
Zwei Leserinnen äussern sich nach der Berichterstattung über die Tumulte an einem C-Juniorenspiel (REGIOfussball.ch berichtete) deutliche Kritik am Verhalten rund um Juniorenspiele des FC Schenkon. Sie fordern von Trainern, Spielern, Zuschauern und Verbandsverantwortlichen ein konsequentes Einstehen für Respekt, Fairplay und eine verantwortungsvolle Vorbildfunktion.
Bei den nachfolgenden Texten handelt es sich um persönliche Wahrnehmungen und Meinungen der Verfasserinnen. Persönliche Angaben wurden zum Schutz ihrer Identität anonymisiert. Die Namen sind der Redaktion bekannt.
Leserbrief 1
Was beim FC Schenkon seit längerer Zeit auffällt, wirft ernsthafte Fragen auf. Besonders der Umgang einzelner Trainer mit den Junioren während der Spiele ist aus meiner Sicht sehr fragwürdig. Anstatt die Jugendlichen zu beruhigen und ihnen Fairplay vorzuleben, wird die Stimmung teilweise zusätzlich angeheizt. Ob im Sommer auf dem Fussballplatz oder an Hallenturnieren im Winter – sobald der FC Schenkon spielt, scheint die Stimmung häufig gereizt zu sein. Auch das Verhalten einzelner Zuschauer wirkt immer wieder provokant, als müsste alles nach ihren Vorstellungen laufen.
Fussball bedeutet Leidenschaft, aber Leidenschaft ist keine Entschuldigung für Respektlosigkeit. Trainer, Spieler und Zuschauer tragen gemeinsam die Verantwortung für eine faire und respektvolle Atmosphäre. Gerade im Juniorenfussball sollten Erwachsene Vorbilder sein und nicht zusätzlich Öl ins Feuer giessen. Dass es am vergangenen Wochenende eskaliert ist, kommt unter solchen Umständen für mich nicht überraschend. Wenn sich Spannungen immer wieder aufbauen und niemand rechtzeitig dagegensteuert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine Situation ausser Kontrolle gerät.
Es geht nicht darum, einen ganzen Verein pauschal zu verurteilen. Es geht darum, dass solches Verhalten Konsequenzen haben muss. Die Verantwortlichen sollten die Vorfälle ernsthaft aufarbeiten und klare Grenzen setzen. Wer Fairplay fordert, muss es selbst vorleben. Wer die Stimmung anheizt, trägt Mitverantwortung für die Folgen. Im Juniorenfussball sollte es um Sport, Respekt und Freude gehen – nicht um Provokationen, Aggressionen und ständige Spannungen. Wenn ein Verein wiederholt auffällt, müssen die zuständigen Verbände hinschauen und prüfen, welche Massnahmen nötig sind. Denn eines muss klar sein: Respekt ist keine Option, sondern eine Grundvoraussetzung für den Fussball.
Leserbrief 2
Ich verfolge den Juniorenfussball seit Jahren intensiv. Leider kann ich schon lange nicht nachvollziehen, warum dieser Verein, Schenkon, überhaupt zugelassen ist. Schon x Spiele von D- und C-Junioren habe ich verfolgt, draussen wie in der Halle. Unakzeptables Verhalten von Junioren wie Trainern. D-Junioren-Schiedsrichterleistungen unterirdisch. Bestes Beispiel ist das vorausgegangene Spiel am Samstag um 12.00 Uhr in Grosswangen.
Aufstiegsspiel der Rottal Selection C gegen den SC Schenkon. Erste Halbzeit: sehr friedliches und faires Spiel. Die Rottal Selection war klar die bessere Mannschaft. Klares Ergebnis schon zur Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit kassierte ein Spieler der Rottal Selection eine gelbe Karte, die klar provoziert wurde – für den Schiedsrichter eine Schwalbe. Darauf hat es der SC Schenkon klar angelegt, denn sie wussten, dass sie das Spiel nicht gewinnen können. Aber mit einer gelben Karte für die Gegner steigen sie trotzdem auf.
Nach dieser gelben Karte hat der SC Schenkon nicht mehr Fussball gespielt. Es wurden Eigentore provoziert, mit dem Ball vor dem eigenen Tor jongliert etc. Ein Verhalten der untersten Schublade. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. So ein Verein hat in meinen Augen nichts im Fussballverband verloren. Niemand dort übt eine Vorbildfunktion aus. Ich hoffe, dass der Protest, der nach diesem Aufstiegsspiel in Grosswangen eingereicht wurde, fruchtet.
























