FCL dreht spiel und gewinnt verrückte Partie gegen Lugano

Lars Villiger jubelt nach dem Tor zum 3:1 (Bild: Meienberger Photo).

Lars Villiger jubelt nach dem Tor zum 3:1 (Bild: Meienberger Photo).

In einer verrückten Partie mit zwei roten Karten, einem Penalty und zwei Treffern von Max Meyer schlägt der FC Luzern den FC Lugano vor 12’000 Zuschauern mit 3:2.

Lugano war das Spiel unter der Woche in der Startphase überhaupt nicht anzumerken. Keine vier Minuten waren gespielt, als der FCL den Ball nicht verteidigen konnte und John Espinoza gleich mit dem ersten Torschuss zur frühen Führung einschoss.

Die Reaktion auf den Gegentreffer liess nicht lange auf sich warten: Gleich zwei Mal wurde Luzern gefährlich, allerdings noch ohne Erfolg. Zehn Minuten später fiel der Ausgleich dann doch: Nach einer Flanke von Beloko konnte Max Meyer freistehend einschiessen. Es wurde noch besser, denn nur zwei Zeigerumdrehungen später erhielt der FCL einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Villiger im Strafraum gefoult wurde. Max Meyer übernahm die Verantwortung und versenkte sicher zur erstmaligen FCL-Führung.

Nach einer guten halben Stunde musste sich der FCL bei Pasci Loretz bedanken, der gleich zweimal Glanzparaden zeigte. Vor der Pause kamen die Tessiner nochmals gefährlich durch Vladi auf, dessen Schuss aus kurzer Distanz jedoch weit über das Tor flog.

Die erste gute Gelegenheit im zweiten Durchgang gehörte dieses Mal dem FCL: Meyer spielte Dorn an, der den Ball gleich wieder zurücklegte. Meyers Schuss geriet dann zu hoch. Die Mannschaft von Mario Frick machte weiterhin eine gute Figur und kam durch Spadanuda zu einer weiteren Möglichkeit, aber auch sein Schuss flog über das Tor.

Dann meldeten sich auch die Tessiner wieder mit einem Schlenzer von Bottani, den Loretz zur Ecke klären konnte. Auf der Gegenseite wurde Spadanuda hervorragend von Jashari lanciert, der loszog und unsanft gestoppt wurde. Nach VAR-Konsultation sah Luganos Espinoza für das Foul als letzter Mann direkt die rote Karte. Den darauffolgenden Freistoss zirkelte Max Meyer nur knapp über die Latte.

Kurz nach dem Tor kam Beloko in einem Zweikampf zu spät und musste ebenfalls vorzeitig unter die Dusche, weil er kurz zuvor nach einer Schwalbe bereits verwarnt worden war. In den Schlussminuten wurde es kurzzeitig nochmals brenzlig, als Lugano in der 96. Minute verkürzen konnte. Eine verrückte Partie endete somit 3:2.

Das sagt FCL-Trainer Mario Frick nach dem Spiel in der Luzerner Zeitung: «Wir wurden zum Start der Partie kalt geduscht. Das heute war wieder Luzern live. Anstatt das Spiel in Ruhe heimzubringen, wurden wir am Schluss wieder nervös.»

Telegramm FC Luzern – FC Lugano 3:2 (2:1)
Swisspor-Arena. – 12’000 Zuschauende. – SR Fähndrich.
Tore: 4. Espinoza (Steffen) 0:1. 19. Max Meyer (Beloko) 1:1. 22. Max Meyer (Foulpenalty) 2:1. 74. Villiger (Spadanuda) 3:1. 96. Vladi 3:2.
Luzern: Loretz; Ottiger, Simani, Beka, Frydek; Jashari, Beloko; Dorn, Max Meyer (85. Jaquez), Kadak (51. Spadanuda/83. Ulrich); Villiger (83. Ademi).
Lugano: Berbic; Espinoza, Mai, El Wafi, Hajdari (55. Valenzuela/81. Celar)); Steffen, Mahmoud (55. Bottani), Grgic, Cimignani (55. Aliseda); Vladi, Bislimi (65. Sabbatini).
Bemerkungen: Luzern ohne Klidjé (verletzt) und Burch (Transfer zu Legia Warschau). Lugano ohne Saipi und Osigwe (beide verletzt). – Rote Karte: 72. Espinoza (Notbremsefoul). Gelb-rote Karte: 76. Beloko (Foul). Verwarnungen: 2. Dorn, 12. Vladi (beide Foul), 33. Bislimi (Reklamieren), 65. Beloko (Schwalbe), 72. El Wafi (Unsportlichtlichkeit), 98. Grgic (Foul).