
Rote Karte, Handspiel und zwei Penaltys: Eine verrückte und von Beginn an hart umkämpfte Partie endet in St. Gallen für die Luzerner 2:2 Unentschieden. Für die beiden FCL-Tore sorgten Frydek und Beloko.
Mit Klidje anstelle von Abubakar ging der FCL in die Partie gegen den FC St. Gallen 1879. Nach einer hart umkämpften Startphase führte nach elf Minuten ein FCL-Ballverlust im Spielaufbau zu einem Abschluss der St. Galler. Der abgefälschte Ball führte zu einer vermeintlichen Ecke. Allerdings schritt der Video Assistent Referee ein und sprach den St. Gallern aufgrund eines Handspiels einen Elfmeter zu. Guillemenot verwandelte diesen souverän zur 1:0-Führung. In der 20. Minute flog der Torwart vom FC St. Gallen 1879 nach einem Handspiel vom Platz und es folgte eine 70-minütige Überzahl für den FCL. Max Meyer übernahm die Verantwortung beim anschliessenden Freistoss aus rund 17 Metern, konnte diesen jedoch nicht verwerten.
Es blieb weiterhin hitzig in den Zweikämpfen und die St. Galler probierten es des Öfteren mit schnellen Kontern. In der 32. Minute konnte der FC Luzern durch Frydek den Ausgleich erzielen. Meyer und Frydek spielten sich zweimal den Ball zu und der Tscheche traf von der Strafraumgrenze mit einem Aufsetzer ins Tor. Die personelle Überzahl machte sich inzwischen bemerkbar und Luzern war in dieser Phase von der Pause klar spielbestimmend. Der FCL kam vor dem Pausenpfiff noch vereinzelt zu Aktionen, konnte jedoch keinen zweiten Treffer mehr erzielen.
In der 48. Minute hatte Pius Dorn die erste gute Gelegenheit im zweiten Durchgang, scheiterte aber aus kurzer Distanz. Nur eine Minute später konnte Dorn erneut abschließen, sein Schuss zischte diesmal knapp am Pfosten vorbei.
Nach einer dominanten Viertelstunde konnten die St. Galler um die 60. Minute wieder etwas mehr Druck aufbauen. Doch in deren guter Phase kam der FCL wieder über Dorn, der in der 62. Minute eine flache Hereingabe in den Strafraum brachte, die von Beloko zum 1:0 verwandelt wurde. Beloko hatte Minuten später sogar noch eine weitere Chance, scheiterte aber mit einem Lupfer über das Tor.
Nachdem St. Gallen eine dicke Ausgleichschance liegen liess, konnte Dorn nach einem sensationellen Pass von Schürpf erneut abschließen, doch der Torwart der St. Galler konnte parieren. Die St. Galler blieben trotz Unterzahl weiterhin gefährlich und erzwangen in der 78. Minute eine Situation, die abermals den VAR einschreiten liess. Wieder hiess es Elfmeter und wieder hatte Loretz keine Abwehrchance. Die letzten Minuten blieben umkämpft und beide Teams hatten noch Chancen auf den Siegestreffer. Somit endete eine verrückte und hart umkämpfte Partie trotz der 70-minütigen Überzahl mit 2:2.
FCL-Trainer Mario Frick sagt in der Luzerner Zeitung: «Wenn St. Gallen auf Luzern trifft, dann ist es immer ein Spektakel.» Und weiter: «Es waren jetzt vier VAR-Interventionen nacheinander. Das ist wohl weltweit einmalig und extrem frustrierend für uns. So macht es keinen Spass mehr.»
Am kommenden Sonntag um die selbe Zeit spielt der FCL zuhause gegen den Grasshopper Club Zürich.
Telegramm FC St. Gallen – FC Luzern 2:2 (1:1)
Kybunpark. – 17 126 Zuschauende. – SR San.
Tore: 13. Guillemenot (Handspenalty) 1:0.
32. Frydek (Meyer) 1:1. 62. Beloko (Dorn) 1:2. 79. Maglica (Foulpenalty) 2:2.
St. Gallen: Zigi; Vallci, Stergiou, Maglica, Kempter (67. Latte Lath); Görtler, Quintillà, Witzig (59. Schmidt); Dajaku (67. Akolo);
Geubbels (21. Watkowiak), Guillemenot (67. Ndombasi).
Luzern: Loretz; Dräger (80. Diambou), Simani, Beka, Frydek; Dorn, Jashari, Beloko; Meyer; Schürpf, Klidje (63. Sorgic).
Bemerkungen: St. Gallen ohne Nuhu, Schubert und von Moos (alle verletzt). Luzern ohne Müller, Abubakar, Burch, Chader, Vasic (alle verletzt) und Campo (krank). 20. Platzverweis Zigi (Hands). Verwarnungen:
13. Frydek (Hands), 45. Jashari (Foul), 54. Schürpf (Foul), 57. Dajaku (Reklamieren).


























