Ein Nachmittag zum Vergessen: LSC-Frauen verlieren auf Kunstrasen bei strömendem Regen

Die beiden Teams vor dem Anpfiff auf dem Sportplatz Lättich in Baar (Bild: Patrick Arnold).
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Nach einer zweiwöchigen Wettkampfpause kehrten die LSC-Frauen am vergangen Sonntagnachmittag wieder in den Meisterschaftsbetrieb zurück. Auf dem Kunstrasen der Sportanlage Lättich in Baar, bei strömendem Regen, entwickelte sich eine umkämpfte Partie, die für die Luzernerinnen enttäuschend endete.

Die LSC-Frauen starteten engagiert in die Partie. Bereits in der 2. Minute bot sich eine vielversprechende Gelegenheit für Rebecca Grobotek. Ihr Schuss war jedoch zu unplatziert, um die Baarer Torhüterin ernsthaft zu prüfen. In der Folge begegneten sich beide Teams über weite Strecken auf Augenhöhe, klare Torchancen blieben jedoch Mangelware. In der 34. Minute war es dann der FC Baar II, der durch einen schnellen Angriff über die Seite gefährlich wurde. Flügelspielerin Paula Kalt nutzte eine Unachtsamkeit in der Luzerner Abwehr eiskalt aus und traf zur 1:0-Führung für die Gastgeberinnen.

Keine Reaktion nach dem Pausentee
Nach dem Seitenwechsel versuchte der Luzerner SC mehr Druck aufzubauen. Doch das Spiel blieb zerfahren und war zunehmend von Zweikämpfen und Ungenauigkeiten geprägt. In der 50. Minute hatte der FC Baar II die grosse Chance zur Vorentscheidung: Nach einem umstrittenen Zweikampf – bei dem Viviane Stutz aus LSC-Sicht klar gefoult wurde – lief eine Zugerin alleine auf Torhüterin Küttel zu. Diese wurde jedoch nicht geprüft, da die Abschlussmöglichkeit kläglich vergeben wurde. Nur drei Minuten später setzte Alina Grüter auf der Gegenseite ein offensives Ausrufezeichen. Die Topscorerin kam aus halblinker Position zum Abschluss, doch ihr Schuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei.

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In der 60. Minute dann der nächste Dämpfer für den LSC: Nach einem intensiven Zweikampf blieb Flora Bieri verletzt liegen und musste das Spielfeld verlassen. Die Partie wurde nun zunehmend ruppiger, was in der 73. Minute in einer unschönen Szene gipfelte: Nora Hunkeler wurde rüde gefoult und krachte mit dem Rücken gegen die Seitenbande. Der Unparteiische ahndete das Vergehen mit einer gelben Karte für Deborah Schneebeli (FC Baar II).

In der Schlussphase versuchten die Gäste nochmals alles, um zumindest den Ausgleich zu erzwingen. Die gefährlichste Aktion ereignete sich dabei in der 80. Minute: Ein scharf getretener Freistoss von Jasmine Imboden segelte in den Strafraum, doch die stark agierende Baarer Torhüterin Anouk Hutter war zur Stelle und klärte souverän. So blieb es letztlich beim knappen, aber hart erkämpften 1:0-Sieg für die Zugerinnen.

Fazit
Die LSC-Frauen zeigten in Baar eine insgesamt enttäuschende Vorstellung. Zwar war das Bemühen erkennbar, doch in den entscheidenden Momenten fehlten Entschlossenheit, Präzision und ein klares Konzept. Die Offensivaktionen blieben meist zu ungefährlich, und auch in der Defensive schlichen sich zum Teil Unkonzentriertheiten ein. Der Auftritt entsprach nicht dem eines Tabellenführers – und der einst komfortable Punktevorsprung beginnt zu schrumpfen. Umso wichtiger ist die Reaktion im nächsten Spiel, das richtungsweisenden Charakter haben wird.

Ausblick
Am kommenden Samstag, den 10. Mai 2025, empfängt die Irmak/Fritzsche-Elf auf der Hubelmatt die Spielgemeinschaft Stans-Engelberg I, einen direkten Aufstiegskonkurrenten. Im Cup-Viertelfinale trafen beide Teams bereits aufeinander – damals setzte es für den LSC eine deutliche 0:4-Niederlage. Nun bietet sich in der Meisterschaft die Chance zur Revanche. Die Mannschaft ist gefordert, eine klare Leistungssteigerung zu zeigen, wenn sie den Platz an der Tabellenspitze verteidigen will. Der Anpfiff auf dem heimischen Hubelmatt-Rasen erfolgt um 18:00 Uhr. Die LSC-Frauen hoffen auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen – gemeinsam soll der Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden werden.
In diesem Sinne: Weiter geht’s – Hopp LSC!!!

Telegramm FC Baar II – Luzerner SC 1:0
Fussballanlage Lättich, Baar
Tore: 34. 1:0 Paula Kalt
Luzerner SC: Küttel, Imboden ©, Hurni, Di Mattia, Grüter, Grobotek, Bieri, Stutz, Weiss, Bättig, Suter (Hunkeler, Hartig, Bos, Gromann, Maienfisch)
Bemerkungen: 73. Gelbe Karte Deborah Schneebeli / FC Baar II.