Der FC Grosswangen-Ettiswil zeigte gegen den SC Reiden eine Reaktion auf die schwache Leistung in Malters, musste sich am Ende aber trotzdem mit 1:2 geschlagen geben. Trotz spielerischer Vorteile und verdienter Führung drehten die Gäste die Partie innerhalb von nur drei Minuten. Reiden wahrte damit die rechnerischen Chancen auf den Ligaerhalt.
Bei kühlen Temperaturen entwickelte sich im Gutmoos zunächst eine ausgeglichene Partie. Während Reiden unbedingt gewinnen musste, um die Hoffnungen auf den Ligaerhalt am Leben zu halten, wollte Grosswangen-Ettiswil eine Reaktion auf den enttäuschenden Auftritt gegen Malters zeigen. Die erste gute Möglichkeit gehörte den Gästen. Enis Januzaj kam aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, konnte jedoch nicht reüssieren. Die erste Chance für Grosswangen-Ettiswil hatte Sven Baumeler, dessen Abschluss aus rund 16 Metern sichere Beute für Demir Spahiu war.
Insgesamt blieb die Partie in der Anfangsphase arm an zwingenden Torchancen. Mit zunehmender Dauer übernahm das Heimteam jedoch mehr Spielanteile und kam auch offensiv gefährlicher auf. Patrick Bösch versuchte es mit einem Schlenzer und kurz vor der Pause prüfte Tobias Müller den Reidner Schlussmann mit einem Schuss, den dieser erst im Nachfassen sichern konnte. Trotzdem blieb die erste Halbzeit insgesamt zäh und endete folgerichtig torlos.
Grosswangen-Ettiswil am Drücker – Luternauer trifft
Nach dem Seitenwechsel kam Grosswangen-Ettiswil deutlich engagierter aus der Kabine. Vor allem Noel Luternauer sorgte in den ersten Minuten mehrmals für Gefahr und zeigte sich sehr präsent im Angriff. Reiden setzte offensiv lange kaum Akzente und meldete sich erst in der 58. Minute mit einem gefährlichen Abschluss zurück. Nur wenig später fiel die verdiente Führung für das Heimteam. Fabian Ukaj lancierte Noel Luternauer mit einem starken Steckpass in die Tiefe. Der Topskorer setzte sich im Laufduell durch und schob den Ball in der 61. Minute souverän zum 1:0 ein. Grosswangen-Ettiswil blieb danach am Drücker und verpasste nur zwei Minuten später die mögliche Vorentscheidung. Elio Schnyder tauchte alleine vor dem Reidner Tor auf, traf mit seinem überlegten Abschluss jedoch nur den Pfosten. Auch der Nachschuss von Tobias Müller wurde noch geblockt. In der 67. Minute kam Müller zu einer weiteren guten Möglichkeit.
Reiden schlägt eiskalt zurück
Mitten in der Druckphase des Heimteams gelang Reiden aus dem Nichts der Ausgleich. Arben Balaj kam im Strafraum zum Abschluss, André Memaj parierte zunächst stark, doch Nando Thurnherr reagierte am schnellsten und staubte zum 1:1 ab. Nur zwei Minuten später folgte der nächste Rückschlag. Spielertrainer Balaj behauptete den Ball vor dem Strafraum und legte clever auf Thurnherr ab, der mit seinem zweiten Treffer die Partie komplett drehte. Grosswangen-Ettiswil versuchte in der Schlussphase nochmals zu reagieren, kam jedoch kaum mehr zu klaren Torchancen. So blieb es beim 2:1-Erfolg für Reiden, das nicht die bessere Mannschaft war, seine Möglichkeiten aber deutlich effizienter nutzte. Damit verhinderten die Gäste vorerst den vorzeitigen Abstieg. Für Grosswangen-Ettiswil stehen noch zwei Meisterschaftsspiele an. Weiter geht es am 30. Mai auswärts gegen den FC Zell.
Telegramm FC Grosswangen-Ettiswil – SC Reiden 1:2 (0:0)
Gutmoos – 150 Zuschauerinnen und Zuschauer; SR C. Rohrer
Grosswangen-Ettiswil: Memaj, Tarashaj, E. Wälti, Ambühl, Bösch, Ukaj, Baumeler, Müller, Schnyder, Eifert, Luternauer (Ziswiler, Schacher).
Reiden: Spahiu; Vogel, Moor, Balazi, Cordaro, Lang, Küng, Januzaj, Balaj, Thurnherr, Dedaj (Jetishi, Spahiu)
Tore: 61. Luternauer 1:0; 68. Thurnherr 1:1; 70. Thurnherr 1:2
Bemerkungen: 63. Pfostenschuss Elio Schnyder
Bildlegende: Spielszene FC Grosswangen-Ettiswil – SC Reiden.





























