Beim Auswärtsspiel gegen den Luzerner SC sah sich der FC Küssnacht nach einer fahrigen ersten Halbzeit mit einem Rückstand konfrontiert. Mit einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel und der nötigen Geduld konnte man das Spiel in den Schlussminuten aber noch drehen.
Nach der unglücklichen Niederlage im Spitzenspiel vom vergangenen Wochenende war der FCK gewillt, wieder auf die Siegerstrasse zurückzukehren. Bei warmen Temperaturen trat man auf der Allmend beim Luzerner Sportclub an. Der Gegner steckt noch mitten im Abstiegskampf, somit musste man auch an diesem Abend alles reinwerfen, um zu reüssieren. Bis auf die Startminuten blieben die Küssnachter in der ersten Halbzeit aber vieles schuldig. Im Mittelfeld wurde viel zu langsam umgeschaltet, im letzten Drittel fehlten Präzision und Entschlossenheit und die mit langen Bällen eingesetzten schnellen Stürmer der Luzerner stellten die Küssnachter Hintermannschaft Mal für Mal vor Probleme. Genau mit einem solchen Ball wurde Luigi Milicaj in der 20. Minute in die Tiefe geschickt. Dieser deckte den Ball gekonnt ab und wurde im Sechzehner zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte gleich selbst.
Küssnacht war gewillt zu reagieren, doch vieles passte nicht zusammen. Bis auf ein paar Halbchancen blieb man bis zur Pause harmlos. Vielmehr hatte man Glück, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Um die drohende Niederlage abzuwenden, brachten die FCK-Trainer Sorrentino und Ordonez mit Oliveira und Freitas frischen Wind, welcher sich in der zweiten Halbzeit bemerkbar machte.
Küssnacht dreht das Spiel
Auch in der zweiten Halbzeit wirkte das Küssnachter Spiel nicht berauschend, man verstand es jedoch unbeirrt dranzubleiben und dem Gegner von Minute zu Minute weniger Spielanteile zuzugestehen. In dieser Phase kam der FCK zu vielen Standardsituationen, konnte daraus aber keinen Profit schlagen. Die bis zu diesem Zeitpunkt grösste Ausgleichschance bot sich Linares in der 55. Minute, als sich Schelbert auf der rechten Seite stark durchsetzte und den Spanier am zweiten Pfosten bediente. Sein Kopfball verfehlte das Tor haarscharf.
Die Rigidörfler intensivierten ihre Bemühungen ab Mitte der zweiten Hälfte nochmals. Gleichzeitig schwanden bei den Luzernern die Kräfte zusehends, sodass sie sich kaum mehr befreien konnten. Es brauchte allerdings Geduld bis zur 82. Minute, als Linares für seine Farben nach einer Flanke aus dem Halbfeld den Ausgleichstreffer erzielte. Beflügelt davon drückte der FCK sogleich auf den nächsten Treffer. James Gügler wurde an der Seitenlinie angespielt und schickte Freitas in die Tiefe. Dieser vernaschte mit seinem Dribbling zwei Gegenspieler und drehte das Spiel mit einem gekonnten Flachschuss zugunsten Küssnachts. In den verbleibenden Spielminuten spielte der FCK die Partie gekonnt herunter und durfte sich über wichtige drei Punkte freuen.
Auch wenn der Sieg nicht gestohlen war, genügte die Leistung den eigenen Ansprüchen nicht und wird spätestens dann, wenn es gegen die besten Teams der 3. Liga um den Aufstieg geht, nicht mehr reichen. Trotzdem machten die Küssnachter im Gegensatz zu den letzten beiden Spielen das Einzige richtig, was zählt: Man schoss ein Tor mehr als der Gegner. Durch den Sieg und die Niederlage von Kriens braucht der FCK aus den verbleibenden drei Meisterschaftsspielen noch einen Punkt, um sich für die Aufstiegsspiele ab Mitte Juni zu qualifizieren. Die Möglichkeit, das erste Saisonziel zu erreichen, ergibt sich bereits kommenden Mittwoch gegen den FC Hitzkirch.
Telegramm Luzerner SC – FC Küssnacht 1:2 (1:0)
Allmend. – 40 Zuschauer – Tore: 20. Milicaj 1:0. 82. Linares 1:1. 84. Freitas 1:2. – Luzerner SC: Schweizer, Günes, Lustenberger, George, Schmid, Esteves, Hamouch B., Milicaj, Siventhiranathan, Blättler (C), De Jesus (Reginold, Hamouch W., Benedict, Almeida, Ricciardi)
FC Küssnacht: Gügler M.; Stadler, Müller, Schilliger (C), Lieb; Pasalic, Landolt, Qupi; Schelbert, Linares, Pereira. (Wagner, Gomes, Oliveira, Freitas, Gügler J.)
































