FC Rothenburg II: «Pflicht erfüllt»

Die 4. Liga Partie zwischen Rothenburg und Alpnach lockte viele Zuschauer auf die Chärnsmatt (Bild: FC Rothenburg).
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Vor einer respektablen Zuschauerkulisse holten sich die Reserven von Rothenburg einen ungefährdeten 3:0 Sieg gegen Alpnach.

Das Hinspiel zwischen den beiden Teams bot reichlich Zündstoff und so erinnert man sich seitens Rothenburg nur ungern an das Duell vom September 2025. Sicherlich auch, weil man mit dem 2:2 Remis aufgrund der damaligen Chancenverwertung eindeutig von zwei verlorenen Punkten statt einem gewonnen Punkt sprechen musste. Jedenfalls trat Rothenburg, trotz einiger Absenzen, mit breiter Brust auf. Seit insgesamt 11 Partien sind die Roten mittlerweile ungeschlagen. Die letzte Heimniederlage liegt bereits ein Jahr zurück. Weil der Zweiplatzierte SC Obergeissenstein zuvor zu Hause souverän seine Aufgabe erledigt, stand der FCR unter Zugzwang, um den Abstand zu einem Aufstiegsrundenplatz zur 3. Liga nicht vergrössern zu lassen.

Entsprechend fokussiert ging die junge Mannschaft zu Werke. Alpnach stand vorerst überraschend tief, liess das Heimteam gewähren. Der Ball zirkulierte souverän zwischen den einzelnen Positionen. Geduldig suchte Rothenburg eine Lücke. Allerdings gehörte die erste Chance nicht den Rothenburgern, sondern den aufsässigen Alpnachern, die einen Abpraller im Mittefeld nutzten, um schnell nach vorne zu kommen. Die gute Schussposition am Sechszehner nutzte der FCA Stürmer hingegen nicht. Ab diesem Zeitpunkt gab es mehrheitlich Einbahnfussball zu sehen, doch richtig zwingend war bisher noch kein Abschluss. Zu ungenau die Zuspiele im offensiven Bereich. Wenn sich Alpnach befreite, passierte dies oftmals mit langen Bällen, die von der souveränen Abwehr problemlos abgefangen wurden. Reinert verpasste in der 30. Minute im Strafraum, als er den Ball auf den «falschen» Fuss erhielt und ihn nicht kontrollieren konnte.

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Ebenso scheiterten Imfeld und Dahinden mit ihren Versuchen aus der Distanz. FCA Torhüter de Almeida parierte alle Versuche. Unglücklich, als ein Schuss eines Rothenburgers zuerst an die Latte knallte und beim zweiten Versuch auch noch der Pfosten den Ball hinderte ins Tor zu kullern. In der 39. Minute profitierte Gisler von einem Durcheinander im Fünfer. Er verwertete einen zweiten Ball zur verdienten 1:0 Führung. Statt nachzusetzen, aktivierte Rothenburg stattdessen den Schlafmodus, aber auch einige knackige Zweikämpfe verhinderten bis zur Pause einen entsprechenden Spielfluss. Alpnach kam danach noch mit zwei gut vorgetragenen Angriffsbemühungen zu Abschlussmöglichkeiten, die Dahinden zunichte machte. Es blieb deshalb beim 1:0 im ersten Durchgang.

Die zweite Halbzeit bot dann eher Magerkost statt Fussballkunst. Rothenburg kontrollierte weiterhin das Geschehen, wirkte jedoch manchmal fahrig und zu verspielt in seinen Aktionen. Alpnach beschränkte sich auf Konter. Glück für die Gäste, als ein bereits verwarnter Spieler nach einer Grätsche weiterhin auf dem Platz stand. Der ansonsten gute Schiedsrichter beliess es unverständlicherweise bei einer allerletzten Ermahnung. Für eine kleine Vorentscheidung sorgte der eingewechselte Ramljak, der aus dem Lauf heraus den Ball gefühlvoll an Torhüter de Almeida vorbeischlenzte. Ein herrliches Tor. Nur sieben Minuten später wuchtete Dahinden einen strammen Schuss zum 3:0 ins Netz. Nach einigen unnötigen Diskussionen und einer kurzzeitigen anschliessenden Rangelei ging dann auch noch der letztlich verbliebene Spielfluss flöten. Das änderte hingegen nichts mehr am Endstand von 3:0 für Rothenburg, die damit weiterhin im Rennen um einen Aufstiegsplatz bleiben. Ein grosser Dank geht an die tolle Unterstützung von den Zuschauenden auf der Chärnsmatt.

Telegramm FC Rothenburg II – FC Alpnach b 3:0 (1:0)
Chärnsmatt – 100 Zuschauende
Tore: 39. 1:0 Luca Gisler, 60. 2:0 Ramljak, 67. S. Dahinden 3:0
FC Rothenburg: P. Dahinden; Bucher, Zemp, Achermann, Duraku, S. Dahinden, Imfeld, Reinert, Gisler, Prud Homme, Hänsli (Blaser, Ramljak, Ramos, Contreras, Krummenacher)
FC Alpnach: Soeira de Almeida; Pereira Ferreira, Teixeira De Sousa, Lemos Chaves, De Sousa Goncalves, Lopes Pereira, Habach, Couto Martins, Moreira Queiros, Silva Rodrigues, Da Costa Pinto (Teixeira Bras, Fonseca, Cardoso Ferreira)