FC Grosswangen-Ettiswil: Verdienter Punkt in Dagmersellen

Offensiv war beidseits hohes Potenzial vorhanden (Archivbild: Patrick Rölli).

Im Nachtragsspiel vom Dienstagabend trennten sich der FC Dagmersellen und der FC Grosswangen-Ettiswil verdientermassen 3:3. Der FCGE ging in der überaus spannenden und torreichen Partie stets in Führung, welchen die Wiggertaler jeweils ausgleichen konnten. In der Nachspielzeit standen die Rottaler dem Sieg gar näher, aber der Ball fand bei zwei Topchancen den Weg ins Dagmerseller Tor nicht.

Nach dem mässigen Auftakt gegen Eich (0:1) ging die Nimi-/Sager-Elf die herausfordernde Partie beim FC Dagmersellen mit der nötigen Entschlossenheit an und sann auf Besserung. Jessy Nimi zeigte seine Schnelligkeit schon in der dritten Minute und bediente Noel Luternauer, welcher im Strafraum von Keeper Häfliger nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Der Gefoulte trat gleich selbst zum Elfmeter an und traf gekonnt zur frühen 0:1 Führung. Allmählich fanden nun auch die Gastgeber besser ins Spiel, aber einerseits stand die Abwehr der Rottaler bis dahin sehr gut und andererseits blieb die Offensivabteilung des FCGE weiterhin äusserst gefährlich. Daran änderte sich lange Zeit nichts und es dauerte bis kurz vor der Pause, bis die Gastgeber zur ersten wirklichen Chance kamen, das Tor aber nur knapp verpassten (44.).

Dreimal in Führung und doch nicht gewonnen
Die zweite Halbzeit sollte Tore bringen und damit auch viel Spannung in eine weiterhin sehr ausgeglichene Partie. Was die Diethelm-Elf vor der Pause noch verpasste, holte sie kurz nach Wiederbeginn nach, als Livio Scheidegger links bedient wurde und er Keeper Memaj keine Chance liess zum 1:1 Ausgleich (48.). Nur drei Minuten später ging der FCGE aber schon wieder in Führung. Tobias Müller brachte einen mustergültigen Freistoss in die Gefahrenzone, wo letztlich Jessy Nimi vor Keeper Häfliger reüssierte und zum 1:2 einschiessen konnte. Es folgten beidseits nun Wechsel, welche weiteren Schwung in das belebte Spiel brachten. Pascal Schwizer hatte in der 68. Minuten ganz viel Platz und zog davon, liess auch die letzten Grosswanger Verteidiger ins Leere laufen und bezwang letztlich auch André Memaj zum erneuten Ausgleich zum 2:2. Das Spiel blieb spannend und hätte nun auf beide Seiten kippen können. In der Offensive gefährlicher wirkte jedoch der FCGE, der zunächst eine Topchance durch den wirbligen Fionn Eifert versiebte (70.).

In der 80. Minute war es dann aber doch soweit und letztlich war es Tobias Müller, der nach Kopfballvorlage vom wiedergenesenen Fabian Ukaj zur Stelle war und das 2:3 markierte. Und auch diesmal dauerte es nicht lange und der Ausgleich wurde wieder Tatsache: Gian Cavegn wurde in der Mitte hoch bedient und dieser verwertete mittels Kopfball zum 3:3. Ob es das nun war oder doch noch einem Team der Lucky Punch gelingen sollte? Spannend blieb es auf jeden Fall, denn beide Teams kamen in der Schlussphase nochmals zu ganz guten Chancen, welche ihrer Mannschaft hätte drei goldene Punkte bringen können. Zuerst waren es die Gastgeber, welche gleich im Doppelpack die Führung auf dem Fuss hatten (88.) und in der Nachspielzeit war es zunächst Fionn Eifert (91.) und sehr spät (93.) auch noch Fabian Ukaj, welche den FCGE auf die Siegesbahn hätten bringen können oder gar müssen. Doch dann war Schluss und beidseits wusste man nicht wirklich, ob man nun zufrieden oder enttäuscht sein soll ob dem einen Punkt. Es bleibt aber die Gewissheit, dass offensiv beidseits hohes Potential vorhanden ist und den Zuschauern an diesem Abend doch so einiges geboten werden konnte.

Telegramm FC Dagmersellen – FC Grosswangen-Ettiswil 3:3 (0:1)
Chrüzmatt, 120 Zuschauende; SR Erdöl.
Dagmersellen: Häfliger; Rölli, Blum, Goller, Stäuble, Taudien, Tschopp, Bernet, Cavegn, Scheidegger, Schwizer (Roth, Marinho, Kerlein, Fischer, Leuppi).
Grosswangen-Ettiswil: Memaj; E. Wälti, J. Wälti, Künzli, Bösch, Marti, Baumeler, Eifert, Müller, Nimi, Luternauer (R. Kaufmann, Ziswiler, Ukaj, Schacher).
Tore: 3. Luternauer (Pen.), 48. Scheidegger, 51. Nimi, 68. Schwizer, 80. Müller, 82. Cavegn.