Es sah lange Zeit nicht nach einem solchen Spielausgang aus. Der FC Grosswangen-Ettiswil lag zweimal in Führung, welche die Gastgeber stets wieder ausgleichen konnten. In der allerletzten Sekunde der achtminütigen Nachspielzeit war es jedoch Edi Nikmengiaj, der den FC Wauwil-Egolzwil mit dem 3:2 definitiv ins Glück schoss.
Meisterschafts-Startspiele sind immer etwas Besonderes. Beim Spiel des FC Wauwil-Egolzwil und dem FC Grosswangen-Ettiswil trifft dies aber gleich doppelt zu, denn bei den Rottalern wirken seit der neuen Saison nebst Trainer Edi Prekaj gleich drei weitere Spieler mit Vergangenheit beim FC Wauwil-Egolzwil. Im Einsatz als Spieler stand an diesem Samstagabend aber nur Miroslav Marjanovic.
So begann das Spiel doch mit einiger Spannung, wo der FCGE das Heft rasch in seine Hände versuchte zu nehmen. Der erste gefährliche Angriff über die rechte Seite brachte denn auch bereits die Führung für die Besucher. Nach einer schönen Kombination über Remo Zeder und Noel Luternauer war es letztlich Tobias Müller, welcher in der Mitte leichtes Spiel hatte und zum 0:1 einschiessen konnte (12.). Nur wenig später war es Noel Luternauer, welcher um einen Tick vor Wauwils-Keeper Gyano am Ball war und zu Fall kam, Schiedsrichter Jesus Roberto diese Situation aber nicht als Elfmeter taxierte. Die Platzherren um Trainer Vladan Antonic versuchten auf den Rückstand zu reagieren und Albert Rudaj kam zu einem ersten Schussversuch, der das Ziel jedoch um einiges verfehlte (19.).
Schon bedeutend näher und gefährlicher war der Kopfball von Edi Nikmengiaj in der 25. Minute, welcher am Aussenpfosten landete. Und so kam der Ausgleich nur eine Minute später nicht aus heiterem Himmel, als Milos Mitrovic nach einer Reihe von Grosswanger Klärungsversuchen aus 16 Metern abzog und zum 1:1 traf (26.). Das Team vom Trainerduo Prekaj/Kozarac reagierte aber postwendend und kam kurz vor Ablauf einer halben Stunde zu einer aufgelegten Chance durch Fabian Ukaj, der jedoch an der nahen Ecke verzog. Der aktive Noel Luternauer war es aber, der sich weniger später als Torschütze zum 1:2 feiern liess, als er nach einer Ecke am schnellsten reagierte und zur erneuten Führung des FCGE einschoss (32.). Mit diesem Resultat ging es zur Pause.
Chancen zu wenig konsequent ausgenutzt
Der FC Grosswangen-Ettiswil kam besser aus den Kabinen und hatte in der Folge gute Chancen zum Ausbau der Führung. Noel Luternauer (51. und 55.) und Fabian Ukaj (60. und 62.) liessen in dieser Phase die letzte Konsequenz zum erfolgreichen Abschluss aber vermissen. So roch der FC Wauwil-Egolzwil allmählich den Braten und kam vermehrt zu grösseren Spielanteilen. Nachdem sich Grosswangens Keeper André Memaj in der 70. Minute gleich doppelt auszeichnen konnte, war er weniger später dann aber doch geschlagen. Einen Scharfschuss konnte er nur zu Edi Nikmengiaj abwehren, welcher sich nicht bitten liess und zum erneuten Ausgleich einschoss (77.).
Während die Rottaler nun nicht mehr so richtig in die Gänge kamen, fanden die Platzherren eindeutig und auch gefährlicher ins Spiel. Das umjubelte Siegestor sollte dann aber so spät fallen, wie es wohl kaum einer noch erwartet hatte. Es lief bereits die 98. Minute, als Edi Nikmengjaj zu viel Raum vorfand und er seinen Abschluss ins Tor kullern sah. Schiedsrichter Jesus Roberto pfiff nicht nur dieses Tor zum 3:2, sondern auch gleich das Spiel ab. Konsternation beim FC Grosswangen-Ettiswil, grosser Jubel beim FC Wauwil-Egolzwil.
Ausblick
Am kommenden Samstag, 29. August empfängt der FCGE den FC Nottwil zum ersten Heimspiel. Spielbeginn in der Raiffeisen-Arena Gutmoos Grosswangen ist um 18.00 Uhr. Zur selben Zeit tritt der FC Wauwil-Egolzwil auswärts beim FC Buttisholz an.
Telegramm FC Wauwil/Egolzwil I – FC Grosswangen-Ettiswil I 3:2 (1:2)
Moos, 17
0 Zuschauer. SR Jesus Roberto
Wauwil-Egolzwil: Gyano; Rudaj, Radovanovic, Vonarburg, Grüter, Mitrovic, Karajcic, Nikmengjaj, B. Christen, Shala, Kocev (Osmonaj, L. Christen, Shehu, Ignjatovic, Gisler, Bussmann).
Grosswangen-Ettiswil: Memaj; Egli, J. Wälti, Ambühl, Bösch, Marjanovic, S. Baumeler, Müller, Zeder, Luternauer, Ukaj (Imgrüth, Tarashaj, Ziwiler, R. Kaufmann, Schnyder, N. Baumeler).
Tore: 12. Müller 0:1; 26. Mitrovic 1:1; 32. Luternauer 2:1; 77. Nikmengjaj 2:2; 90.+8. Nikmengjaj 3:2.






























