Die Frauen des FC Küssnacht feiern in der Nationalliga B den dritten Auswärtssieg in Folge. Gegen den FC Wil lagen die Küssnachterinnen früh mit zwei Toren zurück, zeigten danach jedoch grosse Moral und drehten die intensive und umkämpfte Partie dank einer starken zweiten Halbzeit noch zum 3:2-Erfolg.
Wil nutzt Küssnachter Startschwierigkeiten
Der FC Wil startete engagiert in die Partie und übernahm von Beginn weg die Spielkontrolle. Mit viel Ballbesitz liessen die Ostschweizerinnen den Ball geduldig durch die eigenen Reihen zirkulieren und suchten immer wieder Lösungen im Spielaufbau. Der FC Küssnacht tat sich in dieser Phase schwer, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Mit der ersten wirklich gefährlichen Umschaltsituation schlug das Heimteam zu: In der 8. Minute ging Wil mit 1:0 in Führung. Küssnacht blieb zunächst bemüht, fand jedoch kaum Zugriff auf das Spielgeschehen. Wil hingegen kontrollierte weiterhin mit viel Ballbesitz, fand aber zu selten den direkten Weg in die gefährliche Zone. In der 31. Minute wurde es aus Sicht der Gäste noch bitterer. Nach einer unglücklichen Defensivaktion erhöhte Wil durch ein Eigentor auf 2:0. Der FCW verlor anschliessend etwas die Ordnung. Die Abläufe wirkten unstrukturiert, was den FC Küssnacht besser ins Spiel brachte. So gelang es den Küssnachterinnen, umgehend zu reagieren. Nur zwei Minuten später nutzten sie eine ihrer ersten klaren Offensivaktionen zum Anschlusstreffer durch Weber (33.). Der Treffer brachte die Gäste zurück ins Spiel und sorgte dafür, dass die Partie wieder offener wurde.
Küssnacht dreht die Partie
Nach dem Seitenwechsel zeigten die FC Küssnacht Frauen ein anderes Gesicht und fanden zur gewohnten Stärke zurück. Die Gäste agierten entschlossener, gewannen mehr Zweikämpfe und kamen zunehmend zu gefährlichen Aktionen. Der verdiente Ausgleich fiel in der 77. Minute: Nach einem schnellen Angriff über die linke Seite kam der Ball zu Scherrer, die zum 2:2 einschob. Küssnacht hatte nun klar das Momentum auf seiner Seite. In der Schlussphase drückten die Küssnachterinnen nun auf den Führungstreffer, während die Ostschweizerinnen fehleranfälliger wurden. Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich folgte die Entscheidung. In der 81. Minute nutzten die Küssnachterinnen eine weitere Chance konsequent und gingen mit einem satten Schuss mittig unter die Latte durch Schilliger erstmals in Führung – 3:2 für den FCK. In der intensiven Schlussphase verteidigten die Gäste den Vorsprung mit viel Einsatz und hielten auch in hitzigen Momenten einen kühlen Kopf. Man drehte das Spiel dank einer starken zweiten Halbzeit und gewann am Ende mit 2:3.
Positives Fazit mit Blick aufs nächste Spiel
Dank einer starken Reaktion nach frühem Rückstand sicherten sich die FC Küssnacht Frauen drei wichtige Punkte in der Ostschweiz. Besonders die zweite Halbzeit zeigte, welches Potenzial im Team steckt. In der Tabelle der Nationalliga B behaupten sich die Küssnachterinnen damit trotz einem Spiel weniger weiterhin im vorderen Mittelfeld – aktuell auf Rang fünf hinter Yverdon, Sion, Winterthur und Schlieren. „Die Anfangsphase werden wir analysieren. Entscheidend war aber, dass wir ab Mitte der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel zeigten. Trotz Rückschlägen blieben wir dran, gaben nicht auf und drehten das Spiel mit viel Teamgeist und Überzeugung. Wir verliessen die Ostschweiz zufrieden, weil die Einstellung stimmte und die Freude am Fussball klar zu sehen war“, so das Trainerduo Käslin / Neugel. Mit dem Auswärtssieg im Rücken richtet sich der Blick nun bereits auf das nächste Heimspiel, bei dem Küssnacht den Schwung aus Wil zu Hause im Luterbach gegen Etoile Carouge bestätigen möchte.
Telegramm FC Wil – FC Küssnacht 2:3 (2:1)
Sonntag, 08.03.2026, 16:00 Uhr, Lidl Arena, 120 Zuschauer
Tore: 8. Kressig (1:0), 31. Eigentor Pirker (2:0), 33. Weber (2:1), 77. Scherrer (2:2), 81. Schilliger (2:3)
FC Küssnacht: Huber; Hongler, Pirker, Troxler, Milone (63. Rolinger), Suma, Scherrer, Lourenço Rodrigues, Donauer (46. Ulrich, 87. Kottmeyer), Weber (63. Mazza), Schilliger.
FC Wil: Arsic; Martin (63. Krucker), Schneider, Zwyssig, Di Gaetano, Iselin, Gubler, Scherrer (75. Wyss), Kressig (63. Böhi), Kaufmann (63. Hacker), Zehnder (46. Colombo).




























