Sursee trotzt allen Widrigkeiten und siegt turbulent in Klingnau

Laufduell im Spiel zwischen Sursee und Klingnau (Bild: Aaron Galliker).

FC Klingnau – FC Sursee 2:5

Nach der Osterpause trat der FC Sursee auswärts beim FC Klingnau an – unter ungewohnten Bedingungen. Umziehen mussten sich die Spieler rund einen halben Kilometer vom Spielfeld entfernt, da beim Platz keine Umkleidekabinen vorhanden sind. Auch der Zustand des Rasens war alles andere als ideal, wobei der Regen zum Anpfiff den Platz zumindest etwas verbesserte.

Trotz dieser suboptimalen Voraussetzungen zeigte sich Sursee von Beginn weg fokussiert und entschlossen. Nach dem perfekten Start in die Rückrunde wollten die Gäste weiter um die Tabellenspitze mitspielen. Die Partie entwickelte sich rasch zu einem körperlich intensiven Spiel. Klingnau scheute keinen Zweikampf und griff dabei mehrfach zu unlauteren Mitteln. Sursee liess sich davon jedoch nicht beeindrucken, kontrollierte das Spielgeschehen über weite Strecken und kam immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor.

In der ersten Halbzeit musste Sursee jedoch zwei Rückschläge verkraften: Bereits in der 15. Minute musste Besar Sejdini wegen Schwindel ausgewechselt werden, kurz vor der Pause folgte Dario Buco mit einer muskulären Verletzung. Am Spielverlauf änderte dies wenig. Sursee dominierte die erste Hälfte klar und hätte deutlich höher führen müssen. So blieb es beim einzigen Treffer vor der Pause: Herolind Cikaqi versenkte einen Freistoss aus rund 20 Metern mit einem flachen, präzisen Schuss zur verdienten 0:1‑Führung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Sursee den Druck nochmals. Vor allem Tchere Mulanga sorgte über die linke Seite immer wieder für Gefahr, doch die Chancenverwertung blieb zunächst ein Thema. In der 58. Minute war der Bann dann gebrochen: Nach einem Freistoss von Ndue Daka stieg erneut Cikaqi am höchsten und köpfte zum 0:2 ein. Nur drei Minuten später vollendete Tom Bretorius eine schön herausgespielte Aktion abgeklärt zum 0:3.

Klingnau meldete sich in der 65. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 zurück, worauf die Partie endgültig hektisch wurde. Die ohnehin harten Zweikämpfe nahmen weiter zu, gefährliche Einsteigen blieben ungeahndet. Ellbogeneinsatz und offene Sohlen prägten zunehmend das Geschehen. In der 78. Minute eskalierte die Situation: Beide Captains sahen nach Tätlichkeiten die Rote Karte.

In Unterzahl gelang Klingnau tatsächlich noch das 2:3, doch Sursee zeigte erneut die richtige Reaktion. William Fuchs stellte nur drei Minuten später mit dem 2:4 den alten Abstand wieder her. In der Nachspielzeit setzte Tchere Mulanga mit dem Treffer zum 2:5 den Schlusspunkt unter eine wilde Partie.

Mit diesem Auswärtssieg feierte der FC Sursee den vierten Erfolg in Serie und ist nun seit zehn Spielen in der 2. Liga interregional ungeschlagen. Weiter geht es am kommenden Samstag, wenn der SC Emmen um 16.30 Uhr auf der Schlottermilch in Sursee zu Gast ist.