels verabschiedete Präsident Ralph Gwerder Ersatztorhüter Tomas Salajka und Manuel Reichmuth, welcher den FC Ibach verlässt, und in der kommenden Saison beim SC Goldau in der 1. Liga seine Fussballschuhe schnüren wird.
Frühe Führung für Ibach
Die Platzherren gingen bereits in der 5. Minute in Führung. Der pfeilschnelle Schelbert entwischte der Luzerner Abwehr und düpierte mit seinem Flachschuss auch Torhüter D Ovidio aus grosser Distanz in der nahen Ecke – ein Start nach Mass für den FC Ibach.
Auch in der Folge gaben die Blau-Weissen klar den Ton an und dominierten die Partie nahezu nach Belieben. Es fehlte einzig das zweite Tor, denn es scheiterten sowohl Sejdiji (13.) als auch Manuel Reichmuth (23.) nur ganz knapp. Sursee enttäuschte in der ersten Halbzeit und es dauerte geschlagene 30 Minuten, ehe die Gäste durch Steinmann zum ersten gefährlichen Abschluss kamen. Koller klärte aber gekonnt und bewahrte sein Team vor dem Ausgleich. Ibach, wieder mit dem spielfreudigen Sejdiji, kam kurz darauf zur nächsten Topchance. Ibachs Stürmer schloss aber etwas zu überhastet ab und sein Heber zog zum Leidwesen der zahlreichen Zuschauer am Pfosten vorbei.
Gäste legen einen Gang zu
Die Luzerner erhöhten nun die Gangart und kamen kurz vor der Pause zu einem Hochkaräter. Nach einem sehenswerten Angriff scheiterte Steinmann mit seinem Schuss aber ebenfalls klar.
Auch nach dem Pausentee wirkte die Bader-Elf nun um einiges aktiver und wacher. So konnte in der 47. Minute Malbasic, zwar stark abseitsverdächtig, von der Seite her allein auf Koller losziehen – aber auch dieser Abschluss landete nicht im Netz. Ibach hatte nun Mühe und produzierte viele Fehlpässe, Stellungsfehler und hatte in der 50. Minute Glück, dass der souveräne Referee Jevremovic das Tor von Frey wegen Offside aberkannte. Gleiches wiederfuhr einige Minuten später Ibachs Matoshi – auch sein Tor wurde wegen eines knappen Abseits nicht gewertet.
Sursee mit Pech im Abschluss
Die Gäste gaben nun klar den Takt vor an und kamen durch Ehrler (60.) und wiederum Steinmann (65.) zu hochkarätigen Abschlüssen. Es roch nun auf dem Gerbihof förmlich nach dem Ausgleich. Als dann auch Graf in der 77. Minute das Leder nach einem toll vorgetragenen Angriff nur an den Pfosten haute wusste man, dass Fortuna an diesem Abend wohl auf Seiten der Muotadörfler war. Die Luzerner warfen nun alles nach vorne und die Stöckli-Elf kam damit zu einigen aussichtsreichen Konteraktionen. Aber auch hier konnten die Chancen nicht genutzt werden und so blieb es bis zum Schluss spannend und zuweilen auch etwas hektisch.
Sieg und Ligaerhalt
Trotz allem reichte der knappe Vorsprung und Ibach rettete das 1:0 schlussendlich mit viel Einsatz und etwas Glück über die verbleibende Zeit. Dieser Sieg und die damit verbundenen drei Punkte bedeuten für die Blau-Weissen eine Runde vor Schluss den definitiven Ligaerhalt in der 2. Liga interregional. Das Team von Flurin Stöckli und Gabriel Gabriel hat sich diesen Erfolg mit einer starken Rückrunde verdient und kann nun die das letzte Spiel auswärts gegen Perlen ganz entspannt vorbreiten und angehen.
Spielbericht FC Sursee
Der schwache Start der Bader-Elf in der ersten Halbzeit rächte sich. Ibach verteidigte das frühe 1:0 und sicherte sich so den Ligaerhalt.
Ibach kam wie die Feuerwehr auf den Gerbihof. Bereits nach 6 Minuten enteilte Schelbert und bezwang D’Ovidio in der kurzen Ecke. Weckruf für Sursee? Weit gefehlt. Es waren die Einheimischen, die weiter den Ton angaben. Doch Schlegel und Sejdiji scheiterten am gut aufgelegten D’Ovidio im Sursee-Kasten. Es dauerte bis zur 30. Min ehe die Bader-Elf endlich zum Abschluss kam. Nach toller Vorarbeit von Frey verzog Steinmann aus kurzer Distanz. Nun glich sich das Spiel aus Sursee-Sicht endlich aus. Ibach war auf Konter gefährlich, Sursee mit Einzelaktionen. Malbasic verzog jedoch kurz vor der Halbzeit alleine vor Koller.
In der zweiten Hälfte nahm Sursee nun das Heft in die Hand. Es schien nur noch eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich Tatsache würde. Aber eben: würde. Graf, Frey und Steinmann scheiterten immer wieder an Koller im Ibach-Tor. Auf der Gegenseite lancieren die Einheimischen mit Kontern auch gefährliche Aktionen. Doch auch Sejdiji und Schlegel konnten nicht nachlegen.
Der verschlafene Start auf dem Gerbihof kostete so dem FC Sursee die Punkte. Ibach wollte mit einem Sieg den Ligaerhalt sicherstellen und dies ist ihnen gelungen.
Vorschau
Der Sieger dieses Derbys qualifiziert sich für die erste Hauptrunde im Schweizer-Cup. Beide Partien zwischen Sursee und Willisau waren in dieser Saison sehr umkämpft. Die junge Bader-Crew muss nun endlich ab der ersten Minute bereit sein, dem Kampf anzunehmen. Sie muss auch bereit sein, über 90 oder sogar 120 Minuten zu liefern.
Mittwoch, 12.6.2019, 20.00 Uhr (Cup-Qualifikation): FC Sursee – FC Willisau, Stadion Schlottermilch.
Der Gast aus Lugano hat noch die Hoffnung, den FC Paradiso in der Schlussrunde als Tabellenführer abzuholen. Es bedarf jedoch eines Sieges auf der Schlottermilch und Paradiso darf höchsten ein Unentschieden erzielen. Diese Ausgangslage wird einen topmotivierten Gegner auf die Schlottermilch bringen. Für die Bader-Elf darf es nun nicht zum Kehraus-Spiel werden. Die Mannschaft muss dem eigenen Anhang nochmals was zeigen.
Samstag, 15.6.2019, 18.00 Uhr: FC Sursee – FC Lugano U21.
Telegramm FC Ibach – FC Sursee 1:0 (1:0)
Gerbihof, Ibach. – 375 Zuschauer. – SR: Jevremovic. – Tore: 6. Schelbert 1:0. – FC Ibach: Koller; Lüönd, Osella, Schelbert; Pastva, Tim Reichmuth, Auf der Maur, Marclay (46. Matoshi); Manuel Reichmuth; Sejdiji (88. Etemi), Schlegel (72. Camenzind). – FC Sursee: D Ovidio; Prenrecaj, Elshani, Drozd, Feuchter; Wyder (41. Graf), Steinmann (70. Orana), Manuel (62. Balaj), Ehrler; Frey (77. Murati), Malbasic. – Bemerkungen: Ibach ohne Annen (Ausland), Jurca (verletzt) und Gonçalves (krank). – Verwarnungen: 12. Pastva, 76. Feuchter, 78. Graf (alle wegen Foulspiel).




























