Der FC Gunzwil feiert gegen den FC Baar einen eminent wichtigen Heimsieg. Beim 4:0 läuft für die Michelsämter das Spielgeschehen von A-Z perfekt, während Baar unglücklich kämpft und einen Abend zum Vergessen erlebt. Dank Schumacher und Furrer können die Michelsämter wieder ein bisschen mehr atmen in der Tabelle und schauen mit breiter Brust auf die kommenden Aufgaben voraus.
Ausgeglichene Partie und plötzlich steht es 2:0 für Gunzwil
Bei garstigen und nicht ganz einfachen Bedingungen pfiff Schiedsrichter Gärtner die Partie pünktlich an und man durfte gespannt sein, wie sich das Wetter und der Platz in der Partie entwickeln würden. Bereits in der 4. Minute kam Gunzwil in der Person von Schumacher zu einer Riesenmöglichkeit. Dies hätte das 1:0 sein können, ja fast müssen. Anschliessend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie in welcher beide Teams zunächst zu keinen nennenswerten Möglichkeiten kamen. Der Spielaufbau gestaltete sich auf dem Terrain nicht ganz einfach und trotzdem probierten beide Teams sich nicht nur via Luft nach vorne zu arbeiten, sondern auch am Boden nach Lösungen zu suchen. Baar hatte seinen ersten Abschluss in der 21. Minute durch Andrejic. Bieler konnte die Kugel aber im Nachfassen unter Kontrolle bringen. Zwei Minuten später war es erneut Andrejic, welcher Bieler diesmal aber nicht beunruhigen konnte. Gunzwil probierte danach das Zepter wieder mehr in die Hände zu nehmen.
In der 32. Minute konnte Janis Imbach eine Flanke platzieren, welche durch Koch mit dem Kopf noch ganz leicht weitergeleitet wurde und zu Schumacher kam. Dieser konnte den Ball kurz kontrollieren und vollendete mit einem schönen Schuss zum 1:0 für Gunzwil. Nur zwei Minuten später ereignete sich vermutlich eine spielentscheidende Szene. Nach einem Missverständnis in der Baarer Abwehr lief plötzlich Koch alleine auf Todorovic zu, umlief auch den Schlussmann und konnte danach durch Nurcaj nur noch mittels Notbremse gestoppt werden. Die Rote Karte war das Verdikt und ein Freistoss für Gunzwil. Der Freistoss selbst durch Schumacher entwickelte keine Gefahr, aber direkt im Anschluss provozierte Koch nochmals einen Freistoss aus praktisch der gleichen Position. Diesmal nahm Furrer Anlauf und nach einem abgelenkten Schuss lag der Ball anschliessend wieder im Netz und die Gastgeber jubelten über das 2:0. Es waren vier Horrorminuten für die Gäste aus dem Kanton Zug und mehr oder weniger aus dem Nichts war die Ausgangslänge für die Michelsämter plötzlich hervorragend. Doch Baar steckte nicht auf und probierte in der 38. Minute prompt zu reagieren. Martino prüfte Bieler mit einem Distanzschuss, doch der Gunzwiler Schlussmann war hellwach. Bis zur Pause passierte dann nicht mehr allzu viel und Gunzwil durfte eine gute Ausgangslage für die 2. Halbzeit mit in die Kabine nehmen.
Baar kämpft leidenschaftlich, aber bis zum Schluss glücklos
Der Start in die 2. Halbzeit gehörte den Gästen aus Baar. In den Startminuten merkte man zu keinem Zeitpunkt, dass die Gäste einen Mann weniger auf dem Feld hatten und ein möglicher Anschlusstreffer hätte wohl ordentlich Pfeffer in die Partie gebracht. So richtig gefährlich wurde es aber selten vor Bieler. In der 54. Minute konnte dann sogar Schumacher alleine auf Todorovic losziehen, aber sein Abschluss flog meilenweit am Tor vorbei. Kurz danach wurde es dann nach einer Ecke vor Bieler brandgefährlich, aber das Flugobjekt konnte im entscheidenden Moment noch geklärt werden. Baar kämpfte auch fortan leidenschaftlich und es war weiterhin nicht erkennbar, dass die Hausherren numerisch in Überzahl agieren konnten.
In der 68. Minute kamen die Gäste dann durch Colombo zur besten Chance in der 2. Halbzeit, aber Bieler war wiederum auf dem Posten. Zu diesem Zeitpunkt stand es weiterhin 2:0 und nur ein Treffer der Zuger hätte dem Spiel wohl noch eine dramatische Schlussphase beschert. In der 75. Minute bediente dann Pervorfi Furrer auf der Aussenseite mit einem feinen Pass und dieser brachte sich mit einer kurzen Körpertäuschung in Position und schloss herrlich zum vorentscheidenden 3:0 ab. Damit war «der Drops wohl gelutscht» wie man so schön sagt und Gunzwil bog endgültig auf die Siegerstrasse ab. Sieben Minuten vor Schluss konnte Furrer noch einmal alleine auf das Tor der Gäste losziehen und vollendete souverän und eiskalt zum 4:0-Endstand. Bis zum Schlusspfiff passierte nicht mehr viel und Gunzwil durfte sich über einen ganz wichtigen Heimsieg freuen. Das Wetter wurde im Verlauf der 2. Halbzeit sogar noch ein bisschen besser und der Platz wurde im Verlauf der Partie auch nicht schlechter, dies als Randnotiz. An dieser Stelle auch ein Kompliment an die Gäste, welche trotz der frühen Unterzahl vor allem zu Beginn der 2. Halbzeit ein gutes Spiel zeigten.
Heimspiel gegen Hergiswil
Durch den überraschenden 0:3-Erfolg von Eschenbach in Hergiswil erhöhte sich der Wert dieses Heimsiegs noch und man kann nun mit vier Spielen ohne Niederlage inkl. Cup mit breiter Brust an die kommenden Aufgaben herangehen. Es ist schon ein bisschen ein Phänomen, dass es den Michelsämtern plötzlich wieder läuft, seitdem wir auf dem Kalenderblatt den Oktober abgedruckt haben. Auf jeden Fall geht es gleich mit einem nächsten Heimspiel weiter, und zwar am kommenden Freitag gegen Hergiswil. Die Nidwaldner überzeugten bisher und liegen in der Spitzengruppe, haben jedoch im letzten Spiel eine empfindliche Heimniederlage gegen Eschenbach kassiert. Es ist also auch in diesem Spiel alles möglich für die Bolliger-/Erni-Elf. Unterstützt die junge Mannschaft auch im letzten Heimspiel der Vorrunde vor Ort mit einem kräftigen Hopp Gonzbu!
Voranzeige: Gunzwil – Hergiswil , Freitag, 23.10.2026, 20.15 Uhr, Linden Gunzwil
Telegramm FC Gunzwil – FC Baar 4:0 (2:0)
Linden. – 150 Zuschauende. SR: Pascal Gärtner.
Tore: 32. Schumacher 1:0. 36. Furrer 2:0. 75. Furrer 3:0. 83. Furrer 4:0.
Gunzwil: Bieler; Janis Imbach, Dätwyler, Rogger, Feyzi (79. Paco Imbach); Furrer, Luca Süess (86. Stocker), Ramundo, Borges Lopes (70. Pervorfi); Schumacher (70. Ramon Felix), Koch (75. Klauser).
Baar: Todorovic; Nurcaj; Pranjkovic, Zouaiter, Müller (73. Öztürk); Andrejic (39. Maric), Gül (73. Tridici), Martino, Colombo; Kuqi (79. Jakaj), Sinani (73. Buqaj).
Bemerkungen: 34. Platzverweis Nurcaj.

































