FC Sempach – FC Ruswil 3:0 (2:0)
Nach dem Abstieg in die 3. Liga und einigen Kaderveränderungen war vor der Partie für Sempach vieles unklar: Wo steht die Mannschaft? Wie findet sie sich in der neuen Rolle zurecht? Zudem sind viele Gegner nun unbeschriebene Blätter, seit dem letzten Ernstkampf gegen Ruswil waren beispielsweise bereits 20 Jahre vergangen.
In der Startelf des Heimteams standen vier einheimische Spieler, die ihr Meisterschaftsdebüt für Sempach feierten. Die Partie begann zerfahren und sollte es über die gesamten 90 Minuten auch bleiben. Ansehnliche Spielzüge waren Mangelware, was nicht zuletzt dem sehr holprigen Rasen im Seeland geschuldet war. Dennoch führten die Sempacher die feinere Klinge und verzeichneten mehr Spielanteile. Bezeichnenderweise führte jedoch eine Standardsituation zum ersten Treffer: In der 35. Minute versenkte Kilian Bühlmann einen Freistoss herrlich im gegnerischen Tor. Kurz vor der Pause rettete Torhüter Grilz nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum mirakulös. Ebenfalls noch vor dem Pausenpfiff lancierte Jamie Bieri mit einem herrlichen Ball in die Tiefe Janis Boog. Dessen Hereingabe in die Mitte wurde abgelenkt, sodass Silas Bühlmann profitieren und das beruhigende 2:0 erzielen konnte.
Die zweite Halbzeit startete sogleich mit einem Aufreger: Ein Penaltygeschenk des Schiedsrichters konnte Sempach allerdings nicht nutzen, Torhüter Heller parierte den Strafstoss und hielt Ruswil im Spiel. Die Rottaler schafften es jedoch über die gesamte zweite Hälfte nie, wirklich Torgefahr zu erzeugen. Sempach nutzte dies zu wenig aus und suchte das vorentscheidende 3:0 nicht konsequent genug. Viele vielversprechende Kontersituationen wurden unsauber zu Ende gespielt. In der Nachspielzeit belohnte Mittelstürmer Boog die Anstrengungen schliesslich doch noch: Nach herrlicher Vorlage von Ryan Zogg erzielte er das 3:0.
Sempach feiert somit einen wichtigen Startsieg und blickt optimistisch auf die nächsten Aufgaben. Am kommenden Samstag, 18.00 Uhr, gastiert mit Dagmersellen ein Team im Seeland, das den Sempachern einiges mehr abverlangen dürfte. Die Dagmerseller zählen seit Jahren zu den Topteams der Liga.






























