Punkteteilung im Derby zwischen SG Stans-Engelberg und SG Obwalden

Zweikampf im Spiel zwischen der SG Stans-Engelberg und der SG Obwalden (Bild: Barbara Reber).
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Die SG Stans-Engelberg belohnt sich für einen dominanten Auftritt gegen die SG Obwalden nicht und muss sich mit einem Unentschieden zufriedengeben.

Trotz der Niederlage gegen den Aufstiegsaspiranten SC Balerna konnte die SG Stans-Engelberg am vergangenen Wochenende viel Positives aus dem Tessin mitnehmen. Besonders im Spielaufbau zeigten die Nidwaldnerinnen ansprechende Ansätze. Darauf wollte das Team in den letzten drei Saisonspielen aufbauen, um den Platz unter den ersten vier Mannschaften abzusichern. Am Samstagabend stand das Unterwaldner-Derby gegen die SG Obwalden auf dem Programm. In einem hitzigen Duell trennten sich die beiden Teams in der Vorrunde mit einem spektakulären 4:4-Unentschieden.

In der heimischen Wydenarena in Engelberg wollten die Stanserinnen diesmal jedoch keine Zweifel am Sieger dieser Partie aufkommen lassen. Mit einem Vollerfolg sollten die Obwaldnerinnen, die vor der Partie zwei Zähler Rückstand auf SG Stans-Engelberg aufwiesen, weiter distanziert werden. Entsprechend engagiert startete das Heimteam in die Begegnung und machte von Beginn an deutlich, wer an diesem Abend den Ton angeben wollte. Die SG Stans-Engelberg liess den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und kam früh zum ersten Abschluss, der jedoch das Ziel verfehlte.

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Mit sehenswerten Ballstafetten erspielten sich die Gastgeberinnen zunehmend Vorteile. Sie näherten sich dem gegnerischen Tor immer wieder gefährlich an. Was zunächst fehlte, war die letzte Präzision und Konsequenz im Abschluss. Die Stanserinnen kontrollierten die Partie nahezu nach Belieben, während sich die Gäste fast ausschliesslich auf die Defensive konzentrierten und offensiv kaum für Entlastung sorgen konnten. Bei winterlichen Temperaturen und strömendem Regen verbrachte die Stanser Keeperin Leandra Litschi einen ruhigen Abend.

Ihre Mitspielerinnen hingegen suchten den längst überfälligen Führungstreffer. Besonders über die rechte Angriffsseite wurde es immer wieder gefährlich. Nach rund 30 Minuten fand die aufgerückte Aussenverteidigerin Katja Rohrer mit einem tollen Flankenball die im Sechzehner freistehende Tamara Steiner. Steiner verpasste die Kugel jedoch und vergab die sicher geglaubte Führung für das Heimteam. Wenige Zeigerumdrehungen später tat es ihr ihre Sturmpartnerin Lina Käslin gleich. Wieder kam ein perfekt getimter Flankenball in den Sechzehner und wieder wurde er völlig freistehend nicht im Tor untergebracht. Weil die SG Stans-Engelberg diese zwei Hochkaräter liegen liess, rettete sich die SG Obwalden mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild unverändert. Die Gastgeberinnen bestimmten das Geschehen und suchten weiterhin vehement den Führungstreffer. Kurz nach Wiederbeginn lancierte Leandra Schegg ihre Mitspielerin Lorena Manser im Strafraum. Manser scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an der gegnerischen Torhüterin. In der Folge verlor die Partie etwas an Tempo. Zwar blieb die SG Stans-Engelberg das klar spielbestimmende Team und schnürte die Gäste phasenweise tief in der eigenen Platzhälfte ein, doch im letzten Drittel fehlten die zündenden Ideen. Torchancen blieben deshalb Mangelware. Erst nach rund 60 Minuten konnte sich die SG Stans-Engelberg die nächste Grosschance notieren lassen. Diesmal war es ein Angriff über die linke Seite, der zum Erfolg hätte führen sollen. Angelina Leder legte die Kugel perfekt zur Mitte, wo Corin Flühler lauerte. Flühler traf den Ball jedoch nicht richtig und so war auch diese Chance zum Führungstreffer passé.

Trotz deutlicher Überlegenheit wollte der Ball an diesem Abend den Weg ins Tor nicht finden. In der Schlussphase gelang es den Stanserinnen nicht mehr, den Druck entscheidend zu erhöhen. So entführten die Gäste einen Punkt aus Engelberg, ohne dabei selbst nennenswerte offensive Akzente zu setzen.

Nach 90 Minuten Einbahnfussball muss sich die SG Stans-Engelberg letztlich mit einem torlosen Unentschieden zufriedengeben. Zwar bleibt der Vorsprung auf die SG Obwalden damit bestehen, gleichzeitig konnte jedoch das Team Uri in der Tabelle aufschliessen. Am Freitag, 29. Mai kommt es in Altdorf zum Direktduell dieser beiden Teams.

SG Stans-Engelberg – SG Obwalden 0:0 (0:0)
SG Stans-Engelberg: Litschi; Rohrer, Lenherr, Dahinden, Leder; Schegg, Manser, Gut, Flühler; Käslin, Tamara Steiner. (Stähli, Trottmann, Zimmerli, Selma Steiner, Giulia Steiner).