Bei äusserst bescheidenen Wetterverhältnissen holte sich der FC Gunzwil drei weitere Big-Points in der Meisterschaft gegen den Tabellenzweiten aus Hergiswil. Die Michelsämter verdienten sich die Punkte vor allem mit einer Leistungssteigerung während der 2. Halbzeit, nachdem Hergiswil vor allem in der 1. Halbzeit eine starke Leistung zeigte. Nun geht es am Dienstag weiter mit dem Cup-Achtelfinale in Schattdorf.
Hergiswil sündigt im Abschluss
Zum Glück wurde die Partie erst um 20.15 Uhr angepfiffen, denn vermutlich hätte man knapp eine Stunde vor Spielbeginn nicht anpfeifen können, da zu diesem Zeitpunkt ein richtiger Sturm über die Linden hinwegtobte. Bis zum Anpfiff hin hatte sich das Ganze zunächst ein wenig beruhigt und die beiden Teams probierten gleich von Beginn weg Fussball zu spielen und taten dies auch über die gesamte Spielzeit trotz der schwierigen Bedingungen sehr ordentlich. Gunzwil kam in der 4. Minute durch Furrer zur ersten guten Möglichkeit, aber das Visier war noch nicht perfekt eingestellt. Die Michelsämter blieben gleich am Drücker und nur drei Minuten später lancierte die Bolliger-Elf einen Klasse-Angriff über rechts, Furrer bediente den in der Mitte perfekt positionierten Koch und dieser schloss in überragender Goalgetter-Manier zur frühen Führung für das Heimteam ab. Für die Gäste aus Hergiswil schien dieser frühe Gegentreffer ein Weckruf zu sein, denn ab nun übernahm die Würsch-Truppe das Kommando und das Spieldiktat.
Bevor sich dies in Chancen zeigte kam in der 12. Minute fast Koch noch zu seinem 2. Treffer. In der 13. Minute brauchte es dann eine erste Glanzparade von Bieler, welcher den fast sicheren Ausgleich von Hergiswil mirakulös verhinderte. Fünf Minuten später zirkelte der starke Captain Schuler einen Freistoss nur knapp über das Gehäuse. Nur drei Minuten später dann die nächste Chance für Hergiswil. In der 25. Minute musste erneut Bieler mit einer nächste Glanztat eine 100-Prozentige-Chance für Hergiswil entschärfen. Die Gäste waren nun in allen Belangen überlegen und es schien nur eine Frage der Zeit, bis es hinter Bieler einschlagen würde. Die absoluten Topchancen wurden zwar in den kommenden Minuten seltener, aber Hergiswil war auf dem Feld klar spiel- und tonangebend und die Bolliger-Elf konnte kaum oder gar nicht für Entlastung sorgen. In der 44. Minute war es dann endlich soweit aus Sicht der Gäste. Stürmer Ahmed sorgte mit einem Traumtor, ein Schuss in den oberen linken Torwinkel, für den längst fälligen Ausgleich der Hergiswiler, welche sich damit endlich für ihre Bemühungen belohnten. Da war auch der am heutigen Abend sehr gut aufgelegte Bieler machtlos. Kurz danach war Pause und über das Wetter schreiben wir besser nicht. Seit der 30. Minute setzte nämlich wieder Regen- und Wind ein und das nicht zu wenig und die Spieler waren sicherlich nicht unglücklich kurz in die Kabinen gehen zu dürfen.
Gunzwil dank Leistungssteigerung zum Heimsieg
Das Wetter präsentierte sich zum Start der 2. Halbzeit zunächst noch unverändert wurde dann aber zunehmend wieder besser und trockener. Der Wind blieb ein Begleiter und nicht jede Flugkurve des Balles konnte im Vorhinein exakt prognostiziert werden. Gleich zum Auftakt in die 2. Halbzeit wurde Borges Lopes nach einem tollen Pass von Schumacher perfekt lanciert, doch die Gunzwiler Nummer sieben setzte das Leder neben das Gehäuse. Der Start in die 2. Halbzeit präsentierte sich recht ausgeglichen und wurde von beiden Teams eher zurückhaltend gestaltet. Ab der 60. Minute übernahmen dann nach und nach die Michelsämter plötzlich mehr und mehr das Spieldiktat und kamen in der 66. Minute zu einer nächsten sehr guten Chance durch Furrer, welcher nach einem guten Pass von Borges Lopes am stark reagierenden Bühlmann scheiterte. Nur drei Minuten kam dann Gunzwil zum vermeintlichen Führungstreffer nach einem Freistoss aus halbrechter Position, doch zur Überraschung aller, entschied das nicht immer ganz stilsichere Trio in dieser Szene auf Abseits.
Nur drei Minuten später war es aber doch noch soweit. Nach einem Furrer-Freistoss und einem gehörigen Durcheinander im Strafraum der Gäste stand plötzlich Fleischli an der richtigen Stelle und drückte den Ball zum 2:1 über die Linie. Die Gastgeber probierten weiter dranzubleiben und suchten die Entscheidung. Knapp zehn Minuten vor Schluss kam der kurz zuvor eingewechselte Paco Imbach zu einer Topchance und verpasste das mögliche 3:1 gegen den starken Bühlmann nur knapp. Fünf Minuten später war es dann soweit. Furrer mit einer feinen Einzelleistung und einem souveränen Abschluss brachte die vermutliche Vorentscheidung. Die junge Michelsämtertruppe brachte die Führung souverän ins Ziel und durfte sich am Schluss über drei Big-Points gegen ein vor allem in der 1. Halbzeit sehr starkes Hergiswil freuen.
Heisses Programm bis zur Winterpause
Kompliment an die Mannschaft von Dany Bolliger. Nach einer schwierigen 1. Halbzeit und einem schmeichelhaften unentschieden zur Pause steigerte sich die Lindenelf in der 2. Halbzeit von Minute zu Minute, zeigte vor allem in der Schlussviertelstunde auch ihr spielerisches Potenzial und durfte ganz am Schluss über drei weitere, sehr wichtige Punkte jubeln. Die Hergiswiler dürften sich vor allem über die mangelnde Effizienz in der 1. Halbzeit und den plötzlichen Leistungsabfall in der 2. Halbzeit ärgern. Für die Michelsämter kommen jetzt noch zwei ganz heisse Spiele und es gilt den Fokus und die gesamte Energie in den kommenden Tagen nochmals auf den Platz zu legen. Zuerst einmal gilt nun die volle Konzentration dem IFV-Cup. Im Achtelfinale kommt es am Dienstagabend zum Duell auswärts gegen den FC Schattdorf. Unterstützt die Mannschaft zahlreich vor Ort, damit wir im Cup überwintern können. Hopp Gonzbu!
- Voranzeige IFV-Cup Achtelfinal: Schattdorf – Gunzwil, 27.10.2026, 20.15 Uhr, Grüner Wald
- Voranzeige 2. Liga: Emmenbrücke – Gunzwil, 31.10.2026, 18.00 Uhr, Gersag
Telegramm FC Gunzwil – FC Hergiswil 3:1 (1:1)
Linden. – 150 Zuschauende. SR: Michael Inäbnit.
Tore: 7. Koch 1:0. 44. Ahmed 1:1. 72. Fleischli 2:1. 85. Furrer 3:1.
Gunzwil: Bieler; Jans Imbach, Stocker, Dätwyler, Feyzi; Ramundo, Furrer (91. Stirnimann), Luca Süess (88. Pervorfi), Fleischli, Schumacher (75. Paco Imbach); Koch (32. Borges Lopes. 83. Klauser.).
Hergiswil: Bühlmann; Burri (61. Schindler), Injic, Wyss, Schacher (89. Dos Santos); Tambwe (73. Bachmann), Schuler, Bajraj (81. Studer), Horat (61. Ignatov); Soffner, Ahmed.
Bemerkungen: Gunzwil ohne Gerber, Isler, Nascimento, Bucher, Blättler (alle verletzt oder im Aufbau), Felix (Militär), Bhomjan Tamang, Rogger (beide abwesend).































