Die Frauen des FC Küssnacht a/R sind erfolgreich in die neue Nationalliga-B-Saison gestartet. Das Team von Angela Käslin und Michel Neugel bezwang den FC Lugano auf dem Luterbach verdient mit 1:0 (0:0). Den entscheidenden Treffer erzielte Mara Studer in der 89. Minute mit einem verwandelten Foulpenalty, nachdem sich die Küssnachterinnen während der gesamten Partie ein klares Chancenplus erspielt hatten.
Küssnacht bestimmt das Spiel
Nach einer intensiven sechswöchigen Vorbereitung starteten die Küssnachterinnen engagiert in die neue Meisterschaft. Die Gastgeberinnen übernahmen von Beginn an die Initiative und suchten insbesondere über die Aussenbahnen immer wieder den Weg in den gegnerischen Strafraum. Vor allem Gina Schilliger und Debora Vogl sorgten in der Anfangsphase immer wieder für Gefahr und stellten die Tessiner Defensive vor einige Probleme. Lugano konzentrierte sich vorwiegend auf eine kompakte Defensivarbeit und versuchte nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Klare Torchancen blieben auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Küssnacht zeigte gefällige Kombinationen und kam zu mehreren guten Abschlüssen, die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte jedoch noch. So ging es trotz spielerischer Vorteile der Gastgeberinnen torlos in die Pause.
Studer erlöst den FCK in der Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Küssnacht den Druck nochmals deutlich und übernahm die Partie vollständig. Lugano kam kaum noch aus der eigenen Platzhälfte und fand offensiv praktisch nicht mehr statt. Die Gastgeberinnen erspielten sich zahlreiche Torchancen, trafen unter anderem Pfosten und Latte und drängten die Tessinerinnen während weiten Teilen der zweiten Halbzeit tief in deren Platzhälfte. Der längst verdiente Führungstreffer wollte jedoch lange nicht fallen. Erst in der 89. Minute wurde der grosse Aufwand belohnt: Gina Schilliger setzte sich auf der linken Seite stark durch, ihre Hereingabe wurde im Strafraum mit der Hand abgewehrt. Der Schiedsrichter zeigte folgerichtig auf den Penaltypunkt, wo Mara Studer die Verantwortung übernahm und souverän zum viel umjubelten 1:0 verwandelte. Nur wenig später hätte Küssnacht den Vorsprung sogar noch ausbauen können. Nicole Scherrer traf zwar ins Tor, der Treffer wurde jedoch wegen einer Abseitsposition aberkannt.
Verdienter Auftaktsieg
Dass der Sieg bis zum Schlusspfiff Bestand hatte, war auch Torhüterin Jil Beetschen zu verdanken. Mit einer starken Parade verhinderte sie kurz vor Spielende den möglichen Ausgleich und sicherte ihrem Team damit den erfolgreichen Saisonauftakt. Küssnacht war über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft und erspielte sich ein klares Chancenplus. Aufgrund des Spielverlaufs war der späte Siegtreffer letztlich hochverdient. «Wir haben über weite Strecken das Spiel kontrolliert und uns zahlreiche Torchancen erarbeitet. Dass der Siegtreffer erst kurz vor Schluss gefallen ist, war vor allem eine grosse Erleichterung. Aufgrund des Spielverlaufs war der Erfolg aus unserer Sicht absolut verdient», sagte Trainerin Angela Käslin nach der Partie. Auch Co-Trainer Michel Neugel zeigte sich zufrieden: «Die Mannschaft hat geduldig gespielt und bis zum Schluss an den Sieg geglaubt. Dieser Erfolg ist ein verdienter Lohn für die intensive Vorbereitung.» Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste Herausforderung. Die Küssnachterinnen gastieren auswärts bei Etoile Carouge und wollen den gelungenen Saisonstart bestätigen.
Telegramm FC Küssnacht a/R – FC Lugano 1:0 (0:0)
Samstag, 08.08.2026, 18:00 Uhr, Luterbach, 150 Zuschauer
Tore: 89. Studer (1:0, Penalty).
FC Küssnacht a/R: Beetschen; Hongler, Steiner, Häring, Troxler (71. Suma), Pirker, Scherrer, Lourenço Rodrigues (85. Flury), Schilliger, Vogl (71. Müller), Studer (89. Carbone).
FC Lugano: Gallesio; Colombo, Zanaboni, Rossi (64. Bello), Cuitino (31. Aio), Croci, Albertini, Negri, von Ballmoos, Oliva, Milosavljevic.


































