Trotz Überlegenheit: Kriens verliert gegen Vaduz

Der Krienser Ashvin Balaruban (rechts) im Duell gegen den Ex-Krienser Dario Ulrich (Bild: Dahiel Gehrig).

Der Krienser Ashvin Balaruban (rechts) im Duell gegen den Ex-Krienser Dario Ulrich (Bild: Dahiel Gehrig).

Es will einfach nicht. Gegen Vaduz waren die Krienser in der ersten Halbzeit besser, belohnten sich mit dem Ausgleich zum 1:1. Schön vorbereitet von Ashvin, traf Lino.

Das Tor war sehr verdient, weil die Krienser am Drücker waren, die Zweikämpfe mehrheitlich gewannen und flott nach vorne spielten. Immer wieder zu guten Umschaltmomenten kamen. Die Energie, sie stimmte auf jeden Fall.

Vaduz traf mit der ersten und einzigen Offensivaktion vor dem Seitenwechsel. Schwächte sich mit einer gelbroten Karte aber anschliessend selber und der SCK traf wie gesagt zwei Minuten später. Das passte.

Nach dem Seitenwechsel gings ähnlich weiter. Mit dem Unterscheid, dass die Innerschweizer ein, zwei ganz gute Torgelegenheiten ausliessen. Vaduz hatte weiterhin Mühe mit der Krienser Aufsässigkeit, stand aber kompakter, tiefer und das machte es dem SCK nicht wesentlich einfacher in Überzahl. Aber die Krienser kamen zu Chancen. Helios verpasste die Führung, Ashvin ebenfalls. Die Richtung sie stimmte und das Engagement weiterhin auch.

Aber plötzlich führte Vaduz wieder. Simone Rapp schoss, irgendwie. Der Ball wurde so abgefälscht, dass er über Joschua den Weg ins Gehäuse fand. Ein unmögliches Tor.

Auf der Gegenseite verpassen die Krienser den Ausgleich erneut. Albion mit der Megachance, zwei Meter vor Büchel. Unglaublich – wäre es nicht Fussball und wäre der SCK nicht in dieser Situation. Simone Rapp traf 20 Minuten später nochmal, nach einem stehenden Ball. Dazwischen suchten die Krienser den Ausgleich, waren phasenweise überlegen und nahe dran. Aber das Ding halt nicht drin.

Kriens-Captain Marijan Urtic war nach dem Schlusspfiff den Tränen nahe und sagte der «Luzerner Zeitung». «Die Enttäuschung ist riesengross, sie geht sehr, sehr tief. Es ist einfach nur traurig, wir belohnen uns für unsere guten Leistungen nicht.»

Der SC Kriens muss sich dem Vorwurf einer mangelnden Chancenauswertung stellen, aber so zu verlieren ist dennoch furchtbar. Positiv ist zu erwähnen, dass Enes nach seiner Pause von knapp acht Wochen wieder zurück ist. Der SCK hat in 16 Spielen gerade mal 6 Punkte geholt und somit 15 Punkte Rückstand auf den rettenden 9. Rang. Den Ligaerhalt können die Krienser faktisch abschreiben.

Am Freitag gehts im Kleinfeld gegen Aarau. Anpfiff 20.30 Uhr. Der Jahresabschluss im Kleinfeld.

Telegramm SC Kriens – FC Vaduz 1:3 (1:1)
Kleinfeld. – 650 Zuschauer. – SR Piccolo.
Tore: 23. Gasser 0:1. 42. Lang 1:1. 62. Rapp 1:2. 80. Rapp 1:3.
Kriens: Neuenschwander; Urtic, Isufi, Goelzer, Busset; Lang (82. Djorkaeff), Selasi, Mistrafovic (71. Yesilçayir); Balaruban (64. Avdijaj); Aliu (81. Sukacev); Sessolo (81. Marleku).
Vaduz: Büchel; Rahimi, Schmid, Simani; Ulrich, Gajic, Dobras, Gasser (70. Lüchinger), Hug (62. Obexer); Cicek (62. Sutter); Rapp.
Bemerkungen: Kriens ohne Costa, Bürgisser und Alessandrini (alle verletzt). Vaduz ohne Di Giusto, Wieser, Iodice, Ibrisimovic, Antoniazzi (alle verletzt. Platzverweis: 40. Simani (2. Gelb-Foul). Verwarnungen: 2. Goelzer, 10. Simani, 48. Mistrafovic (Fouls), 76. Avdijaj (Unsportlichkeit, 76. Rahimi (Unsportlichkeit).