Spielbericht FC Gunzwil:
Die Michelsämter unterliegen dem Leader auswärts in Goldau mit 3:0. Der Sieg geht in Ordnung, fällt aber in den Augen des Schreiberlings genug deutlich aus. Damit bleibt Goldau an der Spitze und der Bolliger-/Erni-Elf droht aktuell die Luft auszugehen, dies will man im Derby am kommenden Wochenende aber verhindern.
Goldau mit verdienter Pausenführung
An einem wunderschönen Sommerabend und vor einer tollen Kulisse mit vielen Fans eröffnete der Unparteiische pünktlich das Spielgeschehen. Die Startviertelstunde wird beidseits nicht in die Geschichte eingehen, dafür war zu viel abtasten auf beiden Seiten vorhanden. Zwei Abschlüsse von Goldau in der 3. und 6. Minuten verfehlten ihr Ziel noch sehr deutlich. Was man bereits jetzt sehen konnte, dass das Heimteam technisch und spielerisch ihre Qualitäten hatte, aber Gunzwil diese in dieser Phase ziemlich gut im Zaun halten konnte, seinerseits aber im Spiel nach vorne auch noch keine Wirkung entfalten konnte. Wenig verwunderlich war es dann in der 19. Minute, als eine Ecke das Heimteam ein wenig aus dem Nichts in Führung bringen konnte. Persson wurde sträflich alleine gelassen und der Innenverteidiger konnte aus bester Position einnicken. Wer jetzt die Hoffnung hatte, dass die Partie mehr an Fahrt aufnehmen würde mit vielen Torraumszenen wurde enttäuscht.
Das Geschehen blieb eher blass und wurde erst nach einer knappen halben Stunde wieder attraktiver. Nun übernahm definitiv das Heimteam das Zepter und drängte die Michelsämter immer mehr in dessen Hälfte ein. In der 38. Minute die nächste Topchance, ein Abschluss für Goldau, welche nahe am Lattenkreuz vorbeisegelte und nur zwei Minuten später die nächste Möglichkeit, diesmal auf der anderen Seite knapp am Lattenkreuz vorbei. Gunzwil hatte Glück in dieser Phase, denn die Gastgeber waren nun ganz klar spielbestimmend. Kurz vor dem Pausentee ereignete sich dann plötzlich im Strafraum von Goldau eine mitunter nicht ganz unwichtige Szene. Koch, plötzlich auf dem direkten Weg Richtung Feer im Goldauer Tor unterwegs, wurde definitiv penaltyreif gefoult, aber der Schiedsrichter zeigte nicht auf dem Punkt. Eine Aktion, welche ziemlich deutlich war und Goldau durfte sich über den Entscheid nicht beklagen. Kurz danach war Pause und Goldau führe zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Leistungssteigerung während der 1. Halbzeit verdient mit 1:0.
Gunzwil ohne Effizienz, Goldau im Stil einer Spitzenmannschaft
Die Gäste aus dem Michelsamt witterten weiterhin ihre Chance und kamen dementsprechend motiviert aus der Kabine heraus. Nun folgte die beste Phase im Spiel der Gäste und es lag etwas in der Luft. In der 54. Minute hämmerte zuerst Koch den Ball an die Latte nach einem von Gunzwil schön vorgetragenen Angriff und direkt im Gegenzug kam auch Goldau zu einem Lattenschuss nur mit dem Unterschied, dass mit Bachmann hier der Stürmer direkt noch abstauben konnte und das 2:0 für die Heimmannschaft erzielte. Doch das Tor schien Gunzwil weiterhin nicht zu verunsichern. Die Michelsämter waren in dieser Phase der Partie absolut auf Augenhöhe mit dem Leader. In der 58. Minute musste dann Feer sein ganzes Können auspacken, um einen tollen Fleischli-Kopfball nach einem Freistoss zu entschärfen. Die Michelsämter wehrten sich in dieser Phase nach Kräften und boten einem spielerisch starken SC Goldau Paroli.
Bei einem Anschlusstreffer wäre es sicherlich nochmals spannend geworden. Die Gastgeber bekamen die Partie nach knapp 65 Minuten wieder mehr in den Griff. Süess verhinderte in der 67. Minute mit einer schönen Parade das 3:0. Vier Minuten später war dann auch Süess machtlos, als Asaro einen schön vorgetragenen Angriff zur Vorentscheidung abschloss. Die Messe war damit gelesen. Gunzwil gab sich aber weiterhin nicht auf und probierte weiterhin den Ehrentreffer zu erzielen. Die beste Chance in der Schlussphase dazu hatte Iwan Rogger nach knapp 85 Minuten, aber Feer war auch hier zur Stelle und lenkte den Ball in den Corner. Goldau seinerseits hatte ebenfalls noch zwei Möglichkeiten nach dem 3:0 weiter zu erhöhen, dies klappte aber auch nicht mehr. So endete die Partie mit 3:0 und die Schwyzer durften den nächsten Dreier bejubeln und sind dank einem Ausrutscher von Kontrahent Brunnen nun sogar mit drei Punkten Vorsprung Tabellenführer.
Gunzwil will zurück auf die Siegesstrasse
Nachdem für Gunzwil zu Beginn der Rückrunde wirklich alles zusammenpasste und oft auch Siege im letzten Moment gefeiert werden konnten, ist es zurzeit halt eher umgekehrt. Gegen Willisau und Rothenburg musste man sich trotz Führung geschlagen geben und heute war das Verdikt auf dem Papier klar, aber das Spielgeschehen selbst war es nicht über die gesamte Spieldauer. Der Sieg von Goldau geht aber sicher in Ordnung. Am kommenden Wochenende soll aber definitiv fertig sein mit der Punkteverteilung. Es kommt dann nämlich zum Derby aller Derbys aus Gunzwiler Sicht zuhause gegen Sempach. Die Sempacher sind dringend auf Punkte angewiesen, liegen diese aktuell doch «nur» auf dem 12. Tabellenplatz. Aktuell liegt der Strich zwar noch drunter, aber dieser dürfte sich dem aktuellen Geschehen nach in der 2. Liga Interregional noch eine Position nach oben bewegen. Für Spannung ist also gesorgt. Anpfiff auf der Linden ist am Samstag, 16. Mai um 18.00 Uhr. Hopp Gonzbu!
Spielbericht SC Goldau: Goldau festigt die Leaderposition
Der SC Goldau besiegt Gunzwil zuhause verdient mit 3:0 und profitiert gleichzeitig vom torlosen Unentschieden des FC Brunnen gegen Baar. Damit wächst der Vorsprung des SCG an der Tabellenspitze auf drei Punkte an.

Persson bringt Goldau in Führung
Von Beginn an übernahm der SCG das Spieldiktat. Die Goldauer waren spielerisch und technisch das stärkere Team und setzten die Gäste früh unter Druck. In der 19. Minute wurde die Überlegenheit erstmals belohnt: Nach einem Eckball von Julet Ademi stieg Gabriel Persson am höchsten und köpfte den Ball sehenswert zur 1:0-Führung ins Netz.
Fortuna auf Goldauer Seite
Auch danach blieb das Heimteam die bessere Mannschaft. Was fehlte, war einzig der zweite Treffer. Julet Ademi und Noah Bachmann kamen noch vor der Pause zu guten Möglichkeiten, konnten diese jedoch nicht nutzen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann eine äusserst heikle Szene im Goldauer Strafraum: Sandro Koch wurde von den Beinen geholt, doch Schiedsrichter Nico Gattiker liess zum Erstaunen der Zuschauer weiterspielen. In dieser Situation stand das Glück erstmals auf Seiten des SCG. Kurz nach Wiederanpfiff musste Goldau Fortuna erneut bemühen. Wieder war es Sandro Koch, der aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, den Ball jedoch nur an die Latte setzte (53.). Es war die grosse Chance auf den Ausgleich für die Gäste.
Goldau legt entscheidend nach
Die Antwort der Goldauer folgte postwendend. Im direkten Gegenzug traf Besard Ademi ebenfalls die Latte, doch der Abpraller landete vor den Füssen von Noah Bachmann. Der Liga-Topskorer liess sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erhöhte in der 53. Minute auf 2:0. Mit diesem Treffer war die Partie praktisch entschieden. Marco Asaro sorgte in der 72. Minute mit dem dritten Goldauer Treffer endgültig für klare Verhältnisse. Ein besonderer Moment ereignete sich zudem in der 64. Minute: Simon Schmid wurde eingewechselt und absolvierte damit sein 200. Spiel für den SC Goldau.
Der Sieg der Goldauer war am Ende verdient – auch wenn das Heimteam in einigen Situationen das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite hatte. Da der FC Brunnen gegen Baar nicht über ein 0:0 hinauskam, beträgt der Vorsprung des SC Goldau an der Tabellenspitze nun drei Punkte.
Telegramm SC Goldau – FC Gunzwil 3:0 (1:0)
Sportplatz Tierpark, 320 Zuschauer. – SR N. Gattiker. – Tore: 20. Persson 1:0, 54. Bachmann 2:0, 72. Asaro 3:0. – SC Goldau: Feer; Asaro, Persson, Frischkopf (81. Sommaruga), Ulrich, K. Huser (88. Pfefferle), Schelbert, Diaz (64. Schmid), B. Ademi (68. Ulli), J. Ademi, Bachmann (75. Z. Huser). – FC Gunzwil: Süess; Imbach, Dätwyler (84. Stocker), Kronenberg, Bucher, Ramundo, Fleischli (78. Rogger), Schumacher (67. Nurmi), Fankhauser, Furrer (67. Estrela Do Nascimento), Koch (76. Pervorfi). – Verwarnungen: 56. Fleischli, 90.+2 Imbach (beide wegen Foulspiels). – Bemerkungen: 53. Lattenschuss Koch, 53. Lattenschuss B. Ademi.
































