5:0-Derbysieg – Schüpfheim mindert Wolhusens Aufstiegsträume massiv

Gleich fünf Mal durften die Schüpfheimer jubeln (Archivbild: Edi Dubler).
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Die Ausgangslage vor dem Derby war klar: Wolhusen konnte mit einem Sieg die Hoffnung auf die Aufstiegsspiele aufrechterhalten, während es für Schüpfheim nur noch um Prestige ging – zu gross war der Rückstand auf die Tabellenspitze. Doch genau dieses Prestige setzte sich eindrücklich durch. Wolhusen wurde im Derby mit einer deutlichen 0:5-Packung nach Hause geschickt, womit die Chancen auf den Aufstieg stark gesunken sind.

Bereits in der Startphase war zu spüren, dass der FC Schüpfheim den Zuschauerinnen und Zuschauern zeigen wollte, dass die Saison nicht nach dem eigenen Gusto verlaufen war. Die Hausherren waren ab der ersten Sekunde präsent, hartnäckig und bereit, um jeden Ball zu kämpfen – Eigenschaften, die in dieser Saison nicht immer sichtbar gewesen waren. Wolhusen hingegen wirkte überrascht und konnte dem Spiel zunächst kaum den eigenen Stempel aufdrücken, obwohl die Gäste mit einem Sieg weiterhin mitten im Aufstiegskampf geblieben wären.

Frühe Führung bringt Schüpfheim auf Kurs
Die Konsequenz war der frühe Führungstreffer für die Hausherren. Der nach einer Verletzungspause zurückgekehrte Innenverteidiger Patrick Emmenegger kombinierte sich über die linke Seite durch und fand mit Nick Bieri den idealen Abnehmer in der Mitte. Dessen Abschluss wurde unhaltbar ins Wolhuser Tor abgefälscht – die verdiente Führung für Schüpfheim. Die Gastgeber blieben am Drücker und kamen nur wenige Minuten später zu zwei weiteren gefährlichen Aktionen. Zunächst parierte David Wicki einen Abschluss von Julian Eicher stark mit dem Fuss, ehe Kilian Wicki kurze Zeit später aus aussichtsreicher Position verzog.

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Der Schüpfheimer Stürmer machte es in der 26. Minute besser: Manuel Studer schickte ihn mit einem starken Zuspiel auf die Reise, worauf Wicki eiskalt zum 2:0 einschob. Und damit nicht genug: Zehn Minuten später folgte der nächste starke Angriff. Wieder wurde Kilian Wicki aus der eigenen Platzhälfte lanciert, liess zwei Gegenspieler stehen und vollendete sehenswert zum 3:0. Die deutliche Führung zur Pause entsprach dem Spielverlauf auch in dieser Höhe. Wolhusens einzige wirklich grosse Möglichkeit hatte Valerian Duhanaj nach einem Eckball, doch sein Kopfball flog knapp am Tor von Noah Unternährer vorbei.

Defensiv solidarisch, offensiv effizient
Nach dem Seitenwechsel war klar, dass Wolhusen offensiv reagieren musste. Schliesslich benötigten die Gäste dringend Punkte im Rennen um die Aufstiegsspiele. Schüpfheim nahm sich deshalb vor, defensiv kompakt zu bleiben und die Null zu halten. Dies gelang den Hausherren mit einer solidarischen und abgeklärten Leistung eindrücklich. Besonders im Umschalten auf die Defensive sowie beim Gewinnen der zweiten Bälle überzeugte Schüpfheim während der gesamten Partie. Die Räume, die sich dadurch für Konter eröffneten, nutzte das Heimteam konsequent aus. In der 67. Minute tankte sich der eingewechselte Raphael Lustenberger mit viel Überzeugung über die rechte Seite durch und verwertete seinen Abschluss souverän zum 4:0. Ein weiterer schöner Treffer, der den Deckel endgültig auf die Partie setzte.

Das 5:0 war in dieser Höhe verdient
Kurz danach ist Schüpfheim beinahe ein direkter Standarttreffer gelungen: Noel Hodel zirkelte einen Eckball direkt an die Latte und sorgte damit nochmals für Gefahr vor dem Wolhuser Tor. Den Schlusspunkt setzte Julian Eicher in der 77. Minute. Nach einer Hereingabe von Kilian Wicki hatte er im Strafraum genügend Zeit, sich den Ball zurechtzulegen und zum 5:0 einzuschieben.

Die Leistung der Schüpfheimer wusste insgesamt zu überzeugen. Gleichzeitig stellte sich die Frage, weshalb es in dieser Saison insbesondere punkto Einstellung nicht immer gelungen war, dieses Niveau abzurufen. Dennoch war der klare Derbyerfolg ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Mannschaft über grosses Potenzial verfügt. Mit Blick auf die kommende Saison ist dies besonders bedeutend, nachdem das Ziel der Aufstiegsspiele bereits wieder selbsterklärend definiert wurde.

Für Wolhusen ist der Zug Richtung Aufstiegsspiele zwar noch nicht komplett abgefahren, dennoch war der Auftritt im Moosmättili enttäuschend. Zwar ist mit entsprechender Schützenhilfe weiterhin ein Platz unter den ersten zwei möglich, doch dafür braucht es in den verbleibenden Spielen eine deutliche Leistungssteigerung. Nach dem freien Pfingstwochenende stehen noch zwei Meisterschaftspartien der regulären Saison an.

Telegramm 4. Liga FC Schüpfheim – FC Wolhusen 5:0 (3:0)
Zuschauer: 250 / SR: Stephan Rölli
Tore: 10. Nick Bieri 1:0, 26. Kilian Wicki 2:0, 39. Kilian Wicki 3:0, 67. Raphael Liustenberger 4:0, 77. Julian Eicher 5:0
FC Schüpfheim: Noah Unternährer, Dario Schmid (Gian Rölli), Patrick Emmenegger, Tim Lochmann, Joel Zihlmann, Noel Hodel, Manuel Studer, Elias Dubler (Robin Schnider), Nick Bieri (Raphael Lustenberger), Julian Eicher (Joshua Zemp), Kilian Wicki (David Emmenegger)
FC Wolhusen: David Wicki, Rafael Lage, Valerian Duhanaj, David Bucher, Adrian Brunner, Elias Koch, Dario Marti, Jonas Wicki, Pashk Berisha, Justin Birrer, Michael Stöckli (Cyrill Durmüller, Yanick Zurkirchen, Arian Komani, Cyrill Marbacher, Yanick Koch).