Die Ausgangslage für den FC Schüpfheim war klar: Wollte man im Rennen um die Aufstiegsspiele bleiben, mussten gegen Gunzwil drei Punkte her. Entsprechend entschlossen wollte man in die Partie starten, doch genau das gelang nicht. Viele Eigenfehler, Ungenauigkeiten im Spielaufbau und ein insgesamt ungeduldiger Auftritt prägten die Anfangsphase.
Gunzwil hingegen verfolgte einen klaren Matchplan. Die Gäste überliessen Schüpfheim weitgehend den Ball und lauerten auf Umschaltmomente. Nach Ballgewinnen schalteten sie schnell um und stellten die Defensive der Gastgeber immer wieder vor Probleme. Offensiv blieb die Partie lange ereignisarm. Der erste gefährliche Abschluss gehörte Kilian Wicki in der 22. Minute, doch sein Schuss wurde vom Torhüter pariert. Auch bei mehreren Standardsituationen fehlte den Schüpfheimern die nötige Präzision und Durchschlagskraft. Gunzwil kam seinerseits nur zu einer Halbchance, sodass es mit einem insgesamt leistungsgerechten 0:0 in die Pause ging.
Führung nach Einwurf – Spiel kippt nach Standards
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Schüpfheim engagierter und versuchte, mehr Druck aufzubauen. Trotzdem blieb es schwierig, sich klare Torchancen herauszuspielen, da oft der letzte Pass nicht ankam resp. man sich selten zwingende Strafraumszenen herausspielen konnte. Die Führung fiel schliesslich nach einer Standardsituation: Ein weiter Einwurf sorgte für Unruhe im Strafraum, Noel Hodel reagierte am schnellsten und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Zu diesem Zeitpunkt war die Führung aufgrund des gesteigerten Einsatzes durchaus verdient.
Nur wenige Minuten später bot sich Kilian Wicki dann auch noch die grosse Chance zum 2:0, doch leider scheiterte er knapp am Torerfolg. Zu viel des Guten, so schien es in diesem Moment – Gunzwils Antwort folgte prompt. In der 64. Minute kamen die Hausherren nach einem Freistoss aus dem Halbfeld zum Ausgleich. Am zweiten Pfosten konnte sich ein Spieler lösen und traf unbedrängt zum 1:1. Nur wenige Minuten später folgte der nächste Rückschlag: Nach einem Eckball – eingeleitet durch eine starke Parade von Noah Unternährer – gelang Gunzwil das 1:2. Besonders bitter aus Sicht von Schüpfheim: Beide Situationen hätten zuvor geklärt werden können.
Offener Schlagabtausch ohne Ertrag
In der Schlussphase entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Schüpfheim war bemüht, den Ausgleich zu erzielen, agierte jedoch oft zu wenig zwingend. Nick Bieri hatte zwei gute Möglichkeiten, ebenso Kilian Wicki, der den gegnerischen Torhüter nochmals prüfte – ein Treffer wollte jedoch nicht mehr gelingen.
Gunzwil blieb seiner Linie treu und lauerte auf Konter. Auch die Gäste kamen noch zu zwei guten Chancen, konnten das Spiel jedoch nicht vorzeitig entscheiden. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim 1:2 aus Sicht von Schüpfheim. Eine bittere Niederlage, die besonders schmerzt, da sie erneut nach Standards zustande kam. Mit diesem Rückschlag rückt das grosse Ziel, die Teilnahme an den Aufstiegsspielen, wieder in weite Ferne.
Telegramm 4. Liga FC Gunzwil – FC Schüpfheim 2:1 (0:0)
Zuschauer: 100
SR: Mehdi
Tore: 55. Noel Hodel 0:1, 64. 1:1 , 68. 2:1
FC Schüpfheim: Noah Unternährer, Dario Schmid, Maurice Balmer (Tim Lochmann), Joel Zihlmann, Joshua Zemp (Gian Rölli), Julian Eicher (Raphael Lustenberger), David Emmenegger (Sandro Hodel), Nick Bieri, Elias Dubler, Noel Hodel, Kilian Wicki.

































