
Am Samstagabend gastierte die Equipe von Manuel Emmenegger auf dem Ruswiler Schützenberg. Trotz grosser Spielanteile und zahlreichen Chancen musste sich der FC Schüpfheim mit 0:1 geschlagen geben. Während dem FCS einmal mehr die Effizienz vor dem Tor fehlte, nutzte Ruswil seine Möglichkeiten eiskalt aus.
Die Hoffnung auf die Aufstiegsspiele lebte vor der Partie zwar noch, dafür wären aber zwingend drei Punkte nötig gewesen. Entsprechend konzentrierte sich Schüpfheim darauf, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen – und startete engagiert in die Partie. Bereits in den ersten zehn Minuten setzte sich der FCS mehrmals gefährlich rund um den Ruswiler Strafraum fest. Der letzte Pass und die nötige Konsequenz im Abschluss fehlten jedoch noch. Ruswil seinerseits setzte vor allem auf schnelle Gegenstösse und versuchte immer wieder, mit langen Bällen und Kontern in die Gefahrenzone vorzudringen. In der 30. Minute wurde es erstmals richtig gefährlich: Nach einem schnellen Angriff rettete der Querbalken für Schüpfheim. Ansonsten kontrollierten die Gäste das Spielgeschehen weitgehend, schafften es aber nicht, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen.
Chancen im Minutentakt
Auch über Standardsituationen kam der FCS zu guten Möglichkeiten. Gleich mehrmals retteten Ruswiler Defensivspieler in letzter Sekunde auf der Linie und verhinderten den Führungstreffer. Bereits zu diesem Zeitpunkt hätte Schüpfheim in Führung liegen müssen. Die Devise für die zweite Halbzeit war deshalb klar: Genau gleich weiterspielen, den hohen Ballbesitz aber endlich in Tore umwandeln. Und beinahe gelang der perfekte Start. Kurz nach Wiederanpfiff zog Kilian Wicki alleine auf den Ruswiler Torhüter los, scheiterte jedoch mit seinem Abschluss am stark reagierenden Schlussmann. Wenige Minuten später kam Wicki nach einem schön herausgespielten Angriff erneut zum Abschluss, setzte seinen Kopfball jedoch über das Tor. Auch Raphael Lustenberger und Julian Eicher kombinierten sich sehenswert bis vor das Ruswiler Tor, wurden im letzten Moment aber noch entscheidend gestört. Der Aufwand stimmte beim FCS – einzig der Torerfolg wollte weiterhin nicht gelingen. Sinnbildlich: Wenige Minuten später rettete wieder ein Ruswiler Defensivakteur auf der Linie.
Ein Konter entscheidet die Partie
Dann trat die bekannte Fussballweisheit ein: Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schaltete Ruswil schnell um und spielte den Konter konsequent zu Ende. Der Treffer zum 1:0 entsprach zwar nicht dem Spielverlauf, passte aber sinnbildlich zur Partie aus Sicht des FCS. In der Schlussphase versuchte Schüpfheim zwar geduldig zu bleiben, agierte mit zunehmender Spieldauer aber immer hektischer. Viele hohe Bälle und überhastete Aktionen nahmen dem Spiel den Rhythmus. Dennoch kam der FCS weiterhin zu guten Chancen: Der eingewechselte Nick Bieri verzog aus aussichtsreicher Position, Robin Schnider versuchte es aus der Distanz und Joel Zihlmann traf mit einem Kopfball nur die Latte. Ruswil kam seinerseits kurz vor Schluss ebenfalls noch zu einem Pfostenschuss, ehe sich Noah Unternährer mit einer starken Parade nochmals auszeichnen konnte.
Am Ende blieb Schüpfheim trotz Chancen für mehrere Tore ohne Treffer und ohne Punkte. Damit ist auch klar, dass die Rückkehr in die 3. Liga in dieser Saison definitiv nicht mehr gelingt. Trotzdem will der FCS den eingeschlagenen Weg konsequent weiterverfolgen. Die Integration vieler junger Spieler sowie die Weiterentwicklung der Spielstruktur benötigen Zeit – besonders gegen physisch starke Gegner und schnelle Kontermannschaften tut sich Schüpfheim aktuell noch schwer. Mit diesen Erkenntnissen richtet die Equipe den Fokus nun auf den Saisonendspurt und die kommende Sommervorbereitung.
Telegramm 4. Liga FC Ruswil – FC Schüpfheim 1:0 (0:0)
Zuschauer: 100
SR: Noah
Tore: 59. 1:0
FC Schüpfheim: Noah Unternährer, Dario Schmid, Maurice Balmer, Gian Rölli, Joel Zihlmann, Manuel Studer (Robin Schnider), Elias Dubler (David Emmenegger), Raphael Lustenberger (Nick Bieri), Kilian Wicki (Fabio Emmenegger), Julian Eicher, Noel Hodel





























