SC Kriens: Drei geschenkte Tore in Thun

Rund 50 mitgereiste SCK Anhänger unterstützen in der Stockhorn Arena ihr Team (Bild: REGIOfussball.ch).

Rund 50 mitgereiste SCK Anhänger unterstützen in der Stockhorn Arena ihr Team (Bild: REGIOfussball.ch).

Der SC Kriens verliert auswärts gegen das Spitzenteam von Thun mit 1:3. Matchwinner ist Innenverteidiger Nikki Havenaar als Doppeltorschütze.

Trotz teilweise heftigem Schneefall konnten die Krienser gestern Abend auf einem tadellosen Untergrund kicken. Ein Dank an die Thuner-Rasenräumer am Samstagmorgen. Leider wars das dann mit den Nettigkeiten. Das Heimteam startete besser, druckvoll. Ja, Thun hatte sofort mehr Spielanteile und ein frühes Tor. Havenaar per Kopf nach dem ersten Eckball.

Gross beeinflusst hat der SCK dieses unnötige Gegentor allerdings nicht. Die Innerschweizer spielten angriffig, lauerten auf Gegenstoss-Möglichkeiten und stahlen sich immer wieder in die Platzhälfte der Thuner. Im Ansatz war das oft gut, vor dem Tor agierten sie aber mit zu wenig Durchsetzungskraft.

Viele klare Torgelegenheiten gabs dann in der Folge und mindestens bis zur Pause weder für Kriens noch für Thun. Auch die Berner Oberländer liessen in den entscheidenden Offensivmomenten zu häufig die Genauigkeit vermissen.

Das änderte sich aber nach dem Wiederanpfiff. Denn dann schlug Havenaar wieder zu. Wieder nach einer Ecke. Eine Kopie des 1:0. Dass der Zweimeter-Mann seine Stärken im Kopfballspiel hat, könnte allerdings auch bekannt sein.

Den dritten Treffer, kurz nach dem 2:0, markierte Kyeremateng nach einem Ballverlust von Kriens im Spielaufbau. Ärgerlich. Das Toreschiessen machten es die Krienser für Thun in allen Torszenen ziemlich einfach. Viel zu einfach. Dazwischen lieferten die Krienser keine schlechte Partie, im Schneetreiben von Thun und mit einer ziemlich langen Verletztenliste. Beispielsweise musste Mittelfeldmann Anthony Bürgisser als Aussenverteidiger ran.

Ja, der SCK hatte seine Momente. Auch in diesem Spiel. Hatte gute Szenen vor dem Thuner-Tor, konnte per Elfer, nach einem Thuner-Handspiel, verkürzen und besass dann in der Schlussphase auch mehr Spielanteile. Zu mehr als einem Elfmetertor reichte es aber dennoch nicht.

Am nächsten Samstag spielt der SC Kriens daheim gegen den FC Wil (18:00 Uhr, Kleinfeld).

Telegramm FC Thun – SC Kriens 3:1 (1:0)
Stockhorn Arena. – 1723 Zuschauer. – SR Huwiler.
Tore: 7. Havenaar 1:0. 56. Havenaar 2:0. 58. Kyeremateng 3:0. 82. Avdijaj (Handspenalty) 3:1.
Thun: Ziswiler; Dorn (85. Loosli), Havenaar, Sutter, Bürki; Castroman (85. Karlen), Fatkic; Dos Santos (63. Ndongo), Hasler (63. Gerndt), Schwizer (73. Josué); Kyeremateng.
Kriens: Neuenschwander; Urtic, Isufi, Busset, Bürgisser (79. Goelzer); Mistrafovic; Lang (79. Sukacev), Aliu, Yesilçayir (65. Selasi), Balaruban (60. Avdijaj); Mulaj (79. Kameraj).
Bemerkungen: Thun ohne Rüdlin (gesperrt), Dushica und Lekaj (beide verletzt). Kriens ohne Sessolo, Marleku, Harambasic, Costa, Alessandrini und Brügger (alle verletzt). 83. Kopfball von Havenaar an die Latte. Verwarnungen: 3. Havenaar, 72. Urtic (Fouls), 72. Ndongo (Unsportlichkeit).