Umkämpftes Spiel mit besserem Ende für Hildisrieden

Der HSV konnte also ein lange umkämpftes Spiel spät für sich entscheiden (Bild: Hildisrieder SV).

Der Hildisrieder SV und der FC Sempach II lieferten sich auf dem Bogehüsli ein enges Derby, das für die Hildisrieder mit dem 2:1-Sieg ein eher schmeichelhaftes Ende fand.

Nach der äusserst unglücklichen Startniederlage beim FC Emmenbrücke II, als man trotz massivem Chancenplus mit 2:1 verlor, hatte der HSV nun also zwei Wochen Zeit gehabt, um diese erste Saisonniederlage zu verdauen. Mit dem anstehenden Derby zuhause gegen den FC Sempach II wartete für Hildisrieden auch bereits die Chance auf Wiedergutmachung. In der Vorrunde hatte man gegen Sempach allerdings so einiges an Mühe bekundet und musste in der zweiten Halbzeit auswärts einen 1:0-Rückstand drehen, um als Sieger vom Platz zu gehen. Die Hildisrieder waren also gewarnt.

Das Spiel begann dann aber eher nicht wie man ein klassisches Derby vermuten würde: Die Intensität im Spiel war überraschend tief, beide Mannschaften schienen sich etwas zu belauern und auf Fehler der Gegner zu warten. Mit der Dauer der ersten Halbzeit kam der FC Sempach dann allerdings ein wenig besser ins Spiel, war in vielen Zweikämpfen den berühmten Schnitt schneller und offensiv zielstrebiger als der HSV. Bis an den Hildisrieder Sechzehner sah das bei den Gästen sehr ordentlich aus, sie brachten sich dann aber selten in wirklich aussichtsreiche Abschlusspositionen. Falls doch, dann liessen sie die Chancen liegen. Trotz etwas trägem Auftritt vermochte auch der HSV offensiv den ein oder anderen Nadelstich zu setzen: Nach rund 35 Minuten jubelten die Gastgeber über die vermeintliche Führung. Das direkte Freistosstor wurde allerdings aufgrund einer aktiven Abseitsposition aberkannt. Mit dem 0:0 ging es in die Pause, ein Resultat mit dem der HSV, gemessen an der Zweikampfquote und der Anzahl Vorstösse wohl gut leben konnte.

Nach der Pause gestaltete sich das Spiel dann ausgeglichener. Der HSV gewann nun etwas mehr Zweikämpfe und konnte sich auch offensiv etwas mehr in Szene setzen, während der FC Sempach sich meist auf schnelle Gegenstösse nach Ballgewinn konzentrierte. Nach 67 Minuten wurde ein Hildisrieder im Sempacher Strafraum gelegt. Es gab Penalty und obendrein eine sehr harte gelb-rote Karte für den verantwortlichen Sempacher. Fleischli verwandelte den fälligen Elfer souverän und sorgte damit für die vielumjubelte und unter dem Strich doch schmeichelhafte Hildisrieder Führung. In der Folge konnte der HSV nun auch mit einem Mann mehr agieren. Wirklich fest im Griff schien der HSV das Spiel nicht zu haben: Der FC Sempach wurde zwar in der Folge offensiv kaum mehr gefährlich, aber wirklich viel von der numerischen Ungleichheit war dem Spiel nicht anzumerken. So brauchte es dann schliesslich auch nur einen guten Sempacher Angriff in der 79. Minute: Die Gäste kamen für einmal in hervorragender Position zum Abschluss, ein Hildisrieder setzte zum Block an, der Ball fand den Weg an seinen Arm. Die einzig richtige Entscheidung: Elfmeter für Sempach! Auch die Gäste gaben sich beim Penalty keine Blösse. Das 1:1 spiegelte das Spielgeschehen sicherlich auch etwas besser wider. Allerdings war das Spiel noch nicht zu Ende und der HSV hatte immer noch einen Mann mehr auf dem Platz. In der 86. Minute fand Hildisrieden noch einmal den Weg in den Sempacher Strafraum. Der Ball fand beim zweiten Versuch einer Hereingabe dann den Weg zu Marcell Wicki, der am Fünfmeterraum stehend nur noch zum 2:1 einzuschieben brauchte. In den letzten fünf Minuten wankte der HSV dann nicht mehr und brachte den Sieg in trockene Tücher.

Der HSV konnte also ein lange umkämpftes Spiel spät für sich entscheiden und damit die ersten drei Punkte der Rückrunde einfahren. Auch tabellarisch war dies ein wichtiger Erfolg, behält der HSV doch seinen Vorsprung auf den drittplatzierten FC Altbüron-Grossdietwil und kann den Vorsprung gegenüber dem ersten Verfolger FC Horw auf fünf Punkte ausbauen. Dennoch muss sich Hildisrieden eingestehen, dass dieser Derbysieg äusserst schmeichelhaft war und dass man sich bei dieser Leistung selbst über eine Niederlage nicht hätte beschweren dürfen. Es gilt nun, trotz Sieg die Lehren aus dieser Partie zu ziehen und es am nächsten Wochenende auswärts beim FC Malters besser zu machen. Anpfiff ist um 16:45, der HSV freut sich wie immer über viel Unterstützung. Hopp Höudi!

Telegramm 4. Liga Hildisrieder SV – FC Sempach II 2:1 (0:0)
Raiffeisen-Arena Bogenhüsli – 120 Zuschauer
Hildisrieder SV: Baggenstos; Villiger, Bachmann, M. Estermann, S. Ineichen; Wiederkehr, Fleischli, M. Wicki, F. Wicki, J. Krieger; A. Ineichen (Schmid, Culo, Pfister, D’Alessandro, Biedermann).
FC Sempach II: Rhyner; Brun, von Büren, Stirnimann, Heini; Pellizoni, Schwegler, Lugli, Keulen, Schöpf; Häfliger (Zesiger, Felber, Bieri).
Tore: 67. Fleischli (P), 79. Schwegler 1:1, 86. M. Wicki 2:1.
Bemerkungen: 67. Gelb-Rote Karte für von Büren / Sempach.