
Die Frauen des FC Küssnacht a/R verlieren das letzte Platzierungsspiel der NLB-Saison zuhause gegen den FC Schlieren mit 2:3 (1:1). Trotz zweier Treffer von Mara Studer und zwischenzeitlichen Ausgleichsmöglichkeiten machten sich die Küssnachterinnen mit mehreren defensiven Unachtsamkeiten das Leben selbst schwer. So blieb dem Team zum Saisonabschluss ein Punktgewinn verwehrt.



Unnötige Gegentore bringen Küssnacht aus dem Rhythmus
Küssnacht startete engagiert in die Partie und zeigte insbesondere in der Anfangsphase eine aktive Spielweise. Mit frühem Pressing und viel Laufbereitschaft gelang es dem Heimteam, Schlieren zunächst vom eigenen Tor fernzuhalten. In der 21. Minute wurde der gute Start belohnt: Studer verwertete einen Angriff zur verdienten 1:0-Führung. In der Folge gelang es Küssnacht zu selten, die schnellen Offensivspielerinnen mit präzisen Tiefenbällen in Szene zu setzen. Schlieren blieb vor allem über Umschaltsituationen gefährlich und profitierte in der 29. Minute von einer unglücklichen Aktion im Küssnachter Strafraum – eine Szene, die sinnbildlich für die restlichen Tore der Partie war: Rolinger und Torhüterin Mazzurco behinderten sich gegenseitig, wodurch eine Hereingabe von Rochat direkt zum 1:1 im Tor landete. Trotz spielerischer Vorteile gelang es Küssnacht in der Folge nicht, offensiv genügend Durchschlagskraft zu entwickeln. So ging es mit einem ausgeglichenen Spielstand in die Pause.
Küssnacht reagiert – Schlieren schlägt erneut zu
Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. In der 51. Minute konnte Mazzurco einen zunächst harmlos scheinenden Ball im Strafraum nicht entscheidend festhalten, worauf Raschle zur 2:1-Führung für Schlieren einschob. Küssnacht zeigte darauf jedoch eine gute Reaktion und erhöhte den Druck. In der 62. Minute setzte sich Rolinger über die linke Seite stark durch und spielte den Ball zur Mitte, wo Studer souverän zum verdienten 2:2-Ausgleich traf. Mit mehreren Wechseln versuchte Küssnacht im weiteren Spielverlauf neue Impulse zu setzen, tat sich gegen kompakt verteidigende Gäste jedoch schwer, klare Torchancen herauszuspielen. In der 71. Minute geriet das Heimteam erneut in Rückstand: Mit einem Fehler im Aufbauspiel wurden die Gäste praktisch zum Abschluss eingeladen – Mazzurco war zwar noch am Ball, konnte ihn jedoch nicht mehr entscheidend abwehren. Küssnacht suchte in der Schlussphase nochmals den Ausgleich und kam kurz vor Spielende durch Schilliger zur grossen Chance auf das 3:3, doch der Abschluss blieb ungenutzt.
Vermeidbare Niederlage zum Saisonabschluss
Küssnacht zeigte phasenweise eine engagierte Leistung und kam nach den Rückständen jeweils wieder zurück in die Partie. Letztlich machten sich die Gastgeberinnen mit zu vielen Eigenfehlern das Leben jedoch selbst schwer. «Wir bekommen drei sehr unglückliche Gegentore, die so nicht passieren dürfen. Trotzdem haben wir offensiv immer wieder reagiert und uns Chancen auf den Ausgleich erarbeitet», hielt Trainerin Angela Käslin nach der Partie fest. Auch Co-Trainer Michel Neugel ordnete die Begegnung ähnlich ein: «Über weite Strecken war das Spiel ausgeglichen. Entscheidend war, dass wir Schlieren mit unseren Fehlern zu einfachen Toren eingeladen haben.» Für zusätzliche Wehmut sorgte zudem die Nachricht, dass Samara Weber und Stephanie Huber den Verein im Sommer auf eigenen Wunsch verlassen werden. Während Weber in der zweiten Halbzeit nochmals zum Einsatz kam, musste Huber ihre Karriere verletzungsbedingt bereits früher beenden. Trotz der Niederlage herrschte auf dem Luterbach vor rund 200 Zuschauern ein stimmungsvoller Saisonabschluss.
Telegramm FC Küssnacht a/R – FC Schlieren 2:3 (1:1)
Samstag, 16.05.2026, 20:15 Uhr, Luterbach, 200 Zuschauer
Tore: 21. Studer (1:0), 29. Rochat (1:1), 51. Raschle (1:2), 62. Studer (2:2), 71. Metzger (2:3).
FC Küssnacht a/R: Mazzurco; Hongler (60. Suma), Steiner, Troxler, Rolinger (72. Kottmeyer), Pirker, Lourenco Rodrigues, Scherrer (85. Mazza), Schilliger, Ulrich (60. Weber), Studer (60. Ganic).
FC Schlieren: Eigenmann; Vono Oviedo, Bürgisser, Dietrich, Flückiger, Sedman, Hashani, Rochat (74. Gächter), Metzger (74. Davydenko), Michel (46. Raffino), Raschle.


























