Rotkreuz bleibt auch im siebten Spiel nach dem Aufstieg siegreich. Der Sieg gegen Sarnen musste aber hart erarbeitet werden.
Der FC Rotkreuz startete diesmal konzentriert und kontrollierte das Spiel. Nach knapp 10 Minute tauchte der erneut sehr agile, omnipräsente Wellington alleine vor Sarnen Hüter Sigrist auf, dieser verhinderte aber mit einer ganz starken Parade das sicher scheinende Führungstor für den FCR. Nachdem auch «Guto» Campello seinen Kopfball nicht wunschgemäss platzieren konnte, flachte das Spielgeschehen zusehends ab. Rotkreuz hatte zwar gefühlte 70% Ballbesitz, konnte sich aber für einige Zeit keine klaren Gelegenheiten mehr erspielen gegen die solidarisch verteidigende, beherzt kämpfende junge Sarner Truppe. Es brauchte dann in der 28. Minute einen Energieanfall von Wellington welcher einen verloren geglaubten Ball im Mittelfeld zurückeroberte, schnell in die Spitze zu Balu Ndoy weiterspielte, via dem der Ball zu Dragan Gyorgiev gelangte. Dieser verschaffte sich mittels einer Körpertäuschung im Sechzehner der Sarner den benötigten Raum für seinen Schlenzer welcher unerreichbar für Sigrist zum 0:1 für die Zuger Gäste führte. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause.
Paukenschlag zum Anfang der zweiten Hälfte
Der FCR versuchte gleich nach der Pause nachzulegen und schaffte dies auch. In der 49. Minute war es Davide Palatucci welcher eine Situation im Sarner Strafraum am schnellsten antizipierte und die Führung mit dem 0:2 ausbauen konnte. Anstatt den Druck weiter hoch zu halten, schaltete der FCR nun aber viel zu früh in den «Verwaltungsmodus». Die Sarner, welche keineswegs resignierten ob des Rückstandes gegen die klar spielstärkeren Gäste, witterten nun nochmals Ihre Chance welche prompt kam in Form von Eigenfehlern/Passivität der Rotkreuzer. Erst liess man einen Sarner Offensivmann bis zum FCR Strafraum gewähren und frei zum Schuss kommen. Der Ball landete am Pfosten und der ebenfalls völlig allein gelassene FCS Stürmer Dominic Braschler netzte den Abpraller ohne Mühe zum Anschlusstreffer ein (60.).
Kurioses Ausgleichstor: In der 69. Spielten die Sarner einen langen Ball welcher vermeintlich ins Aus rollte. Der Ball wurde aber immer langsamer und kam auf der Rotkreuzer Torauslinie zum Stillstand. Weil weder FCR Torhüter Aaron Hönger noch Verteidiger Stefan Marinkovic den Ball klärten sondern darauf spekulierten, dass der Ball vollumfänglich über die Torauslinie rollen würde, konnte ein nachgelaufener Sarner den Ball in die Mitte spitzeln wo wiederum Braschler locker zum 2:2 einschieben konnte. Der FCR konnte aber nochmals nachlegen. Der zwischenzeitlich eingewechselte Lewis Tavares narrte gleich drei Sarner und legte schön für Goalgetter Gyorgiev auf. Dieser liess sich nicht zweimal bitten und so führte der FC Rotkreuz wieder mit 3:2. Weil der FCR anschliessend grob fahrlässig noch zwei, drei ausgezeichnete Gelegenheiten ausliess um das Spiel endgültig zu entscheiden, blieb Sarnen im Spiel. So kam Sarnens Livio Wirz kurz vor Spielende nochmals zu einem Abschluss aus halblinker Position. Sein Schuss strich aber knapp über die entferntere Torecke und so blieb es beim – insgesamt sicher zu knappen- Gästesieg.
Fazit: Da die spielbestimmenden Rotkreuzer die sich bietenden Chancen nicht mit der letzten Konsequenz nützten, blieben die taktisch klug spielenden Sarner bis zum Schluss im Spiel. Trotzdem war der Sieg für den FCR anhand der klar grösseren Spielanteile sicher verdient, wenn gleich die Erlachner Truppe sicher schon wesentlich bessere Auftritte abgeliefert hat als gegen die Obwaldner unter Ex-FCR Trainer Roger Mathis. Im nächsten Heimspiel trifft der FC Rotkreuz nun auf den FC Brunnen (Sportpark Kunstrasen, Samstag 21. September, 18:00 Uhr). Dieser hat mit dem Punktgewinn gegen Taverne unter der Woche nach einem resultatmässig schwachen Saisonstart zuletzt aufsteigende Tendenz bewiesen.
Telegramm FC Sarnen – FC Rotkreuz 2:3 (0:1)
Seefeld – 250 Zuschauer – SR Gojani.
Tore: 28. Gyorgiev 0:1. 49. Davide Palatucci 0:2. 60. Braschler 1:2. 69. Braschler 2:2. 73. Gyorgiev 2:3. – Sarnen: Sigrist; Brnic, Cekovic, Tschopp, Omlin; Merola (75. Dos Santos Urbano), Almeida Lopes, Würsch; Rohrer (83. Durrer), Braschler (80. Jarczyk), Wirz. – Rotkreuz: Hönger; Mattia Palatucci, Canzian, Marinkovic, Gashi; Gyorgiev (88. Mehicic), Wellington, Nabarro, Campello; Davide Palatucci, Ndoy (66. Tavares).































