Luzern erkämpft sich in Unterzahl einen Punkt bei Servette

Soccer players in white jerseys embrace in celebration on the field.
Jubel beim FC Luzern nach dem 1:1 durch Andrejs Ciganiks (Bild: FC Luzern).
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Der FC Luzern hat sich am fünften Spieltag der Super League im Stade de Genève einen hart erkämpften Punkt gesichert. Die Innerschweizer trennten sich vom Servette FC 1:1 und spielten dabei ab der 20. Minute nach einer Roten Karte gegen Oscar Kabwit in Unterzahl.

Die Partie begann zunächst ohne grosse Höhepunkte. Servette verzeichnete etwas mehr Ballbesitz, während Luzern defensiv geordnet stand und immer wieder versuchte, über Matteo Di Giusto und Daniel Mikołajewski Akzente nach vorne zu setzen. Nach 14 Minuten gingen die Genfer in Führung. Miroslav Stevanović kam nach einem Vorstoss zum Abschluss, wobei Luzern-Keeper Karlo Letica den Ball nicht entscheidend kontrollieren konnte. Die Gastgeber nutzten die Gelegenheit zum 1:0.

Nur wenige Minuten später wurde die Aufgabe für den FCL deutlich schwieriger. Oscar Kabwit sah zunächst die Gelbe Karte für ein Foul an David Douline. Nach Intervention des VAR überprüfte Schiedsrichter Johannes von Mandach die Szene nochmals und zeigte dem Luzerner Angreifer die Rote Karte. Ab der 20. Minute mussten die Gäste somit in Unterzahl weiterspielen. Servette übernahm in der Folge die Kontrolle und drängte auf das zweite Tor. Samuel Mráz kam zu ersten gefährlichen Abschlüssen, scheiterte jedoch an Letica oder verfehlte das Ziel. Luzern blieb trotz der Unterzahl aufmerksam und lauerte auf Umschaltsituationen.

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Genau eine solche führte in der 31. Minute zum Ausgleich. Nach einem Ballgewinn trieb Mikołajewski den Ball über das halbe Feld nach vorne und lancierte Andrejs Ciganiks mit einem präzisen Aussenristpass. Der Aussenverteidiger blieb vor dem Servette-Tor ruhig und vollendete mit einem Lupfer zum 1:1. Der Ausgleich veränderte das Spiel. Während Servette weiterhin mehr Ballbesitz hatte, verteidigten die Luzerner kompakt und liessen bis zur Pause nur wenige zwingende Aktionen zu. Mit dem Remis zur Halbzeit konnten die Gäste angesichts der langen Unterzahl durchaus zufrieden sein.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Servette den Druck nochmals. Die Genfer setzten sich immer wieder in der Luzerner Platzhälfte fest und suchten über Stevanović, Cognat und Mráz den Weg zum Führungstreffer. Letica zeigte sich nach seinem Fehler in der Anfangsphase jedoch mehrfach auf dem Posten und bewahrte seine Mannschaft vor einem weiteren Gegentor. Trotz der defensiven Ausrichtung blieb Luzern bei Standards gefährlich. Tyron Owusu setzte einen Kopfball nach einem Eckball knapp neben das Tor, wenig später verpasste auch Bung Meng Freimann nach einem Freistoss die mögliche Führung.

Je länger die Partie dauerte, desto mehr entwickelte sich das Spiel zu einer Abwehrschlacht. Servette brachte mit Bradley Mazikou, Benoit Sida und Houboulang Mendes zusätzliche Offensivkräfte, während Luzern mit grossem Einsatz verteidigte. Immer wieder konnten die Innerschweizer Abschlüsse blocken oder Hereingaben klären. Die grösste Möglichkeit auf den Siegtreffer hatte Servette kurz vor Schluss. Nach einem schnell ausgeführten Eckball kam Samuel Mráz freistehend zum Abschluss, brachte den Ball jedoch nicht am Luzerner Tor vorbei. Bereits zuvor hatte der Angreifer mehrere aussichtsreiche Chancen ungenutzt gelassen.

So blieb es beim 1:1. Für den FC Luzern war der Auswärtspunkt das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer starken Defensivarbeit in Unterzahl. Nach mehr als 70 Minuten mit einem Mann weniger nahmen die Innerschweizer verdient einen Zähler aus Genf mit.

Telegramm Servette FC – FC Luzern 1:1 (1:1)
Stadion: Stade de Genève
Tore: 14. Minute: 1:0 durch Miroslav Stevanović, 31. Minute: 1:1 durch Andrejs Cigaņiks
Servette FC: Léo Besson; Quentin Maceiras (74. Houboulang Mendes), Steve Rouiller, Marco Burch, Lilian Njoh (90.+2 Lamine Fomba); Pedro Naressi, David Douline (61. Bradley Mazikou); Miroslav Stevanović, Timothé Cognat, Tiemoko Ouattara (61. Sylvain Djoho); Samuel Mráz
FC Luzern: Karlo Letica; Pius Dorn, Bung Hua Freimann, Bung Meng Freimann, Andrejs Cigaņiks; Tyron Owusu (78. Sandro Wyss), Mio Zimmermann (68. levin Winkler), Leonardo Bertone, Matteo Di Giusto (78. Lucas Ferreira); Oscar Kabwit, Daniel Mikołajewski (46. Sascha Meyer)