Die Frauen des FC Küssnacht haben am Samstagabend ihren vierten Tabellenplatz in der Nationalliga B abgeben müssen. Sie verlieren gegen Winterthur mit 2:3 (1:2). Trotz guter Phasen und einem späten Treffer reicht es nicht für Punkte.



Guter Start, bittere Wendung vor der Pause
Es war das letzte Spiel der regulären Saison und ein Duell auf Augenhöhe. Für die Winterthurerinnen (Rang 3) ging es im direkten Duell mit Küssnacht (Rang 4) noch um Rang zwei und damit um die Qualifikation für die Aufstiegsspiele – mit entsprechender Schützenhilfe –, während für Küssnacht tabellarisch nichts mehr auf dem Spiel stand, das Team jedoch alles daransetzte, die Partie dennoch für sich zu entscheiden. Küssnacht startete engagiert in die Partie gegen Winterthur und zeigte zunächst eine solide Leistung. Doch auch die Winterthurerinnen waren präsent und erspielten sich mehrere Chancen über Eckbälle und Flankenläufe. Defensiv standen sie souverän und liessen kaum Raum für das Heimteam, das nur über lange Bälle halbwegs gefährlich wurden. Es war ein sehr unterhaltsamer Start in die Partie.
In der 17. Minute traf Studer bei ihrem ersten Einsatz nach ihrer Verletzung zur 1:0-Führung. Vorausgegangen war eine starke Aktion von Schilliger, die sich auf dem rechten Flügel mit ihrem Tempo durchsetzen konnte. In der Folge blieb Küssnacht bis zur 37. Minute spielbestimmend und trat mutig sowie kontrolliert auf. Doch dann kippte das Spiel: Nach einem Eckball gelang Winterthur der Ausgleich. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte der nächste Rückschlag: Ein Ballverlust im Aufbauspiel ermöglichte Winterthur, den Ball ins leere Tor zu schieben. So ging es mit einem knappen, aber bitteren 1:2-Rückstand in die Kabine.
Spätes Highlight bringt nochmals Spannung
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Winterthur mit einem idealen Zuspiel in die Tiefe zunächst auf 1:3. Küssnacht zeigte jedoch eine Reaktion, übernahm phasenweise die Kontrolle und erspielte sich zwischen der 56. und 65. Minute mehrere gute Abschlussmöglichkeiten durch Schilliger, Lourenço Rodrigues und Ulrich – blieb jedoch ohne Torerfolg. In der Nachspielzeit setzte Küssnacht nochmals ein Ausrufezeichen: Scherrer verwertete eine perfekt getimte Flanke von Troxler per Flugkopfball zum 2:3-Anschlusstreffer – ein echtes Highlight des Spiels! Es war ihr viertes Saisontor. Für den Ausgleich reichte es trotz engagierter Schlussphase nicht mehr. Die Moral stimmte – doch am Ende blieb nur die Erkenntnis: Fussball ist manchmal gnadenlos.
Positive Ansätze trotz Niederlage
Trotz der Niederlage zeigte Küssnacht insbesondere in der Offensive immer wieder gute Ansätze und bewies bis zum Schluss Moral. «Die guten Momente aus diesem Spiel nehmen wir auf jeden Fall mit, um darauf in den kommenden Wochen aufzubauen», sagte Trainerin Angel Käslin. Auch Co-Trainer Michel Neugel blickte differenziert auf die Partie: «Wir hätten uns zum Abschluss der regulären Saison gerne belohnt. In einigen Situationen waren wir defensiv zu wenig konsequent. Gleichzeitig hat das Team aber eine starke Reaktion gezeigt und bis zum Ende daran geglaubt – darauf können wir aufbauen.»
Neuer Modus in der Nationalliga B
Mit dem Abschluss der regulären Saison beginnt die entscheidende Phase im neuen Modus der Nationalliga B. Die beiden Erstplatzierten (Yverdon Sport FC, FC Sion Féminin) qualifizieren sich für die Aufstiegsspiele gegen die beiden letztplatzierten AWSL-Teams (FC Luzern und FC Thun). Die Mannschaften auf den Rängen 3 bis 7 (FC Winterthur, FC Schlieren, FC Küssnacht a/R, FC Wil, FC Ostermundigen) bestreiten eine zusätzliche Platzierungsrunde, während die Teams auf den Plätzen 8 bis 12 (FC Lugano, Etoile Carouge FC, FC Oerlikon/Polizei ZH, FC Wädenswil, FC Solothurn Frauen) in der Abstiegsrunde um den Ligaerhalt kämpfen. Die beiden letztplatzierten steigen am Ende der Saison ab. Ab dem 25. April starten die Platzierungsspiele, deren Spielplan jedoch noch nicht feststeht.
Telegramm FC Küssnacht – FC Winterthur 2:3 (1:2)
Samstag, 04.04.2026, 17:00 Uhr, Luterbach, 115 Zuschauer
Tore: 17. Studer (1:0), 37. Sol Bufalini (1:1), 45. Van Niekerk (1:2), 51. Van Niekerk (1:3), 92. Scherrer (2:3).
FC Küssnacht: Huber; Hongler, Scherrer, Troxler, Rolinger (57. Kottmeyer), Suma, Lourenço Rodrigues, Studer (57. Ganic), Ulrich (74. Milone), Weber (57. Flury), Schilliger (78. Sommerhalder).
FC Winterthur: Voit; Murbach, Huber, Hernandez Fernandez, Malacarne, Enz, Von Allmen, Sigrist (84. La Bella), Bualfini (61. Bodnar), Toper (84. Dür), Van Niekerk (84. Stoob).





























