
Der Auftakt ist den Ruswilern geglückt. Sie besiegten am Dienstagabend Erstfeld auswärts 1:0. Liga-Topskorer Lars Groenendijk schoss die Rottaler ins Glück.
Nach 96. Minuten hatte das Bangen aus Sicht der Ruswiler endlich ein Ende, als der Unparteiische die Partie zwischen dem ESC Erstfeld und dem FC Ruswil beendete. Das Gäste-Team von Trainer Luca Müller zitterten sich zu einem 1:0-Sieg auf der Sportanlage Pfaffenmatt vor 400 Zuschauenden. «Der Sieg war verdient, aber zu knapp ausgefallen. Das Nervenflattern wäre nicht nötig gewesen, wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen», sagt der 1:0-Torschütze Lars Groenendijk nach dem siegreichen Auftakt im Urnerland. Der 3. Liga-Topskorer, der in der Qualifikation mit 22 Treffern glänzte, sagt weiter: «Wir hatten uns gute Chancen erarbeitet, waren aber nicht effizient genug. Aufwand und Ertrag stimmten nicht. Auch an der Passgenauigkeit müssen wir arbeiten, im Hinblick auf das nächste Spiel.» Ab der 63. Minute konnten die Ruswiler nach einem Platzverweis gegen Erstfelds Mattia Epp in Überzahl spielen, konnten aber keinen Profit daraus schlagen, sprich das 2:0 erzielen.
Überragender Nando Heller
Die Ruswiler zeigten insgesamt einen engagierten Auftritt, hatten ein Chancenplus zu verzeichnen und die gefährlicheren Torszenen. Die Platzherren, welche sich erst am letzten Spieltag für die Aufstiegsspiele qualifizierten, fanden gegen die kompakt stehende und gut organisierte Defensive der Rottaler kein probates Mittel. Und wenn sie einmal eine nennenswerte Offensivaktion hatten, scheiterten sie am stark aufspielenden Ruswiler Schlussmann Nando Heller, der doch die eine oder andere Chance sehenswert parierte. Er war die überragende Figur in einem überzeugenden Ruswiler-Kollektiv an diesem Abend.
«Respekt, aber keine Angst»
Mit dem Auftaktsieg hat sich Ruswil im Kampf um den Aufstieg eine sehr gute Ausgangslage geschaffen, da nun zwei Heimspiele auf dem Schützeberg folgen. Die nächste Partie bestreiten die Ruswiler zu Hause am Samstag, 13. Juni um 18:00 Uhr, gegen Küssnacht. Die Rigidörfler werden ein echter Gradmesser darstellen, denn sie haben sich den Aufstieg zum klaren Ziel gesetzt. Zu verlieren haben die Ruswiler gegen den letztjährigen Absteiger aus der regionalen 2. Liga nichts. Am Dienstag, 16. Juni, wartet mit dem FC Stans bereits der nächste starke Gegner zu Hause auf dem Schützenberg. Die Nidwaldner liebäugeln mit einem Aufstieg in die nächsthöhere Liga, nach mehreren gescheiterten Versuchen in der Aufstiegsrunde in den letzten Jahren. Ruswil wird nach dem jüngsten Sieg mit einer guten Moral und viel Selbstvertrauen in die nächsten Partien steigen. Groenendijk: «Wir haben Respekt, aber keine Angst vor den nächsten Aufgaben. Wir können auch gegen diese Gegner was ausrichten.»
Telegramm ESC Erstfeld – FC Ruswil 0:1 (0:1)
Tore: 23. 0:1 Lars Groenendijk,
Erstfeld: Robin Baumann, Jeremias Baumann, Epp, Mattia Eller, Püntener, Ennio Eller, Wyrsch, Triulzi, Muoser, Kalbermatter, Zgraggen (Loretz, Janis Baumann, Cil, Elia Baumann, Janicas, Tresch, Costeira)
Ruswil: Heller, Schäfer, Herzog, Bucher, Bachmann, Schnider, Steffen, Spaar, Grüter, Groenendijk, Enrico Albisser (Matter, Hofstetter, Reichmuth, Muff, Duss, Remo Albisser)
Bemerkung: 63. gelb-rote Karte Mattia Epp.






























