Luzerner Tordebütanten sorgen für späten Punkt gegen St. Gallen

Die Luzerner lassen sich nach dem Spiel für den späten Ausgleich vor der Heimkurve feiern (Bild: FC Luzern).
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Der FC Luzern erkämpft sich in der 22. Runde der Super League im Heimspiel gegen St. Gallen ein 2:2. Oscar Kabwit (86.) und Andrej Vasovic (95.) treffen beide erstmals in der Super League. Antonio Verinac fliegt bei seinem FCSG-Debüt nach nur 3 Minuten vom Platz.

«Die Mannschaft lebt, sie glaubt an sich und gibt immer Gas»

Mario Frick

Luzern rannte nach Alessandro Vogts 2. Treffer des Tages (68.) einem 0:2-Rückstand hinterher. Ab der 74. Minute taten die Gastgeber dies in Überzahl, denn St. Gallens Neuzugang Antonio Verinac flog bei seinem Debüt nach nur 3 Minuten wegen einer Tätlichkeit vom Platz.

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Kabwit avanciert zum Helden
Die erste grosse Möglichkeit auf den Anschlusstreffer vergab Lars Villiger (76.) kläglich. 10 Minuten später machte es Oscar Kabwit besser: Der Kongolese kam im Strafraum freistehend an den Ball, konnte ihn annehmen und im St. Galler Tor unterbringen. Es war sein erster Treffer in der Super League. Das 1:2 brachte frischen Schwung in die Luzerner Offensive, St. Gallen konnte sich nur noch temporär befreien.

Als den Luzernern die Zeit auszugehen schien (95.), glich Andrej Vasovic auf Vorarbeit von Kabwit noch aus und versetzte das Luzerner Stadion in Ekstase. Auch Vasovic traf erstmals in der höchsten Schweizer Spielklasse. Dem FCL reichte es zwar nicht mehr zum 2. Heimsieg der Saison, diese Aufholjagd gegen St. Gallen ist aber ein Moralbooster für die gebeutelten Zentralschweizer. Die auswärtsstarken St. Galler verpassen den 7. Auswärtssieg der Saison und das Ausnutzen des Punktverlusts Luganos am Samstag.

Vogt beendet seine persönliche Torflaute
Der FC Luzern war schon besser in die Partie gestartet, Villiger (3.) und Tyron Owusu (7.) verpassten den ersten Treffer. Dieser gelang in der 32. Minute auf der anderen Seite FCSG-Stürmer Alessandro Vogt. Der U21-Nationalspieler traf nach zuvor 8 torlosen Partien wieder. Dabei blieb es bis zur Pause. Rund 10 Minuten nach dem Seitenwechsel verschuldete Levin Winkler mit einem Handspiel im Strafraum einen Elfmeter für die Gäste.

Carlo Boukhalfa scheiterte jedoch an Loretz, der wie schon im ersten Direktduell der Saison einen Elfmeter parierte. Das 2:0 der Gäste war nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Einen mustergültigen Konter der St. Galler schloss wiederum Vogt (68.) eiskalt ab. Loretz liess sich dabei in der nahen Ecke erwischen.

Telegramm FC Luzern – FC St. Gallen 2:2 (0:1)
Swisspor-Arena. – 12’673 Zuschauende. – SR San.
Tore: 32. Vogt 0:1. 68. Vogt 0:2. 86. Kabwit 1:2. 95. Vasovic 2:2.
Luzern: Loretz; Dorn, Freimann, Knezevic (76. Bajrami), Ciganiks; Abe (78. Vasovic); Winkler (59. Ferreira), Owusu; Di Giusto; von Moos (46. Kabwit), Villiger (76. Karweina).
St. Gallen: Zigi; Gaal, May, Okoroji (89. Ruiz); Daschner; Witzig (81. Vallci), Boukhalfa, Görtler, Vandermersch; Balde (71. Besio), Vogt (71. Verinac).
Bemerkungen: Luzern ohne Grbic (gesperrt), Löfgren, Spadanuda und Zimmermann (verletzt). St. Gallen ohne Büttiker, Dumrath. Fazliji, Kleine-Bekel, Konietzke, Neziri, Owusu und Stanic (alle verletzt). – 22. Tor von Balde wegen Abseits aberkannt. 55. Loretz hält Penalty von Boukhalfa. 88. Pfostenschuss Vallci. – Verwarnungen: 25. Boukhalfa. 41. Freimann. 42. Balde. 45. Vandermersch. 49. Gaal (alle Foul) 90. Görtler (Unsportlichkeit). Platzverweis: 74. Verinac (Unsportlichkeit).