Sins mit bitterer Niederlage im direkten Abstiegsduell gegen Meggen

Startaufstellung der Freitagsabend-Partie zwischen dem FC Sins und dem FC Meggen (Bild: FC Sins).

FC Sins – FC Meggen 2:3

Bei idealen äusseren Bedingungen empfing der FC Sins den FC Meggen zu einem richtungsweisenden Heimspiel im direkten Abstiegskampf. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie musste sich das Heimteam trotz einer starken Schlussphase knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Ausgeglichene erste Halbzeit mit bitterem Rückstand
Beide Mannschaften begannen die Partie eher verhalten, die Bedeutung dieses Spiels war von Beginn an spürbar. Der FC Sins hatte in der Startphase leichte Vorteile, doch sowohl beim Heimteam als auch beim FC Meggen war eine gewisse Nervosität nicht zu übersehen. Beim FC Sins kam hinzu, dass man erneut mit mehreren Ausfällen und verletzten Spielern antreten musste.

Die erste Aktion gehörte Luca Ming, dessen Abschluss in der 14. Minute noch über das Tor ging. Der FC Meggen zeigte in der Folge immer wieder seine spielerischen Qualitäten im Zentrum und in der Offensive, ohne zunächst zwingend zu werden. Die erste klare Torchance des Spiels hatte der FC Sins in der 25. Minute: Ein langer Ball auf Jonas Waser wurde von diesem perfekt auf den mitgelaufenen Mike Lang weitergeleitet, dessen Abschluss aus spitzem Winkel jedoch vom Torhüter des FC Meggen pariert wurde.

Nur wenige Minuten später setzte sich Noah Bucher über die rechte Seite durch und bediente Nick Bühlmann, doch auch dessen Abschluss fand seinen Meister im gegnerischen Schlussmann. Insgesamt blieb die Partie in der ersten Halbzeit chancenarm, mit ausgeglichenen Spielanteilen auf beiden Seiten. Umso bitterer war der Rückstand in der 38. Minute: Nach einem missglückten Befreiungsversuch nach einem Einwurf stimmte die Zuordnung in der Sinser Defensive kurzzeitig nicht, was der FC Meggen ausnutzte und zur 0:1-Führung abschloss. Janick Gamma war dabei chancenlos.

Rückschläge nach der Pause und späte Aufholjagd
Trainer Kramis reagierte zur Pause mit einem Doppelwechsel auf den Aussenbahnen. Kürsad Özdemir ersetzte Noah Bucher, Erjon Bogdani kam für Jonas Waser. Beide brachten frischen Schwung ins Offensivspiel des FC Sins. Dennoch folgte in der 56. Minute der nächste Rückschlag: Erneut nach einem Einwurf passte die Zuordnung nicht, und der FC Meggen erhöhte auf 0:2.

In der 60. Minute wurde Kürsad Özdemir nach einem harten Einsteigen mit offener Sohle am Schienbein gefoult. Der Schiedsrichter zeigte dem Spieler des FC Meggen die rote Karte. Der FC Sins stellte daraufhin taktisch um und brachte mit Noel Bertelsen und Louis Delaloye zusätzliche offensive Kräfte. In Überzahl gelang es den Sinsern, mehr Druck aufzubauen, während sich der FC Meggen zunehmend auf Konter beschränkte. Trotzdem fiel in der 64. Minute das nächste Tor für die Gäste: Nach einem langen Ball setzte sich Altin Gashi mit viel Tempo über die linke Seite durch und traf mit einem gezielten Abschluss ins lange Eck zum 0:3. Der FC Sins investierte weiterhin viel, tat sich aber lange schwer, klare Torchancen zu erspielen, während der FC Meggen seine Möglichkeiten effizient nutzte.

In der Schlussphase wurde der Aufwand des Heimteams doch noch belohnt. In der 82. Minute leitete der junge Edis Baljkovic einen sehenswerten Angriff ein, seine scharfe Hereingabe verwertete der eingewechselte Louis Delaloye zum 1:3. Der FC Sins erhöhte nun nochmals den Druck, ehe es in der 90. Minute zu einem Schockmoment kam: Erjon Bogdani wurde vom weit herauskommenden Torhüter des FC Meggen von hinten am Kopf getroffen und musste verletzt mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Spital gebracht werden. Der FC Sins wünscht Erjon an dieser Stelle gute Besserung.

Der fällige Penalty wurde von Nick Bühlmann im Nachschuss zum 2:3 verwandelt. In den verbleibenden Minuten warf das junge Sinser Team nochmals alles nach vorne. In der 95. Minute hatte Edis Baljkovic nach einem starken Zuspiel von Noel Bertelsen den Ausgleich auf dem Fuss, scheiterte jedoch am Torhüter. Kurz darauf war Schluss.

Fazit
Der FC Sins zeigte insbesondere in der Schlussphase Moral, konnte die zuvor entstandenen Rückstände jedoch nicht mehr vollständig korrigieren. Der FC Meggen präsentierte sich effizient und nutzte individuelle Fehler konsequent aus. Die Situation im Abstiegskampf bleibt angespannt. Das Team wird weiter hart arbeiten und hofft in dieser Phase auf breite und positive Unterstützung, um am nächsten Freitag auswärts gegen den SC Buochs wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren.