Marco Wiget mit Captainbinde zum Abschied

Marco Wiget feierte am Sonntag seinen Abschied beim SCK mit den Fans (Bild: REGIOfussball.ch).

Marco Wiget feierte am Sonntag seinen Abschied beim SCK mit den Fans (Bild: REGIOfussball.ch).

Am Sonntag ist die Profikarriere des Brunners Marco Wiget zu Ende gegangen. Nach Stationen bei der FCL-U21, Tuggen, Breitenrain und nun sieben Jahre beim SC Kriens lief er zum letzten Mal für den Challenge-League-Club auf.

Marco Wiget nach dem Spiel mit seine persönlichen Fans im Stadion Kleinfeld (Bild: Facebook).

Zum Abschied spielte der 29-Jährige durch und feierte einen 2:1-Sieg gegen Vaduz. Nun wechselt er zum Stammclub FC Brunnen. Laura Inderbitzin

Sportredaktorin Laura Inderbitzin («Bote der Urschweiz») hat Wiget gestern Montag interviewt.

Wie haben Sie Ihr letztes Spiel für Kriens erlebt?

Es war sehr speziell, und viele Emotionen waren dabei. Nach sieben Jahren sind das Team und der ganze Club zur Familie geworden. Das klingt wie eine Floskel, aber es ist so. Ich weiss ehrlich gesagt noch gar nicht genau, was ich sagen soll … ich habe es noch nicht ganz realisiert.

Konnten Sie Ihren letzten Auftritt trotzdem geniessen?

Ja. Natürlich war ich im Spiel konzentriert, aber es gab auch Unterbrüche, in denen ich mal fünf Sekunden Zeit hatte, um alles aufzusaugen. Oder ich habe auf die Matchuhr geschaut und mir gedacht: «Wow, nur noch 30 Minuten, und dann ist es fertig.» Und zwar nicht nur das Spiel ist fertig, sondern es ist wirklich fertig.

Sie durften Ihre Profikarriere als Captain beenden, obwohl Sie die Binde normalerweise nicht tragen. Wie ist es dazu gekommen?

Das war Zufall. Es machte meinen letzten Einsatz aber doppelt speziell. Ich war schon immer dritter Captain, und weil Burim Kukeli verletzt ist und Jan Elvedi bereits gewechselt hatte, kam die Binde zu mir. Sie war ein schönes «Zückerli» zum Abschied.

Wie haben Sie sich nach dem Spiel verabschiedet?

Schon im Training habe ich mich vorbedankt und vorverabschiedet. Am Sonntag habe ich in der Kabine natürlich noch einmal mit allen gesprochen, und wir organisieren gerade noch ein Treffen. Es hat aber sicher geholfen, dass mein Abgang schon länger klar war. So konnte ich langsam damit klarkommen. Und ich höre ja nicht gleich ganz auf, sonst wäre es etwas anderes.

Stimmt, Sie wechseln zurück nach Brunnen. Wie sehr freuen Sie sich?

Extrem. Wieder mit meinen Jugendfreunden zu spielen, wird super. Jetzt mache ich Ferien, aber nächste Woche gehts los – die anderen sind ja schon lange in der Vorbereitung. Klar wird es anders als in Kriens. Und doch ist es überall dasselbe: Am Ende will man jeden Match gewinnen.