
In Brunnen lag Fussballspannung in der Luft, in dem die Kazic-Elf trotz phasenweiser Überlegenheit ohne Sieg vom Platz schritt.
Die Brunner Gastgeber übernahmen sofort das Spieldiktat und drängten Emmenbrücke in die eigene Platzhälfte. Immer wieder rollten die Angriffe der Rot-Blauen auf die Luzerner zu, doch zunächst fehlte die entscheidende Idee. In der 35. Minute lag der Führungstreffer in der Luft, denn nach einer präzisen Flanke stieg Dino Dizdarevic am höchsten und köpfte den Ball wuchtig Richtung Tor – doch die Torumrandung rettete für den Gegner. Vor der Pause war es wieder Dizdarevic, der im Strafraum von Torhüter Eldin Beganovic unsanft von den Beinen geholt wurde. Der Gefoulte trat selbst an – und hämmerte den Ball zum hochverdienten 1:0 in die Maschen.
Zu geringe Ausbeute für Dominanz
Brunnen hatte mehr Chancen, mehr Spielanteile und das Geschehen über weite Strecken kontrolliert, doch der fehlende zweite Treffer sollte sich rächen. Nach rund einer Stunde durften die Gäste jubeln, denn nach einem Eckball reagierte Dion Komani am schnellsten und drückte den Ball zum 1:1 über die Linie. In der 72. Minute war es erneut Dizdarevic, der wieder mit einem Kopfball nur die Latte traf. Zehn Minuten vor Ende vollendete Nando Iale einen FCB-Angriff mit einem sehenswerten Treffer, doch dieser wurde wegen Offside nicht gegeben. Statt mit dem Sieg mussten sich die Gastgeber mit dem Remis begnügen. Ein 1:1, erzielt durch zwei Standardsituationen, für den FC Brunnen eine klar zu geringe Ausbeute.
Bessere erste Halbzeit reichte nicht
«In der ersten Halbzeit waren wir besser, doch nach dem Ausgleich fand unser Gegner besser ins Spielgeschehen», analysierte Stürmer Elvis Bratanovic selbstkritisch. «Wir konnten in der ersten Hälfte leider unsere Möglichkeiten nicht nutzen.» Das Unentschieden sei am Ende für beide Teams ein gerechter Lohn gewesen. Auf der anderen Seite überwog bei den Luzernern Erleichterung. Einwechselspieler Ivan Garcia da Silva sah im Punktgewinn sogar ein Signal: «Mit diesem Remis finden wir langsam aus unserer Baisse.» Für den FC Brunnen bleibt die Erkenntnis, dass man aus dominanten Phasen mehr machen muss. Bereits morgen Dienstag steht das nächste Highlight auf dem Programm. Um 20.15 Uhr steht Brunnen auf dem Sportplatz Grossmatt in Hergiswil zum Nachtrags-Spitzenspiel auf dem Platz.
Telegramm FC Brunnen – FC Emmenbrücke 1:1 (1:0)
Schoeller-Meyer. – 155 Zuschauer. – SR Rohrer. – Tore: 45. Dizdarevic (P) 1:0. 61. Komani 1:1.
Brunnen: Emini; Kqira, Schwendt, Hasil, Simecek; Iale, Abaidia, Toski, Dizdarevic (83. Schmid); Malbasic (67. Truttmann), Bratanovic.
Emmenbrücke: Beganovic; Daka, Komani, Ramadani; Gashi (58. Saliji), Prenrecaj (83. Garcia da Silva), Kinis (75. Suljovic), Sejdini; Berisha (87. Tanushaj), Mirashi (58. Bozza), Cikaqi.
Bemerkungen: 35. Dizdarevic Pfostenkopfball. 72. Dizdarevic Lattenkopfball. Verwarnungen: 37. Mirashi, 47. Toski, 78. Schwendt.































