Am Samstag geht es für die Küssnachter Fussballerinnen in der NLB wieder um alles. In einer leistungdichteren Liga versucht das gallische Dorf ein weiteres Jahr die Klasse zu halten.
Die letzte Spielzeit ging für die Küssnachter Fussballerinnen besonders lange. Es war bis am Tag nach dem letzten Spiel nicht klar, ob man eine weitere Saison in der zweithöchsten Spielklasse bleiben durfte. Da sich die U21 des FC Zürich zurückzog, war das aber dann schlussendlich doch der Fall, obwohl die Küssnachterinnen nominell auf einem Abstiegsplatz standen. Feiern konnten sie das nicht allzu lange, denn nur wenige Wochen später ging bereits die Vorbereitung auf die neue Saison wieder los.
Das Team um Vivienne Steiner sieht sich aufgrund des Klassenerhalts am grünen Tisch zwar nicht in der Bringschuld, aber der Umstand dient durchaus als Ansporn. Passend dazu attestierte das Trainerteam den Spielerinnen eine hochkonzentrierte und intensiv geführte Saisonvorbereitung. Auch die guten Testspielresultate sprechen eine klare Sprache. Bei diesen Partien konnten sich auch die Neuzugänge zeigen.
Der Kader wurde im Sommer durch einige Spielerinnen verstärkt. Nicole Scherrer kam vom FCL und soll dem FCK mit ihrer Kreativität und NLA-Erfahrung helfen. Dazu kommen Vanessa Tran und Mara Studer (beide ebenfalls aus Luzern), um weitere Facetten ins Offensivspiel der Küssnachterinnen zu bringen und die in der Vergangenheit oft nervenkostende Chancenverwertung zu verbessern. Als letzter Neuzugang kehrte die vom FCL ehemalige FCK-Juniorin Anja Sommerhalder in ihre alte Heimat zurück, wo sie die bereits solide Defensive weiter verstärken soll.
Auch auf der Trainerbank hat sich etwas getan. Nach dem Rücktritt von Marcel Sommerhalder wurde beschlossen, die Position nicht neu zu besetzen, sondern stattdessen auf mehrere Schultern eines Co-Trainerteams um Daniel Rogenmoser, Stephanie Erne und Schuhmacher zu verteilen. Die Küssnachter Fussballerinnen sollen so von der Variabilität verschiedener Perspektiven profitieren können.
Die Zielsetzung für die neue Saison bleibt relativ unkompliziert. „Alles über dem achten Platz wäre schön“, meint Daniel Rogenmoser. Ein bescheidenes Ziel, denn der Achte ist der erste Nichtabstiegsplatz der NLB. Angesichts einer sehr ausgeglichenen Liga ist diese Haltung wenig verwunderlich. Mit dem FCZ und Biel sind die beiden Ausreisser weggefallen. Dafür sind mit Lugano und Oerlikon zwei Das bedeutet, ein nahezu unschlagbares Team gibt es nun nicht mehr, aber auch keines, das nach zehn Spieltagen bereits seinen Frieden mit dem Abstieg gemacht hat. Letzteres dürfte den Küssnachterinnen allerdings gleichgültig sein, da sie von allen Teams wohl am schlechtesten gegen Biel aussahen und gegen den abgeschlagenen Letzten nicht einmal gewannen. „Das Positive ist, wir haben in jedem Spiel mit einer guten Leistung eine Chance“, meint Kapitänin Vivienne Steiner. Eine ausgeglichene Liga birgt allerdings auch einiges an Spannungspotential, auf das die Küssnachterinnen diesmal gerne verzichten würden.
Um dem Last-Minute Wahnsinn diesmal zu entgehen wäre ein Sieg am Samstag von unschätzbarer Wichtigkeit. Sowohl das Trainerteam als auch Vivienne Steiner sind überzeugt, dass mit einem erfolgreichen Saisonstart schon ein guter Schritt getan wäre. Die Küssnachterinnen gewannen in der NLB zwar bisher noch kein Auftaktspiel, hatten letzte Saison allerdigs gegen Solothurn eine sehr gute Bilanz. Die letzten beiden Partien gegen die Solothurnerinnen gewann der FCK. Ob sich die FCK-Frauen erneut durchsetzen, entscheidet sich am Samstag um 18:00 Uhr in Solothurn.




























