FCL geht in St. Gallen unter!

Die zwei St. Galler Lukas Görtler und Patrick Sutter nehmen den Luzerner Jakub Kadak in die Zange (Bild: Meienberger Photo).

Die zwei St. Galler Lukas Görtler und Patrick Sutter nehmen den Luzerner Jakub Kadak in die Zange (Bild: Meienberger Photo).

Der FCL geht nach einer enttäuschenden Leistung gegen ein aggressives St. Gallen gleich mit 1:4 unter.

Der FCL tat sich schwer in Durchgang eins
Perfekte Bedingungen im Kybunpark. Mario Frick startet praktisch mit derselben Elf wie gegen GC. Nur Marco Burch, der wegen einer Gruppe fehlte, wurde durch Luca Jaquez ersetzt. Der junge Innenverteidiger kam in dieser laufenden Saison somit das erste Mal zum Einsatz. Die Ostschweizer starteten fulminant in die Partie. Nach einem Eckball gelang es dem FCL nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen. So fiel die Kugel direkt vor die Füsse von Latte Lath , welcher mit einem Abschluss aus kurzer Distanz die Hausherren bereits in der zweiten Minute in Führung brachte.

Nur wenige Aktionen später folgte das nächste Übel. Nicky Beloko musste verletzt vom Platz. Für ihn ging es leider nicht weiter. Samuele Campo ersetzte ihn. Die Gäste aus Luzern taten sich zu diesem Zeitpunkt des Spiels schwer und kamen nur sporadisch aus der eigenen Hälfte. Im Anschluss trafen die St. Galler gleich zweimal das Gehäuse von Marius Müller. Schiedsrichter Schnyder pfiff die erste Spielzeit beim Stand von 1-0 ab. Durchgang zwei konnte für die Innerschweizer nur besser werden.

Leider begann der zweite Durchgang so wie der erste aufhörte
Wieder war es die Mannschaft von Peter Zeidler, welche mutig nach vorne spielte. Und wieder war es der FCL der nicht wach genug aus der Kabine kam. Nach einem St. Galler Vorstoss war es Simani der den Ball ins eigene Tor ablenkte. Doch wer dachte, schlimmer kann es nicht kommen, der hat sich geirrt. Denn nur acht Minuten später war es Görtler der mit einem Distanzschuss die Führung weiter ausbaute. Spielstand nach 58. Spielminuten: 3-0. Mario Frick musste reagieren und tat das auch. Er wechselte gleich drei Spieler aus. So kam Chader zu seinem ersten Einsatz im Blau-Weissen-Dress. Und was für ein Debüt das war!

Der Neuzugang brauchte lediglich zwei Minuten, um sein Können unter Beweis zu stellen. Aus gut 20 Metern versuchte er sein Glück und wurde dafür belohnt. Ihm gelang der einzige Luzerner Treffer an diesem Abend. Doch die Freude hielt nur kurz. In der 69. Minute war es Aloko, der den Spielstand für die Ostschweizer wieder auf 4-1 ausbauen konnte. St. Gallen spielte die drei Tore Führung gekonnt über die Zeit. Eine Niederlage, die aus Sicht des FCL noch höher hätte ausfallen können.

Das sagt Mario Frick zum Spiel in der «Luzerner Zeitung»: «Wir wurden von St.Gallen komplett überfahren. St.Gallen hat uns den Schneid abgekauft. Wir dürfen das Spiel aber auch nicht überbewerten, es ist unsere erste Niederlage seit April. Der Verlust vom unserem ‹Terrier› Nicky Beloko hat uns früh getroffen.»

Das nächste Spiel findet im Rahmen des Schweizer Cups, kommenden Samstag um 15:30 Uhr gegen den FC Schötz statt.

Telegramm FC St. FC Gallen – Luzern 4:1 (1:0)
Kybunpark. – 16’609 Zuschauer. – SR Schnyder.
Tore: 2. Latte Lath (Quintillà) 1:0. 51. Simani (Eigentor) 2:0. 56. Görtler 3:0. 60. Chader (Kadak) 3:1. 69. Akolo (Guillemenot) 4:1.
St. Gallen: Watkowiak; Sutter, Stergiou, Stillhart, Guindo; Quintillà (54. Maglica); Görtler, Witzig (54. Schneider); Schubert (67. Akolo); Von Moos, Latte Lath (66. Guillemenot).
Luzern: Müller; Dräger, Jaquez, Simani, Frydek; Jashari; Dorn, Beloko (10. Campo, 57. Chader); Kadak (82. Gentner); Ardaiz (57. Tasar), Sorgic (57. Abubakar).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Zigi und Schmidt (beide gesperrt) und Kempter (verletzt). Luzern ohne Burch (krank) und Ndiaye (nicht im Aufgebot und vor Weggang). – 15. Lattenschuss Görtler, 48. Pfostenschuss Latte Lath. – Verwarnung: 82. Kadak (Foul).