Der FC Schötz muss sich aus dem Cup verabschieden. Trotz früher Führung und einer über weite Strecken disziplinierten Vorstellung unterlagen die Luzerner dem FC Tuggen mit 1:2. Besonders bitter: Noch vor der Pause bejubelte Schötz vermeintlich das 0:2, doch der Treffer von Fabian Rüedi wurde nach einer ungewöhnlich späten Abseitsentscheidung aberkannt.




































Bei leichtem Regen entwickelte sich auf gut bespielbarem Terrain von Beginn weg eine intensive und umkämpfte Partie. Tuggen verzeichnete zwar den ersten Abschluss, doch Schötz fand schnell seinen Rhythmus und setzte früh ein Ausrufezeichen. In der 13. Minute bekam As Ibrahima Diakite im Strafraum den nötigen Raum und nutzte diesen konsequent. Aus rund elf Metern traf er flach zur 0:1-Führung. Mit zunehmender Spieldauer übernahm Tuggen mehr Ballbesitz und versuchte vor allem über die Flügel Druck zu entwickeln. Schötz blieb seiner Linie treu, stand kompakt und suchte nach Ballgewinnen den schnellen Weg nach vorne. Die Partie wurde intensiver, und auch die Gastgeber kamen nun zu Möglichkeiten. Nach rund einer halben Stunde setzte Haxhi Shala einen Kopfball knapp über das Tor.
Das vermeintliche 0:2 sorgt für Fragezeichen
Dann folgte die Szene, die aus Schötzer Sicht besonders zu reden gab. Fabian Rüedi brachte den Ball im Tuggner Tor unter und Schötz jubelte über das vermeintliche 0:2. Zunächst deutete auch das Verhalten des Linienrichters nicht auf eine Abseitsentscheidung hin. Er schien sich bereits in Richtung Mittellinie zum folgenden Anstoss zu bewegen. Doch nach längerem Schötzer Jubel hob der Assistent plötzlich die Fahne. Der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Die späte Entscheidung sorgte bei den Schötzer Spielern und den Zuschauern für Verwunderung und liess Fragezeichen zurück. Statt mit einer Zwei-Tore-Führung ging Schötz wenig später mit dem knappen 1:0 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Tuggen den Druck deutlich. Die Gastgeber suchten energischer den Weg in die Offensive und kamen durch Jakup Jakupov und Shala zu Möglichkeiten. Schötz hielt dagegen und blieb seinerseits gefährlich, insbesondere Diakite sorgte weiterhin für Gefahr. Je länger die Partie dauerte, desto stärker drängte Tuggen auf den Ausgleich. Rund zehn Minuten vor Schluss gelang dieser schliesslich: Jakupov setzte sich durch und bezwang den Schötzer Schlussmann zum 1:1. Damit kippte die Dynamik endgültig auf die Seite der Gastgeber. Tuggen wollte nun mehr und suchte die Entscheidung noch vor einer möglichen Verlängerung. In der 90. Minute folgte für Schötz der bittere Schlusspunkt. Jakupov setzte zu einem Sololauf an, behauptete sich gegen seine Gegenspieler und vollendete zum 2:1. In der hektischen Nachspielzeit versuchte Schötz nochmals zu reagieren, fand jedoch keine Antwort mehr. Wenig später war das Cup-Aus besiegelt.
Für den FC Schötz ist das Ausscheiden besonders bitter. Die Mannschaft war früh in Führung gegangen und hatte vor der Pause sogar den vermeintlichen zweiten Treffer erzielt. Gerade die Art und der Zeitpunkt der nachträglichen Abseitsentscheidung beim 0:2 dürften deshalb in Erinnerung bleiben. Statt mit einem möglichen 2:0-Vorsprung musste Schötz mit dem knappsten aller Vorteile weiterspielen. Tuggen nutzte dies in der Schlussphase und drehte die Partie dank zweier Treffer von Jakupov noch zum 2:1.
Telegramm Cup-Qualifikation 1. Liga Classic – Runde 1 FC Tuggen – FC Schötz 2:1 (0:1)
Sportplatz Linthstrasse, 351 Zuschauer. – SR: Maurus Rothen
Tore: 13. Diakite 0:1, 79. Jakupov 1:1, 90. Jakupov 2:1
FC Tuggen: Pinthus, Osmani, J. Rüegg, Sefer (79. Antoniazzi), Kriz, Keller, N. Rüegg (37. Jakupov), Philips (45. Jaggy), Morina (79. Romano), Hasanbegovic, Shala (84. Ismaili)
FC Schötz: Kaiser, F. Rüedi, Baka (73. Molliqaj), M. Rüedi, Diakite, Bühler, Vernocchi (65. Fejza), Schwegler (65. Yilmaz), Gubinelli (90.+4 Bossart), Mijatovic, Fernandes
Bemerkungen: Tuggen ohne Tayey, Ramabaja, Moreira, Erbinel, Alves und Heini.
Verwarnungen: Tuggen: 15. Hasanbegovic, 45.+1 Osmani, 70. Shala, 90+5. Kriz, 90.+5 Jaggy. Schötz: 28. Gubinelli, 59. Baka, 77. Molliqaj, 90.+3 Yilmaz


























