
Nach einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte hatten in der zweiten Hälfte erst die Gäste aus dem Solothurnischen einige gute Gelegenheiten zu skoren ehe in der Schlussviertelstunde auch der FC Rotkreuz noch die Chance zum Lucky Punch hatte.
Die erste Hälfte ist kurz zu beschreiben. Rotkreuz nach anfänglichen Problemen mit Feldvorteilen, allerdings konnte man sich gegen die aufsässigen, kompromisslos einsteigenden Gäste keine wirklich zwingenden Torchancen erspielen und da auch die Gäste bis dahin wenig Durchschlagskraft bewiesen, ging es torlos in die Pause.
Grenchen mit besserem Start nach der Pause
Der Start in die zweite Hälfte hatte es dann in sich: 48. Minute, der FCR kann einen Freistoss zwischen Seitenlinie und Sechzehner der Gäste spielen. Davide Palatucci will diesen kurz auf einen eigenen Mitspieler auflegen. Der einzige Spieler der aber auf diesen Ball eingeht, ist ein Grenchner Abwehrspieler. Dieser schaltet gedankenschnell um und lanciert den Konter. Die FCR Abwehr wird überlaufen und so muss der starke FC Rotkreuz Hüter Aaron Hönger beim Herauslaufen gegen den solo anstürmenden Angreifer Kopf und Kragen riskieren um die Gästeführung in Extremis zu verhindern. In der 51. Minute dann für einmal ein Fehler mittels Fehlzuspiel des ansonsten untadeligen Hönger. Zum Glück für den FC Rotkreuz geht der Lob nicht nur über den weit vor dem Tor stehenden FCR Keeper sondern auch ganz knapp über das Lattenkreuz anstatt ins leere Tor.
Der FC Rotkreuz reagiert darauf mit einem Doppelwechsel in der 56. Minute der allerdings für nicht wenig Erstaunen sorgt auf der Tribüne, werden doch die beiden sehr lauf- und kampfstarken Mattia Palatucci und Atdhe Gashi, seineszeichen einer der wenigen der sich offensiv nebst Davide Palatucci in der ersten Hälfte auch mal in einem 1 gegen 1 durchgesetzt hatte ausgewechselt, und mit Gyorgiev und Churlinov noch zwei weitere Stürmer eingewechselt. Am Spiel- bzw. Chancenverlauf ändert dies vorderhand nichts. Im Gegenteil. Nach einer schwächeren Phase sind es wieder die Gäste die zu den nächsten Gelegenheiten kommen. FCR Hüter Hönger kann sich erst bei einem gefährlichen Schuss auszeichnen (71. Minute) eher er mit einer ganz starken Parade in der 73. Minute einen Kopfball gerade noch aus der hohen Ecke fausten kann. Grenchen will nun mehr und dies eröffnet nun auch dem FC Rotkreuz die Räume, die man zuvor gegen die taktisch so diszipliniert spielenden Gäste vermisst hatte. In der 76. Minute ist es Dragan Gyorgiev der nach einem schönen Zuspiel im letzten Moment noch entscheidend bedrängt werden kann und so kann sein Schuss aus naher Distanz gerade noch behändigt werden.
Kurz darauf wird der andere Einwechselstürmer des FCR, Cvetan Churlinov im Sechzehner der Gäste getroffen. Die Gäste hätten sich hier über einen Penaltypfiff nicht beklagen können, dieser blieb aber aus. Die letzte Szene gehört nochmals dem Zugern. In der 92. Minute ist es Davide Palatucci welcher mit einem herrlichen langen Ball wiederum Gyorgiev lanciert. Dieser hat am nahen Pfosten zwei Optionen welche wohl den sicheren Lucky Punch für den FCR bedeutet hätten: entweder sofort selber abzuziehen bevor der Gästehüter verschieben konnte oder dann auf den völlig freistehenden Ndoy in den Fünfer quer zu legen. Gyorgiev entscheidet sich, allerdings erst mit Verzögerung, selber zu schiessen, der Torhüter ist aber in der Zwischenzeit in der nahen Ecke und kann den Ball gerade eben noch abwehren. Das war die letzte Torchance des Spiels und so endet die Partie torlos.
Fazit: Gerechtes Remis. Der FCR hatte insgesamt leichte Feldvorteile, hatte in der zweiten Hälfte aber Glück, das Grenchen seine Chancen nicht verwertete ehe man selber zu guten Gelegenheiten kam welche aber genauso vergeben wurden.
Telegramm FC Rotkreuz – FC Grenchen 0:0
Sportpark. – 150 Zuschauer. – Rotkreuz: Hönger; Mattia Palatucci (56. Gyorgiev), Canzian Da Silva, Latifi, Sacirovic; Davide Palatucci, Martino (77. Ndoy); Allou, Bicvic, Gashi (56. Churlinov); Seferagic. – Grenchen: Jefferey Grosjean; Schamberger, Bagashovski, Schläppi, Ledesma; Rihs, Aliu (56. Nussbaumer), Shaqiri (80. Salas); Essomba Menanga (77. Asamoah), Mbemba, Sperisen (82. Dakaj).



























