Zug 94 ein Trümmerhaufen?

Seit Saison 2018/19 an der Seitenlinie in Zug: Trainer Ergün Dogru macht vorerst weiter (Bild: PD).

Seit Saison 2018/19 an der Seitenlinie in Zug: Trainer Ergün Dogru macht vorerst weiter (Bild: PD).
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Bei Zug 94 brodelt es aktuell gewaltig, dies berichtete letzte Woche die «Zuger Zeitung». So hat Zug 94 seit letzter Woche einen neuen Ehrenpräsidenten, dafür keinen Präsidenten und Sportchef mehr.

Der langjährige Präsident Beat Knoblauch trat zurück und auch der sportliche Leiter, Dusan Ilic, beendet seine Tätigkeit bei Zug 94.

Bei den Zugern läuft seit geraumer Weile vieles schief. Hochfliegende Pläne (Aufstieg in die Challenge League) blieben Wunschträume. Investoren, die ihre Versprechen nicht halten konnten, angeblich neue Geldgeber, die dann einfach zu einem Treffen nicht auftauchen: Das sind Geschichten, die man im Fussball dann und wann antrifft. Doch was in Zug in letzter Zeit abgeht, muss unglaublich sein.

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Am vorletzten Samstagabend, nach einem aufwühlenden Spiel beim FC Luzern U21 (0:1-Niederlage), brach es aus Zug-94-Trainer Ergün Dogru heraus – er sagte unmissverständlich gegenüber der «Zuger Zeitung»: «Der Verein ist ein Trümmerhaufen. Beim FC Bayern München spricht man dann und wann vom FC Hollywood. Aber was hier seit vier Jahren abgeht, übertrifft alles.» Der Verein ist führungslos, es wäre ein Leichtes, den Bettel hinzuschmeissen. Doch Dogru und sein Assistent Sabahattin Kahveci, den er vom FC Thalwil im Sommer 2018 mit nach Zug genommen hat, machen weiter. Beide verhehlen aber nicht, dass sie diesen Job nie angetreten hätten, wenn sie über den Zustand des Klubs informiert gewesen wären.

Zug 94 finanziell angeschlagen
Dogru sagt heute Montag in der «Zuger Zeitung»: «Klar ist, dass der Kanton Zug nun dem Verein helfen muss. Das wirtschaftliche Umfeld ist gefragt. Wenn es weiterhin 1.-Liga-Fussball sehen will, muss schnell etwas gehen.» Zug 94 hat mit den Finanzen zu kämpfen, zudem fehlt ein Hauptsponsor.

In der Meisterschaft liegt Zug abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz der 1. Liga. Immerhin konnte Zug 94 im Cup für erfreuliche Schlagzeilen sorgen. Zug 94 steht in der letzten Qualifikationsrunde und es fehlt noch ein Sieg für die 1. Hauptrunde. In der Winterpause wird man sich von Spieler trennen, aber auch neue Akteure holen. Dogru: «Es wird personelle Veränderungen geben. Wir sind in Gesprächen.»