Am vergangenen Samstag empfing der FC Küssnacht den drittplatzierten FC Ebikon zum Spitzenspiel. In einer über 90 Minuten intensiven Partie gewannen die Küssnachter mit 2:1 und bauten ihre Tabellenführung weiter aus.
Nach dem durchzogenen Rückrundenstart in der vergangenen Woche in Wauwil war das Ziel für den FCK klar: Gegen den direkten Konkurrenten aus Ebikon wollte man die drei Punkte unbedingt auf dem heimischen Luterbach behalten. Bei bestem Fussballwetter durfte man sich, mit dem Vorrundenspiel im Hinterkopf, auf einen hitzigen Schlagabtausch freuen. Genau so kam es auch. Harte Zweikämpfe und zahlreiche Nickligkeiten prägten das Spielgeschehen von Beginn an.
Die Ebikoner stellten früh zu und zwangen den FCK immer wieder dazu, die Mittelfeldreihe zu überspielen. Die Angriffsversuche der Gäste konnten jedoch meist schon im Ansatz unterbunden werden. Zweimal wurde es allerdings brandgefährlich, als Ebikoner Stürmer nach Eigenfehlern der Küssnachter in aussichtsreiche Abschlusspositionen kamen. Gügler und seine Vorderleute hielten den Kasten jedoch sauber.
Im eigenen Spiel nach vorne suchte Küssnacht zu oft den Weg durch die Mitte und verpasste es, die freien Räume auf den Seiten zu nutzen. Zudem gelang es zu selten, den Ball über mehrere Stationen in den eigenen Reihen zu halten. Vor allem beim vorletzten und letzten Pass fehlten Präzision und Entschlossenheit. Zwei Halbchancen durch Linares und Qupi sowie ein zurecht aberkanntes Abseitstor von Gomes blieben lange die einzigen Höhepunkte.
So brauchte es in der 38. Minute einen Geniestreich von Matos, um die Hausherren in Führung zu bringen. Mit viel Gefühl zirkelte er einen Eckball direkt ins lange, hohe Eck, ein Prachtstreffer. Bis zur Pause schien der FCK alles im Griff zu haben. Doch kurz vor dem Halbzeitpfiff kam Ebikon nach einer unglücklichen Szene zu einem Elfmeter. Gügler ahnte zwar die richtige Ecke, konnte den Ausgleich jedoch nicht verhindern.
Mit viel Teamgeist zum Sieg
Das 1:1 war bitter für Küssnacht, doch Sorrentino und Ordonez fanden in der Pause offenbar die richtigen Worte. Der FCK kam wie verwandelt aus der Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff wurde, nach schnellem Umschaltspiel im Zentrum, Matos über links lanciert. Seine Hereingabe brachte Linares nicht am glänzend reagierendem Ebikoner Schlussmann vorbei. Der Spanier hatte aber nicht lange Zeit der verpassten Chance nachzutrauern. Schon kam eine perfekte Qupi-Flanke von rechts angeflogen. Diese verwertete Linares gekonnt per Kopf zum vielumjubelten Führungstreffer in der 46. Minute.
Mit grossem Einsatz verteidigte Küssnacht den Vorsprung in der Folge konsequent. Allerdings fehlte in der Offensive die letzte Konsequenz, um frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Die Abwehrreihe stand sicher, sodass die knappe Führung nur selten ernsthaft in Gefahr geriet. Die eingewechselten Schelbert, Gügler und Freitas sorgten bei Kontern mehrmals für Entlastung, doch mehr als ein weiteres, wiederum aberkanntes Abseitstor wollte nicht gelingen.
In den Schlussminuten versuchte Ebikon vor allem über Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Eine davon wurde besonders gefährlich, als ein seitlicher Freistoss über den Boden an den Pfosten prallte und von Schilliger im letzten Moment geklärt werden konnte. Am Ende feierte der FCK einen verdienten Sieg, weiss jedoch, dass in den kommenden Spielen noch Steigerungspotenzial vorhanden ist.
Telegramm FC Küssnacht – FC Ebikon 2:1 (1:1)
Luterbach. – 100 Zuschauer – SR – Tore: 38. Matos 1:0. 45+1. Da Costa 2:0 (Penalty). 46. Linares 2:1. – FC Küssnacht: Gügler M.; Stadler, Schilliger (C), Müller, Lieb; Qupi, Pasalic, Landolt, Matos; Gomes, Linares. FC Ebikon: Peter; Pais F. (C), Pais D., Troxler, Ming; Schurtenberger, Fernandes, Bieri, Hermann; Micieli, Ouattara.





























