Am Sonntag geht es endlich wieder los. Zug 94 brennt auf das erste Spiel nach dem Aufstieg. Wir haben mit dem Trainer, Vural Oenen, über die Vorbereitung, seine Erwartungen ans Team und seine Ziele gesprochen.
Vuri, du bist zurück in Zug nach rund 4 Jahren. Was hat sich seither verändert?
Der Verein hat in den letzten Jahren eine starke Entwicklung gemacht. Es ist schön zu sehen, wie ambitioniert hier gearbeitet wird. Ich freue mich, jetzt wieder ein Teil davon zu sein und meinen Beitrag zu leisten.
Wie ist dein Eindruck des Teams? Sind wir bereit für die 1. Liga?
Wir wissen natürlich, dass das Niveau in der 1. Liga Classic deutlich höher ist. Aber ich habe Vertrauen in die Mannschaft. Es gibt noch Einiges zu tun, das ist klar, aber wir sind auf einem guten Weg. Wir arbeiten in jedem Training hart, um besser zu werden. Ich bin überzeugt, dass wir uns schnell an das höhere Niveau gewöhnen werden.
Das Team ist breiter und jünger geworden. Was gibt dir das für Möglichkeiten?
Mehr Flexibilität, sowohl im Training als auch im Spiel. Der Konkurrenzkampf wird die Spieler und das Team besser machen. Zudem können wir die Belastung besser steuern, auf Ausfälle reagieren und haben gleichzeitig Spieler mit viel Entwicklungspotenzial. Das ist wichtig für eine lange Saison.
Worauf hast du in der Vorbereitung den Schwerpunkt gelegt?
Primär ging es darum, die körperlichen Grundlagen zu legen. Es waren harte Trainings. Die Spieler waren sich das so teils nicht gewohnt. Die harten Trainings werden uns aber sehr viel bringen. Wir haben natürlich auch viel Wert auf unser eigenes Spiel gelegt: Ballbesitzphasen, Pressingabläufe und das Umschaltverhalten. Wir müssen in der 1. Liga Classic generell ein höhres Tempo gehen.
Wie bist du damit zufrieden?
In einer so kurzen Zeit war das nicht ganz einfach. Ich bin im Grossen und Ganzen aber zufrieden. Einige Dinge haben gut funktioniert, andere weniger. Wichtig ist, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern und die Mannschaft das umsetzt, was ich von ihr verlange.
Letztes Jahr schossen wir viele Tore, erhielten aber auch ab und zu das eine oder andere zu viel. Das wird in der 1. Liga wohl bestraft. Habt ihr die Verteidigungsarbeit besonders angeschaut?
Wir wollen unsere offensive Stärken nicht verlieren, aber klar ist, in der 1. Liga Classic brauchst du eine bessere Balance. Deshalb war die Defensivarbeit ein wichtiger Schwerpunkt in der Vorbereitung.
Die Zuschauer hatten Freude am Offensivfussball der letzten Saison. Welchen Fussball wirst du spielen lassen? Gibt es ein bevorzugtes System?
Ich weiss, dass in Zug ein offensiver und attraktiver Fussball erwartet wird. Den Fans muss aber auch klar sein, dass es in der 1. Liga Classic schwieriger wird. Deshalbe erwarte ich von allen ein wenig Geduld. Was das System angeht, habe ich klare Ideen. Mehr verrate ich im Moment aber nicht. Für uns wird am Anfang sehr wichtig sein, dass wir rasch Punkte sammeln. Das wird uns Ruhe und Selbstvertrauen geben.
Es geht los mit einem Auswärtsspiel. Ist das ein Vor- oder Nachteil?
Ich sehe das ganz neutral. Am Ende müssen wir sowieso gegen jeden spielen. Egal, ob auswärts oder zuhause. Klar ist, auswärts ist es oft etwas unangenehmer, weil das Umfeld nicht deins ist. Wir müssen einfach von Anfang an wach und mutig auftreten.
Dann folgt das Cupspiel gegen Mendrisio. Was erwartest du von diesem Spiel?
Wir sind in der Hauptrunde des Schweizer Cups und spielen gegen einen Gegner, der in der gleichen Liga ist wie wir. Da muss unser Ziel klar sein, eine Runde weiterzukommen. Dann bekommen wir vielleicht einen Gegner aus der Super League. Und das wäre für unsere Zuschauer natürlich wieder ein Highlight.
Für wie viele Punkte nach fünf Spielen würdest du jetzt unterschreiben?
Am liebsten natürlich 15 Punkte (lacht). Ich gehe in jedes Spiel, um zu gewinnen. Aber wir wissen auch, dass jedes einzelne Spiel schwierig wird. Wichtig ist, dass wir uns in jedem Spiel weiterentwickeln und als Team stabil bleiben.
Was ist dein persönliches Ziel bis zur Winterpause?
Mein Ziel ist es, so viele Punkte wie möglich zu holen. Ich möchte aber insbesondere helfen, die Mannschaft und die Spieler besser zu machen. Ich möchte eine klare Entwicklung im Team sehen.

































