Mario Frick: «Leistung und Resultat stimmten nicht überein»

Die Luzerner Nicky Beloko und Denis Simani waren nach dem Spiel enttäuscht (Bild: Meienberger Photo).

Die Luzerner Nicky Beloko und Denis Simani waren nach dem Spiel enttäuscht (Bild: Meienberger Photo).

Der FC Luzern zeigt beim FC Zürich eine gute spielerische Leistung und verliert trotzdem mit 1:2. Ein Punktgewinn wäre sicherlich möglich gewesen, doch der FCL liess viele Chancen ungenutzt liegen.

Keine Minute war gespielt, als es zum ersten Aufreger kam. Pius Dorn blieb im gegnerischen Strafraum liegen. Der VAR intervenierte jedoch trotz Berührung nicht. Die Startminuten gehörten den Zürchern und das Heimteam kam nach sechs Minuten zu einer ersten Grosschance. Die Verteidigung agierte in dieser Situation zu passiv und Marchesano kam innerhalb des 16ers zum Abschluss. Sein Versuch landete am Pfosten, der Nachschuss dann bei Torwart Loretz.

Nach einer Viertelstunde war auch der FCL im Spiel. Schürpf lief aufs gegnerische Tor zu, wurde im letzten Moment jedoch entscheidend gestört, sodass lediglich ein Corner aus dieser Situation resultierte. Dann waren es wieder die Zürcher, die zum Konter ansetzten, jedoch an Loretz scheiterten.

Zwanzig Minuten waren gespielt, als Sorgic im Strafraum ein Bein gestellt wurde. Max Meyer versenkte den darauffolgenden Elfmeter einmal mehr in eiskalter Manier. Nach einer halben Stunde gab der Schiedsrichter nach einem Handspiel auch auf der gegnerischen Seite Elfmeter. Tosin übernahm die Verantwortung und bezwang Loretz mit einem Flachschuss in die linke untere Torecke. Weitere Grosschancen blieben bis zur Halbzeit aus, sodass die beiden Teams nach einer ausgeglichenen Hälfte einem 1:1 in die Kabinen gingen.

Die zweite Halbzeit begann gemächlicher und die ersten fünf Minuten vergingen ereignislos. In der 51. Minute gab es dann eine Doppelchance für den FCL, als Sorgic und Meyer aussichtsreiche Abschlüsse hatten, aber beide ohne Erfolg blieben. Der auffällige Sorgic behauptete sich nach einer Stunde toll im Strafraum und legte clever auf Dorn ab, der jedoch am FCZ-Schlussmann Brecher scheiterte.

Zürich benötigte knapp 20 Minuten, um zur ersten eigenen Chance zu kommen, aber Schürpf konnte den Freistoss aus 17 Metern über das Tor ablenken. In der 72. Minute kam es zu einer 3-gegen-3-Situation für den FCZ, aber die Aktion wurde schlecht ausgespielt und es entstand keine Gefahr für das Tor. Das Heimteam wurde immer stärker und es gelang ihnen schliesslich, das Spiel zu drehen. Nach einer scharfen Hereingabe war es Tosin, der den Ball nur noch einschieben musste.

Der FCL war in der Folge zu keiner Reaktion mehr fähig. Chader hatte nach seiner Einwechslung die grösste Gelegenheit zum Ausgleich, aber sein Kopfball segelte knapp am Tor vorbei. Trotz zwischenzeitlicher Führung blieb es am Ende bei der 1:2-Niederlage für den FCL. Am kommenden Wochenende ruht die Super League. Stattdessen wird am kommenden Freitag gegen die AC Bellinzona ein Testspiel absolviert.

FCL-Trainer Mario Frick sagt nach dem Spiel zur «Luzerner Zeitung»: «Leistung und Resultat stimmten heute nicht überein. Wir hatten viele Chancen auf dem Silbertablett serviert bekommen und diese nicht genutzt.» Und weiter: «Jetzt kommt die Nati-Pause, danach wollen wir gegen Sion zuhause einen Sieg einfahren.»

Telegramm FC Zürich – FC Luzern 2:1 (1:1)
Letzigrund – 15’330 Zuschauende – SR Schnyder
Tore: 21. Max Meyer (Foulpenalty) 0:1. 32. Tosin (Handspenalty) 1:1. 76. Tosin (Aliti) 2:1.
Zürich: Brecher; Omeragic, Katic, Kamberi; Mathew (67. Krasniqi), Conde; Boranijasevic, Dzemaili (82. Hornschuh), Aliti; Marchesano, Tosin (91. Rohner).
Luzern: Loretz; Ottiger (73. Chader), Simani, Beka, Frydek; Jashari; Dorn, Beloko; Max Meyer; Sorgic (84. Kimpioka), Schürpf (84. Diambou).
Bemerkungen: Zürich ohne Guerrero und Hodza (beide verletzt). Luzern ohne Dräger (gesperrt), Abubakar, Burch, Emini, Kadak und Müller (alle verletzt). – 6. Pfostenschuss Marchesano. – Verwarnungen: 60. Ottiger, 67. Conde, 91. Krasniqi (alle Foul).