Machtdemonstration auf der Allmend: Luzern schiesst GC mit 5:1 ab

Daniel Mikolajewski (Mitte) feiert sein Tor zum 5:1 (Screenshot SRF).

Der FC Luzern hat vor der Länderspielpause ein eindrückliches Lebenszeichen ausgesandt. Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Basel zeigte die Mannschaft von Portmann eine Reaktion, wie sie sich Fans und Verantwortliche erhofft hatten. Vor heimischem Publikum liessen die Innerschweizer den Grasshoppers keine Chance und feierten einen verdienten 5:1-Erfolg.

Bereits in den Startminuten war spürbar, dass Luzern auf Wiedergutmachung aus war. Die Gastgeber übernahmen sofort die Kontrolle und wurden früh belohnt. Nach einem schönen Zusammenspiel auf der linken Seite legte Daniel Mikolajewski für Matteo Di Giusto auf, dessen Rückpass Tyron Owusu in der 5. Minute zur frühen Führung verwertete. Die Zürcher reklamierten zwar ein Foulspiel, doch der Treffer hatte Bestand.

Nur vier Minuten später legte der FCL nach. Owusu bewies erneut Übersicht und schickte Oscar Kabwit steil. Der Angreifer blieb vor GC-Keeper Hübel eiskalt und erhöhte auf 2:0. Die Luzerner erwischten damit einen Traumstart und sorgten früh für klare Verhältnisse.

Auch danach blieb Blau-Weiss die spielbestimmende Mannschaft. Di Giusto, Bertone und Mikolajewski sorgten immer wieder für Gefahr, während die Gäste Mühe hatten, sich aus dem Luzerner Pressing zu befreien. Dennoch blieben die Zürcher nicht komplett ungefährlich. Krasniqi und Muci kamen zu einigen Abschlüssen, doch sie fanden in Letica und der aufmerksam verteidigenden Luzerner Defensive ihren Meister. Besonders David Dantas Fernandes und Captain Knezevic verhinderten mit wichtigen Interventionen eine mögliche Aufholjagd.

Mit der verdienten 2:0-Führung ging Luzern in die Pause und blieb auch nach dem Seitenwechsel konzentriert. Zwar versuchten die Grasshoppers mit frischen Kräften Druck aufzubauen, doch die Gastgeber liessen sich davon kaum beeindrucken. Im Gegenteil: Nach einer Stunde sorgte Mikolajewski für die Vorentscheidung. Nachdem Pllana den Luzerner Stürmer im Strafraum zu Fall gebracht hatte, trat dieser selbst zum Elfmeter an und verwandelte souverän zum 3:0.

Spätestens jetzt war der Widerstand der Zürcher gebrochen. Luzern spielte sich in einen Rausch und kombinierte weiter gefällig nach vorne. In der 73. Minute wurde Mikolajewski nach einer perfekten Vorlage des kurz zuvor eingewechselten Faveurdi Bongeli erneut freigespielt und schob zum 4:0 ein.

Der einzige Wermutstropfen folgte kurz darauf. Bengondo gelang mit einem sehenswerten Abschluss unter die Latte das Ehrentor für die Gäste. Doch selbst dieser Treffer brachte den Luzerner Rhythmus nicht aus dem Takt.

Den Schlusspunkt setzte erneut der Mann des Abends. Vier Minuten vor Schluss leitete Lucas Ferreira den letzten grossen Angriff ein und bediente Mikolajewski, der mit seinem dritten Treffer den 5:1-Endstand markierte. Unter dem Applaus der Fans durfte der Dreifachtorschütze wenig später Feierabend machen und sich die verdienten Ovationen abholen.

Der FC Luzern zeigte nach schwierigen Wochen die gewünschte Reaktion und überzeugte mit Spielfreude, Effizienz und einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Mit fünf Toren, zahlreichen Chancen und einem Hattrick von Daniel Mikolajewski verabschieden sich die Innerschweizer mit viel Rückenwind in die Nati-Pause und setzen zugleich ein deutliches Zeichen im Kampf um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte.

Telegramm FC Luzern – GC Zürich 5:1 (2:0)
Stadion Allmend. – 13’224 Zuschauer. – SR Cibelli.
Tore: 5. Owusu (Di Giusto) 1:0. 9. Kabwit (Owusu) 2:0. 60. Mikolajewski (Foulpenalty) 3:0. 73. Mikolajewski (Bongeli) 4:0. 76. Bengondo (Lee) 4:1. 86. Mikolajewski (Bongeli) 5:1.
Luzern: Letica; Dantas Fernandes, Knezevic, Bung Meng Freimann, Ciganiks; Owusu (77. Wyss), Zimmermann (72. Winkler), Bertone, Di Giusto (77. Ferreira); Kabwit (72. Bongeli), Mikolajewski (88. Toggenburger).
Grasshoppers: Hübel; Stroscio, Bettkober, Pllana, Rissi (83. Hilton); Clemente (55. Goudmijn), Guibelalde (61. Sahin), Abrashi; Morandi (46. Bengondo), Muci (61. Lee), Krasniqi.
Bemerkungen: Luzern ohne Bung Hua Freimann (gesperrt), Dorn, Bieler (beide verletzt). GC ohne Creti, Diaby, Meyer, von Moos (alle verletzt), Plange (krank). – Verwarnungen: 10. Abrashi, 27. Bertone, 36. Rissi, 68. Ciganiks (alle Foul).