Nach dem souveränen 2:1-Auswärtssieg bei den FC Solothurn Frauen nahm das Trainerduo Käslin/Neugel zwei Änderungen in der Startformation vor. Ansonsten vertrauten die Küssnachterinnen ihrer bewährten 4-3-3-Ordnung. Vor rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauern entwickelte sich eine körperbetonte Partie, in der sich der FC Küssnacht dem FC Sion mit 0:2 geschlagen geben musste.
Früher Doppelschlag bringt Küssnacht ins Hintertreffen
Wie bereits in der Vorwoche misslang der Start in die Partie. Nach nur fünf Minuten zirkelte Sion einen Freistoss vor dem Strafraum sehenswert ins linke Lattenkreuz zur 0:1-Führung. Nur sechs Minuten später wurden die Gastgeberinnen nach einem schnellen Konter und einen Fehler in der Verteidigung erneut kalt erwischt – 0:2. In der Folge entwickelte sich ein intensives, vor allem im Mittelfeld geführtes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Die Sittenerinnen agierten robust und setzten die Küssnachterinnen früh unter Druck. Besonders schmerzlich blieben die beiden frühen Gegentreffer, die dem Heimteam fortan eine Hypothek aufbürdeten. Offensiv suchte der FCK sein Glück vermehrt über die Aussenbahnen. In der 24. Minute verpasste Pirker nach einem Eckball per Kopf nur knapp. Zwei Minuten später prüfte sie die Torhüterin mit einem satten Weitschuss, die den Ball gerade noch über die Latte lenkte. Auch Scherrer kam in der 40. Minute nach einer Ecke zu einer Direktabnahme, setzte den Ball jedoch ebenfalls knapp darüber. Kurz vor der Pause wurde Schilliger steil geschickt und von der herausstürmenden Sion-Torhüterin zu Fall gebracht – Elfmeter für Küssnacht in der 42. Minute. Lourenco Rodrigues trat an, scheiterte jedoch vom Punkt. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabine.
Viel Druck, fehlende Effizienz
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Küssnacht engagiert und suchte angriffslustig früh den Anschlusstreffer. In der 51. Minute kam Ulrich nach einer sehenswerten Kombination über Donauer und Weber zu einer guten Abschlussmöglichkeit, brachte den Ball jedoch nicht im Tor unter. Die Gastgeberinnen agierten auf Augenhöhe, überzeugten mit schnellem Umschaltspiel und setzten Sion zunehmend unter Druck. Nach einem kurz ausgeführten Eckball kam Scherrer erneut per Kopf zum Abschluss, verfehlte das Ziel aber abermals knapp. Mit zunehmender Spieldauer dominierte Küssnacht das Geschehen, erspielte sich insbesondere in der Schlussphase mehrere hochkarätige Möglichkeiten. Doch die mangelnde Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor blieb das entscheidende Manko. Am Resultat änderte sich nichts mehr – es blieb beim 0:2.
Fazit – Effort ohne Ertrag
Der FC Küssnacht zeigte nach dem frühen 0:2-Rückstand Moral, übernahm phasenweise die Spielkontrolle und erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten. Entscheidend blieb jedoch die mangelnde Effizienz im Abschluss. Während Sion seine Chancen in der Anfangsphase konsequent nutzte, liess Küssnacht selbst beste Gelegenheiten ungenutzt – darunter auch einen Penalty. So blieb am Ende trotz engagierter Leistung eine bittere 0:2-Heimniederlage gegen den FC Sion. Angela Käslin brachte es auf den Punkt: «Wir wussten um Sions Stärke bei Standards und Kontern, liessen jedoch beides zu und vergaben vorne zu viele Chancen. Festzuhalten bleiben jedoch die Teammoral und die spielerisch starke Leistung.» Michel Neugel ergänzte: «Uns fehlt derzeit die Konsequenz im Abschluss. Trotzdem sind wir mit der Reaktion nach dem Fehlstart sehr zufrieden – wir konnten das Spiel an uns reissen und bewiesen Charakter.»
Am kommenden Wochenende steht kein Meisterschaftsspiel an. Stattdessen testen die Küssnachterinnen am Samstag, 28. Februar 2026 (15.30 Uhr, Luterbach), gegen die GC Frauenfussball U-20. In zwei Wochen folgt das Direktduell gegen Wil im Kampf um wichtige Punkte.
Telegramm FC Küssnacht – FC Sion Féminin 0:2 (0:2)
Samstag, 21.02.2026, 20:00 Uhr, Luterbach, 100 Zuschauer
Tore: 5. Fontannez (0:1), 11. Fontannez (0:2)
FC Küssnacht: Huber; Hongler, Pirker, Troxler, Rolinger (85. Kottmeyer), Suma (80. Mazza), Scherrer, Lourenço Rodrigues, Ulrich (80. Milone), Weber (72. Ganic), Schilliger (46 Donauer).
FC Sion Féminin: Bolay; Gay-Crosier (60. Muller), Abadou, Rocha Botelho, Cardoso, Malherbe, Sanchez Hali (91. Zimmermann), Conus, Fontannaz (87. Délèze), Abidi, Richard.
































