Wolhusen gewinnt gegen Nottwil dank Treffer in der Nachspielzeit

Wolhusen feiert den Sieg gegen Nottwil dank eines Last-Minute-Treffers (Bild: FC Wolhusen).

Spielbericht FC Wolhusen:

Der FC Wolhusen besiegt im letzten Heimspiel der Vorrunde den FC Nottwil mit 2:1. Nach rund 25 Minuten konnte der FC Nottwil durch den Treffer von Lars Neumann in Führung gehen. Noch vor der Pause glich Jonas Wicki nach einem sehenswerten Solo die ausgeglichene Partie aus. In der Nachspielzeit (90.+2) gelang Joker Simon Riedweg das goldene Tor zum 2:1 Endstand. Wolhusen erkämpfte sich den zum Schluss glücklichen aber nicht unverdienten Sieg mit viel Einsatz und Siegeswille.

Ruhige Startphase
In der Startviertelstunde dieser 3. Liga Partie passierte nichts Nennenswertes. Der Ball zirkulierte vor allem im Mittelfeld, während die entscheidenden Momente im Spiel nach vorne vorerst fehlten. Fast aus dem Nichts gelang den Nottwilern der Führungstreffer in der 26. Minute. Die Wolhuser, erst selbst in der Vorwärtsbewegung, wurden mit einem gut getimten Ball in die Tiefe ausgespielt. Trotz abseitsverdächtiger Position konnte Nottwils Lars Neumann das Leder zur 1:0-Gästeführung im Tor unterbringen. In der Folge flachte das Spielgeschehen wieder etwas ab. Nottwil kam in der 31. Minute nach einem Eckball zu einer Halbchance, konnte jedoch nichts Zählbares davontragen.

Wolhusen gleicht vor der Pause aus
In der 41. Spielminute gelang dem FC Wolhusen der Treffer zum 1:1 Ausgleich. Nach einem sehenswerten Solo dem rechten Platzrand entlang zog Jonas Wicki in den Strafraum und schob das Leder aus spitzem Winkel an Torhüter Colin Thijs vorbei – ein Geniestreich der Wolhuser Nummer 4. Schreckmoment noch vor dem Pausenpfiff: In der 45. Minute wollte Rafael Lage den Ball zu Torhüter David Wicki zurückspielen. Das Leder rollte jedoch durch den Strafraum und erreichte den Nottwiler Stürmer. Dieser verpasste aus bester Position die erneute Führung.

Ausgeglichen auch nach der Pause
Gleich nach der Pause orientierte sich der FC Nottwil etwas offensiver und wollte mit dieser Taktikänderung die Wolhuser Defensive überlisten. Die Wolhuser Hintermannschaft konnte einige Nottwiler Angriffe bereits im Keim ersticken, sodass die Topchancen mehrheitlich ausblieben. Die Mannen vom Emmenknie, in dieser Vorrunde speziell geplagt von vielen Verletzungen und Absenzen wehrten sich mit ihrer jungen Mannschaft gut gegen die mutig aufspielenden Nottwiler.

Spannung bis zum Schluss
In der 78. Minute setzte der Wolhuser Routinier Thomas Burri seinen Kopfball nach einem stark getretenen Eckball an die Lattenunterkante. Das Aluminium rettete vorerst das Remis für den geschlagenen Nottwiler Keeper. In der Nachspielzeit (90.+2) gelang dem FC Wolhusen tatsächlich noch der späte Siegtreffer. Nottwil konnte Jonas Wickis Flanke nicht abschliessend klären, Justin Birrer verlängerte den Ball per Kopf und Simon Riedweg stand goldrichtig vor dem Nottwiler Kasten. Joker Riedweg, erst sieben Minuten zuvor eingewechselt, blieb cool und köpfelte den Ball an Torhüter Colin Thijs vorbei zum Wolhuser Glück. Die Wolhuser freuten sich mit grenzenlosem Jubel über den hart erkämpften Heimsieg in allerletzter Minute und schliessen das Fussballjahr zuhause versöhnlich ab.

Spielbericht FC Nottwil: Nottwil hat die Chancen – Wolhusen macht die Tore

Vergangenen Samstag war der FC Nottwil beim letztplatzierten Wolhusen zu Gast. Nach einer intensiven Trainingswoche gingen die Seesterne motiviert in das Spiel.

Die La Bella-Pileggi-Elf startete gut ins Spiel. Man hatte den Gegner im Griff und so war es ein Konter, eingeleitet von Esch, an dessen Ende Neumann von Peter mustegültig lanciert wurde und das 0:1 erzielte. Wenig später steckte Willimann zum toll eingelaufenen Neumann durch, doch der scheiterte an Torwart Wicki D. Wolhusen wurde selten gefährlich, doch kurz vor der Pause konnte sich Wicki J. auf der Seite durchsetzen, wurde in der Folge zu wenig angegangen und erzielte aus spitzem Winkel das 1:1. Im Anschluss wurde zum dritten Mal Neumann in Szene gesetzt, diesmal unfreiwillig durch einen missratenen Pass der Wolhusener Abwehr. Doch vor dem leeren Tor konnte die erneute Führung nicht wiederhergestellt werden. So ging man mit einem 1:1 Unentschieden in die Pause.

Nach der Pause drückte Nottwil weiter, passte sich von der Spielweise jedoch dem Gegner an. Lange Bälle dominierten das Spiel. Trotzdem kamen die Seesterne gleich vier Mal brandgefährlich vor das Tor durch Peter, Ineichen und Stirnemann, doch es war wohl ein Abend, an dem die Tore einfach nicht reingehen wollten. In den letzten Minuten kam Wolhusen dann entgegen dem Spielverlauf zum Siegtor, als die Nottwiler Defensive sich unorganisiert präsentierte und Riedweg nach einer Vorlage per Kopf gefunden wurde und den Ball gerade noch an Thijs vorbeibringen konnte.

Zu diesem Spiel passt die Redewendung, die so alt ist wie der Fussball selbst. Wer sie vorne nicht macht, der bekommt sie hinten. Es war sicherlich nicht das perfekte Spiel der Seesterne, doch aus sieben Hundertprozentigen muss mehr resultieren als nur ein Tor. Und im Gegenzug machte man es defensiv dem Gegner zwei Mal zu einfach und so verliert der FC Nottwil in Wolhusen mit 2:1. Nächsten Samstag folgt das letzte Spiel der Vorrunde. Auf dem heimischen Bühlwäldli empfängt man den FC Malters.

Telegramm FC Wolhusen – FC Nottwil 2:1 (1:1)
Sportplatz: Connection Fussballpark, Wolhusen – 150 Zuschauer – SR: Mauro Modafferi – Tore: 26. 0:1 Lars Neumann, 41. 1:1 Jonas Wicki, 90.+2 2:1 Simon Riedweg – Wolhusen: David Wicki, Rafael Lage, David Bucher, Cyrill Marbacher, Jonas Wicki, Pedro Zinga (72. Yanick Zurkirchen), Yanick Koch, Alain Brunner, Liyon Ermias (66. Justin Birrer), Levin Studer (77. Nicolas Zemp), Thomas Burri (85. Simon Riedweg) – Nottwil: Colin Thijs, Michael Peter, Lars Neumann, Louis Willimann, Mael Stirnemann (72. Chris Rüttimann), Thibault Jufer, Lelian Esch (Nico Hodel), Arno Wildi, Louis Muff, Cornel Schmidiger, Jarno Ineichen (61. David Renggli) – Bemerkungen: 49. Cyrill Marbacher (gelb), 51. David Bucher (gelb), 65. Thibault Jufer (gelb), 65. Levin Studer (gelb), 90.+3 Alain Brunner (gelb).